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In ein paar Wochen wird bei uns die Bahntochter Elbe-Saale Bahn den Verkehr übernehmen und heute hat sie mehr Service und Pünktlichkeit versprochen. (siehe MDR)

Dann dürften also in Zukunft die Züge wieder pünktlicher fahren und nicht so wie gestern früh, einfach mal ausfallen, so das unsereiner Taxifahrer spielen muss.
Na ja, wird schon werden und das ganze hat auch was positives, die nächsten Jahre fährt bei uns wenigstens noch die Bahn.

Wenn ich dann aber so zurück denke und schaue was aus der Strecke vor meiner Tür geworden ist, einfach traurig. Aus einer der wichtigsten Strecken, ist eine kleine unbedeutende Nebenstrecke geworden, die eigentlich nur noch für den Güterverkehr etwas Bedeutung hat und ohne die Privatbahnen in diesen Sektor, auch alt aussehen würde.
Vor 10 Jahren fuhren bei uns noch die Interregios ins Ruhrgebiet lang und heute fährt die Bahn nicht einmal bis nach Wolfsburg, so wie noch vor ein paar Jahren, denn seit einiger Zeit haben wir wieder eine Grenze bei uns.
Statt langer Regionalzüge mit großen Wagen, nur noch kleine Triebwagen, die aber den Vorteil haben, dass wenigstens die Türen aufgehen.
Als ich als Kind zur Schule Zug gefahren bin und an manchen Tagen vielleicht mal alleine war, man was hatte ich da für Angst. Wie oft haben die Türen geklemmt und wenn sie nicht geklemmt haben, dann waren so schwer, dass ich sie kaum aufgeklappt bekam.
Ja, doch manches hat sich doch zum Positiven entwickelt, vielleicht ändert sich ab Dezember doch einiges und wer weiß, vielleicht fahre ich dann auch wieder mit der Bahn.

Heute wurde eine Studie der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International vorgestellt.
Wenigstens bei dieser Studie kann Deutschland seine Position halbwegs behaupten und findet sich unter den 20 Staaten wieder, die am wenigsten korrupt sind.
Aber die Studie bringt etwas beunruhigendes hervor (was eigentlich nix neues ist), je ärmer ein Land, umso korrupter geht es dort zu. (siehe Financial Times Deutschland)
Genau an diesem Punkt, sollten wir aufpassen. Die Menschen in Deutschland werden immer ärmer, die Kluft zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und den Beamten wird auch immer mehr an Kürzungen zugemutet.

Aber auch der Konkurrenzkampf der Firmen wird immer härter, so das auch im industriellen Bereich die Korruption auf dem Vormarsch ist und die nicht so knapp.

Eines ist jedenfalls schon einmal sicher ins Stromnetz werden die Milliardengewinne der Energieriesen nicht gesteckt.

Sie zocken die Verbraucher ab und die müssen dann im Dunkeln sitzen, nur weil irgendwo in Deutschland mal ganz kurz der Strom abgestellt wird.
Die Abschaltung einer Hochspannungsleitung über der Ems, soll für den gestrigen Stromausfall in halb Europa geführt. (siehe Handelsblatt)
Egal ob es daran lag oder ein anderer Schaden zu diesen Ausfall geführt hat ist vollkommen egal, so etwas darf einfach nicht passieren.
Bringt endlich euer Leitungsnetz in Ordnung, dass Geld dafür habt ihr.

Genauso lebt ein großer Teil der Menschen auf der Erde, Umweltschutz ist ihnen ein Fremdwort. Gerade bei den großen Industrienationen ist er regelrecht verpönt.
Während in Europa so langsam ein Umdenken einsetzt, weigert sich die US-Regierung bis heute das Kyoto-Protokoll zu unterschreiben.

Was passieren wird, wenn nicht bald umgedacht und ein Wandel in der Umweltpolitik vollzogen wird, legt ein Bericht der britischen Ökonoms Nicholas Stern dar. Im Auftrag der britischen Regierung erstellte er eine Studie über den Klimawandel.
Dieser wird uns demnach sehr teuer kommen, ich will es kurz machen, die Weltwirtschaft würde zusammenbrechen. Die Klimaveränderung wird das Wirtschaftswachstum um 5 bis 20 Prozent einbrechen lassen und bis 3,68 Trillionen Pfund kosten (ich weiß gar nicht wieviele Nullen da jetzt drin sind). Dieser Einbruch ist laut Stern vergleichbar mit der Weltwirtschaftskrise von 1930. (siehe Süddeutsche Zeitung)
Die Hauptverursacher des Klimawandels sind bekannt und sie sollen zu einer Verringerung der Emissionen bewegt werden.

Aber in den USA und auch in China wird dieser Bericht auf taube Ohren stoßen, denn schließlich bricht ja nicht heute die Wirtschaft zusammen, sondern erst morgen und solange kann noch fleißig Geld gescheffelt werden.

Sachsen-Anhalt ist es ernst mit seinem Nein zu der angekündigten Bahnpreiserhöhung.
Falls der Bund diese Erhöhung erlauben sollte, wird sogar eine Klage gegen den Bund erhoben, da in den Augen von Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) die Begründung der Erhöhung nicht stichhaltig ist. (siehe Mitteldeutsche Zeitung)
Ich hoffe nur er bleibt dieser Position und wird notfalls vor Gericht ziehen.

Denn für den Service den die Bahn derzeit bietet, müsste sie eigentlich den Bahnkunden noch Geld geben, damit sie überhaupt mit der Bahn fahren.
Erst gestern stand ich wieder wie doof auf dem Hauptbahnhof und habe auf einen Zug gewartet, der einfach mal so ohne Ankündigung zehn Minuten später kam, es gab keiner Durchsage, auch die Anzeige zeigte nix an. Während der ganzen Zeit habe ich gebangt, dass ich hoffentlich kein Knöllchen bekomme, da ich ja nur kurz mit dem Auto vorm Bahnhof gehalten habe, ich wollte nur jemanden abholen.
Immer wieder berichte ich über die Zustände bei uns auf den Bahnhöfen, dass die blöden Automaten selten funktionieren erwähnte ich erst vor kurzen, jetzt wo es später hell und früher dunkel wird, macht sich ein weiterer Mangel bemerkbar. Die Dinger sind nicht beleuchtet, also wer die Zahlenkombination nicht auswendig kennt, der hat ein Problem. Dann lässt die Bahn auch noch die ganzen Bahnhöfe bei uns verfallen. Alles verkommt, wer möchte denn da überhaupt noch mit dem Zug fahren.
Denn was kennt die Bahn eigentlich nur noch, sie kennt doch nur noch das Wort sparen, sparen um jeden Preis und dann soll es auch noch Preiserhöhungen geben.

Die Bahn soll so weitermachen, denn dann ist sie bald pleite, denn ihr werden die Kunden wegrennen.

Von Demokratie bzw. Volksherrschaft kann keine Rede mehr sein.

Gestern deckte das ARD Politmagazin Monitor auf, dass immer mehr von der Wirtschaft bezahlte Mitarbeiter in den Ministerien sitzen.
Die großen Konzerne bestimmen die Bundespolitik, die Wirtschaft schreibt die Gesetze des Landes und sagt wo es lang geht.

[siehe auch Linkszeitung]

Sachsen-Anhalts Landesregierung macht Druck auf die Bahn, sie lehnt die von der Bahn angekündigte Preiserhöhung ab.
Sie fordert jetzt eine Überprüfung der Preisbildung, dies kündigte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) an. (siehe Mitteldeutsche Zeitung)
Und ich kann da nur sagen zu Recht.

Denn die Begründung der geplanten Erhöhung, klingt für mich mehr wie schwachsinnig. Neue Fahrzeuge, ja bei uns sind sie neu. Aber die Bahn fährt nun schon seit zwei, drei Jahren mit neuen Wagen durch die Gegend.

Modernisierung der Strecken. Aha, ja es wurde auch modernisiert, nur im Nahverkehr wird immer weiter zurückgebaut. Ich erinner mich auch noch ungern an die letzte große Modernisierung im Mitteldeutschen Raum, der gesamte Verkehr wird über ein großes elektronisches Stellwerk in Leipzig gesteuert, anstatt über mehrere kleine Stellwerk. Und gibt es dort einen Computerfehler, so bricht gleich der ganze Verkehr zusammen. Hat es Anfangs sehr oft gegeben.
Besserer Service, aha, deshalb schimpft meine Mutter abends, weil die blöden Automaten nicht immer funktionieren, oder die Hälfte der Schüler nicht mehr in den Zug steigen kann, da irgendso ein Blödmann (sorry, anders kann ich es nicht mehr ausdrücken) auf die Idee kam, einfach mal nur mit einen Wagen die Bahn fahren zu lassen, statt wie sonst üblich in Doppeltraktion und das mitten im Berufs- und Schülerverkehr.

Dafür sollen dann die Leute mehr bezahlen, es hat schon einen Grund warum ich nicht mehr oder nur ganz selten mit der Bahn fahre.

Erst vorgestern ist es wieder einer Kundin der Bahn passiert, dass sie sich ein Fahrkarte holen wollte, doch der Automat spuckte keine Karte aus und das Geld auch nicht.

Also beschwerte sie sich im Bahnhof in unserer Kreisstadt und die Antwort war, dass sie das Geld nicht auszahlen können, dazu müsse sie nach Magdeburg. Da fasse ich mich doch an den Kopf, zwei Euro sind futsch und deshalb soll man 20 Kilometer fahren und 5 Euro und mehr bezahlen, nur damit man sie die zwei Euro wieder bekommt. Das nenne ich wahre Kundenfreundlichkeit und wahren Service.

Und wenn diese blöden Automaten kaputt sind, dann fühlt sich auch niemand dafür zuständig, steht ja schließlich eine Telefonnummer dran.
Ich als Kunde muss mich also um die technischen Probleme der Bahn kümmern und dann kommt Herr Mehdorn daher und verkündet eine Preiserhöhung. Er sollte die Preise um 50 Prozent senken, statt sie zu erhöhen, dann würden auch wieder mehr mit der Bahn fahren und seine Kunden wären zufrieden.

Als im vergangenen Jahr gleich tonnenweise Gammelfleisch gefunden wurde, war das Geschrei groß es wurde sofortige Abhilfe versprochen, nie wieder sollte so etwas passieren.
Vor ein paar Wochen war es dann wieder soweit und das Gammelfleisch war da.
Gleiches Spiel, gleiches Muster, jeder schiebt die Schuld auf den anderen, aber alle versprechen sie Besserung. Mehr Kontrollen sollte es geben, versprochen werden die schon seit einem Jahr.

Doch was ist passiert? Nix, es gibt nicht mehr Kontrollen. Nur Nordrhein-Westfalen hat reagiert und will die Zahl seiner Kontrolleure verdoppeln und Bremen stellt einen einzigen zusätzlichen Kontrolleur ein. Alle anderen Bundesländer, lassen alles beim Alten, wie die Berliner Zeitung erfuhr.

Super sag ich da nur. Bald wird wieder verdorbenes Fleisch entdeckt und dann weisen die Bundesländer die Verantwortung weit von sich. Dabei bräuchten sie nur mehr Kontrolleure einstellen, aber das kostet ja Geld und was zählt da dann schon ein Menschenleben.

Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), Thomas Straubhaar, fordert in der Zeit ein Grundeinkommen für jeden und bedingslos.

Im Gegenzug könnten damit alle weiteren Sozialleistungen wegfallen und der gesamte Verwaltungsapparat des Sozialsystems wäre somit überflüssig und dadurch würden natürlich einige Geldmittel freigesetzt werden.
Finanziert werden soll das ganze durch die Anhebung der Mehrwertsteuer auf 25 bis 30 Prozent.
Das hört sich natürlich erst einmal viel an, aber durch das Modell des HWWI würden die Lohnnebenkosten wegfallen und auch die Löhne selber steigen und somit hätten die, die Arbeit haben mehr Geld in der Tasche und die, die keine haben, wären aber durch den Staat abgesichert und bräuchten keine Angst haben, in die Armutsfalle zu geraten.

Nun werden natürlich auch wieder die Kritiker losschimpfen und sagen, dann braucht doch niemand mehr zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, das Grundeinkommen (egal wer es fordert) liegt doch nun wirklich an der Grenze des Existenzminimums, also große Sprünge sind damit auch nicht möglich. Aber es ermöglicht ein Leben in Würde, was ja heute bei Hartz-IV und den Minilöhnen nicht der Fall ist.
Wer dann mehr möchte und wer will das nicht, der wird dann auch arbeiten wollen und wenn die Menschen wieder mehr Geld in der Tasche haben, dann können sie sich auch mehr leisten und die Wirtschaft springt somit auch an.

Die Zeit mutmaßt aber zu recht, dieses Modell wird genauso wie die ganzen Forderungen nach einem Grundeinkommen in der Versenkung verschwinden.

Denn in einer Zeit wo die Gier der Konzerne und Unternehmen alles Leben bestimmt, ist kein Platz für ein Grundeinkommen oder einen Mindestlohn, denn dann wären die Menschen ja nicht mehr erpressbar, was sie heute sind.
Sowas kann natürlich nicht im Sinne der Wirtschaft sein, also schaufelt sie sich lieber ihr eigenes Grab, denn was interessiert den Managern die Welt von morgen.

Gestern hat die EU die Vorschrift für Verpackungsgrößen gekippt. Damit ist es künftig den Herstellern erlaubt beliebig kleine Verpackungsgrößen zu verwenden.
Für die EU-Mitgliedsstaaten ist diese Entscheidung sehr verbrauchernah und ein Schritt zur Entbürokratisierung. Denn schließlich kann nun jeder Kunde selbst entscheiden wieviel er von einem bestimmten Produkt kauft. (siehe Tagesschau)

Ah ja, also was daran verbraucherfreundlich sein soll, wenn ich künftig für 200 Gramm Butter genauso viel zahlen muss, wie für 250 Gramm, dass müssen die mir mal erklären.
Denn in Zukunft wird es doch so sein, dass die Hersteller ihre Lebensmittelverpackungen etwas kleiner und mit weniger Inhalt, aber zum gleichen Preis verkaufen werden.

Überall ein paar Gramm weniger Inhalt ist nicht Verbraucherfreundlich, sondern Konzernfreundlich.