Der Linksbote » Lokales

Lange habe ich überlegt ob ich über etwas schreibe, was ich gestern bei uns in der Zeitung gelesen habe, es ist ein unglaublicher Vorgang, der mich wirklich zum kochen bringt und ich lieber nur den Artikel hier verlinke, als noch meinen Senf dazu zu geben, denn sonst schreibe ich etwas falsches, lest es einfach selber.

Hier geht zum Artikel in der Volksstimme.

Ab und an hatte ich es ja in der Vergangenheit erwähnt, dass mein kleines Dörflein einen Bahnanschluss hat, es liegt direkt an der Bahnlinie Magdeburg-Haldensleben-Oebisfelde und von dort geht es weiter nach Wolfsburg. Bis Mitte der 90er Jahre galt diese Strecke noch als Hauptverkehrsstrecke, es fuhren regelmäßig Interregios ins Ruhrgebiet und war die alternativ Verbindung zur Strecke Berlin-Magdeburg-Helmstedt und für den Güterverkehr sogar mit die wichtigste Strecke. Wenn man noch ein paar Jahre zurückblickt, so war diese Strecke sogar die zweitwichtigste im innerdeutschen Grenzverkehr. Jedenfalls fing mit der bevorstehenden Bahnprivatisierung ein umdenken in der Bahnzentrale statt, bereits seit Anfang der 90er scheint dort das Motto zu gelten weniger ist mehr und der Kunde soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Dies galt natürlich auch für diese Strecke. Die Strecke wurde zwar erneuert, also den neuen Geschwindigkeiten der Züge angepasst, aber das Hauptproblem blieb, sie ist eingleisig und nicht elektrifiziert, also quasi ohne Zukunft. Mit etwas guten Willen wäre dies möglich gewesen, aber lieber wollte man große sinnlose Prestigeobjekte bauen. ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken sollten die Städte Deutschlands verbinden und das obwohl der Großteil der Bahnfahrer die Pendler sind und nur Großstädte per ICE verbunden werden, die Fläche bleibt draußen.
Irgendwie hat man den Eindruck, als ob die Bahn nach und nach abgewickelt werden soll.
Immer mehr Strecken wurden stillgelegt, Zugverbindungen gestrichen, die Begründung war immer die gleiche, zu unrentabel seien die Strecken, kaum noch Kunden.  Nur wer an den Kunden vorbeifährt oder sie vergrault, der braucht sich nicht zu wundern, wenn sie wegbleiben.
Nachdem also die Strecke zu einer Nebenstrecke degradiert wurde, wurde die nächste Stufe gezündet, wie überall wurden die Bahnhöfe geschlossen, anfangs musste man die Fahrkarte noch im Zug kaufen, später dann an nichtfunktionierenden Automaten auf dem Bahnhof. Wie gesagt, die Automaten funktionierten nicht immer, was sich bis heute nicht geändert hat, aber damit die verbliebenen Bahnkunden abgeschreckt werden, wurde das wohl unfreundlichste Bahnpersonal auf dieser Strecke eingesetzt, was also hieß, es war eine Nachlösegebühr fällig, sie haben nicht geglaubt, dass die Automaten nicht gingen.

Nachdem dann also dadurch die Gelegenheitsfahrer abgeschreckt wurden, blieben nur noch die Pendler übrig. Seitdem die Bahntochter Elbe-Saale-Bahn den Betrieb übernommen hat, sind kaum noch Schaffner unterwegs, somit stellen die Automaten keinen Hinderungsgrund mehr da. Aber damit auch ja niemand auf die Idee kommt, mit der Bahn zu fahren gilt seit einem Jahr ein völlig katastrophaler Fahrplan, der in diesem Jahr noch schlimmer geworden ist, denn schließlich müssen ja auch die Pendler verschwinden. Früher einmal galt der Stundentakt. der gilt heute teilweise auch noch, nur leider wechselt er im Laufe des Tages mehrfach und das auch innerhalb der Woche. Während der Stundentakt früher für alle 7 Tage galt, muss man sich nun für das Wochenende auf andere Fahrzeiten einrichten. Es ist also nicht mehr möglich seine Uhr nach dem Zug zu stellen, da er immer anders fährt. Scheinbar hatte die Bahn damit seit dem  Fahrplanwechsel im letzten Jahr einen großen Erfolg, denn mit dem letzten Fahrplanwechsel wurden die Zugverbindungen für den Sonntag ausgedünnt. Am Vormittag fährt er nur noch im Zweistundentakt. Nun könnte man zwar sagen, da fährt ja eh kaum jemand, aber derjenige der fahren will, wird somit abgeschreckt und überlegt es sich, ob er überhaupt noch einmal mit der Bahn fahren soll und Werbung wird er auch nicht für sie machen. Nun könnte man ihm ja sagen, er kann doch vorher in den Fahrplan schauen, er würde ja gerne, wenn denn einer erhältlich wäre. Denn außer der Vorveröffentlichung im Internet gibt es keinen. Während in den Jahren vorher, die Zeitung immer noch einen veröffentlicht hatte, war in diesem Jahr dort nichts zu finden. Der Bahnhof in der Kreisstadt hatte selbst nach einer Woche immer noch keinen zum mitnehmen. Was also heißt, jemand der ohne Internetanschluss ist und mit der Bahn fahren will, der muss also erst einmal zum Bahnhof und sich am Aushang den passenden Zug raussuchen. Aber dies geht auch nur, wenn er großes Glück hat und dieser lesbar ist. Er könnte natürlich auch morgens zum Bahnhof gehen und dann einfach auf den Zug warten, irgendwann wird schon einer kommen oder auch nicht, denn wenn die Bahn mit dieser Taktik Erfolg hat, dann wird in spätestens 5 Jahren hier der Personenverkehr eingestellt, denn es fährt ja niemand mehr mit.

Das die Zustände in deutschen Alten- und Pflegeheimen nicht immer die besten sind, dass ist lange bekannt und in Sachsen-Anhalt hat endlich einmal das zuständige Landesverwaltungsamt durchgegriffen und die Schließung eines städtischen Pflegeheimes im Magdeburg zum Jahresende verfügt. Den ganzen Beitrag lesen…

Vor zwei Wochen stand Angela Merkel (CDU) im Bundestag und hat sich selbst und ihre Bundesregierung gefeiert. Der Aufschwung kommt bei den Menschen, ist ihr Fazit nach zwei Jahren Regierungszeit. (siehe Zeit)
Wie dieser Aufschwung aussieht, darüber konnte gestern die Volksstimme berichten.

Allein in Magdeburg wurden an den Tafeln der Stadt bis Oktober 2007, 14.000 Essensportionen an Kindern verteilt, im Vorhjahreszeitraum waren es noch 10.000, also ein plus von 4000 Portionen. Das ist der Aufschwung von dem Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht. Das ist der “Aufschwung” den die Politiker von SPD und CDU gewollt haben und heute stellen sie sich hin und lügen wo es nur geht und wenn der Druck zu groß wird, hauen sie einfach ab, anstatt sich der Wahrheit zu stellen.
Im August versprach Angela Merkel, zusammen mit Franz Müntefering (SPD), eine Anpassung des Hartz-IV Regelsatzes noch im Herbst, jetzt ist bald Weihnachten, doch geschehen ist nichts, angepasst wurden dagegen die Diäten.
Diese Erhöhung hätten unsere Politiker aber erst dann verdient gehabt, wenn sie etwas gegen die Armut im Land unternommen hätten, wenn sie die steigende Inflation und die Abzockmentalität der Energie- und Mineralölkonzerne gestoppt hätten.
Jetzt glauben sie allen ernstes das sie mit ihrer Managergehälterkritik und einer möglichen Obergrenze für Managergehälter, etwas gegen die soziale Ungerechtigkeit unternehmen könnten. Dabei ist doch für einen Menschen der mit 150 Euro im Monat auskommen muss, völlig ohne Belang, ob da ein Manager 2 Millionen im Jahr verdient oder 10 Millionen, denn er muss ja immer noch von 150 Euro leben.
Es ist natürlich moralisch nicht zu vertreten wenn ein Manager den Konzern in die Pleite führt und dann noch eine Millionenabfindung kassiert, aber ist es nicht erst einmal wichtiger etwas gegen die Armut zu unternehmen? Doch dies ist ja nicht gewollt, lieber wird nun eine soziale Gerechtigkeit vorgegaukelt.

Ich hatte ja schon öfters über die teilweise doch recht menschenunwürdige Behandlung von Menschen durch die Behörden berichtet, die immer Montags bei uns in der Volksstimme vorgestellt werden.
Der heutige Fall zeigt einmal mehr, wie menschenunwürdig das von SPD, Grünen und Union verabschiedete Hartz-IV-Gesetz ist.
Es geht dabei um eine Familie die Hartz-IV beziehen muss und für den Sohn dieser Familie hatten die Großeltern eigentlich eine Überraschung geplant, doch dies haben sie ohne die Arge des Landkreises Börde gemacht. Vor einigen Jahren legten die Großeltern für ihren Enkel einen Sparbrief an, auf den Namen des Enkels, aber ohne davon der Familie etwas zu sagen, es sollte halt eine Überraschung zur Volljährigkeit sein. Doch dann kam Gerhard Schröder und mit ihm der mittlerweile wegen Untreue verurteilte Peter Hartz und beide erfanden Hartz-IV. Es dauerte nicht lange bis die Arge durch einen Datenabgleich mitbekommen hat, dass der Sohn der Familie ein bisschen zu viel Geld besitzt und damit über der Bedürftigkeit liegt und somit hat natürlich die Familie den Staat “betrogen” und muss nun das zuviel gezahlte Geld zurückzahlen.
Festzuhalten bleibt dabei, die Familie hat nie etwas von diesem Sparbrief gewusst, es liegt sogar eine eidesstaatliche Versicherung der Großmutter vor und wenn man den Sparbrief auf die gesamte Bedarfsgemeinschaft aufteilen würde, lägen sie nicht über den Freibetrag, aber dies sieht das Sozialgesetzbuch nicht vor.
Festzuhalten bleibt ebenfalls, Familien die Hartz-IV beziehen, leben unter der in der EU geltenden Armutsgrenze und nun wird dieser Familie noch mehr Geld abgezogen, obwohl sie genau genommen nicht einmal über den laut Gesetz zulässigen Freibetrag liegt. Trotz des Sparbriefes bleibt die Familie auch weiterhin bedürftig, es handelt sich also auch nicht um einen sehr großen Betrag.
Was sagt uns das? Man kann also wirklich nur Eltern oder Großeltern raten, wenn sie ihren Kindern oder Enkeln etwas Geld schenken wollen, macht es nur in bar und lasst es niemanden wissen. Dies gilt gerade jetzt, wo Weihnachten vor der Tür steht. Denn hier schauen die Ämter sehr genau hin, denn wer arm ist, darf auch nicht viel geschenkt bekommen und wehe ein Kind bekommt zuviel. Jedes Geschenk, gerade Geldgeschenke gelten als Einkommen und Vermögen und werden sofort wieder von Hartz-IV abgezogen, sobald es die zulässige Grenze überschreitet und damit auch ja kein Kind aus sozialschwachen Familien Gefahr läuft ein glückliches Weihnachten zu erleben, sind die Grenzen sehr niedrig angesetzt. Das ist Hartz-IV.

Als ich heute früh so beim Frühstück durch die Zeitung blätterte, ist es mir richtig anders geworden und es hat mir die Sprache verschlagen.

Wie jeden Montag versucht der Leseranwalt unserer Tageszeitung Hilfesuchenden zu helfen und heute ging es um einen Fall der mich sprachlos werden ließ, vor allen ein Vorschlag der AOK ließ mich sprachlos werden. (artikel online nicht verfügbar)
Es geht dabei um ein schwer krankes Kind, welches nicht mehr laufen kann und deshalb einen speziellen Buggy braucht. Das Kind leidet unter der schweren Stoffwechselkrankheit Mukopolysaccharidose und kann sich deshalb kaum noch bewegen. Zudem leidet der Junge auch noch unter Hyperaktivität.
Die Eltern haben deshalb bei der AOK diesen Buggy beantragt und die Kostenübernahme wurde abgelehnt da er noch laufen kann, so die AOK, was aber nicht stimmt. Doch diese Ablehnung hat mir noch nicht die Sprache verschlagen, sondern der Vorschlag der AOK was die Eltern wegen der Hyperaktivität tun sollen. Ihnen wurde vorgeschlagen das sie handelsübliche Mittel, wie ein Geschirr oder eine Leine verwenden sollen und ihren Sohn somit jederzeit unter Kontrolle haben. Also da ist er mir dann wirklich schlecht geworden.
Menschen die unter ein psychischen Erkrankung leiden und deshalb einer ständigen Betreuung bedürfen, sollen einfach mal so angeleint werden, dass kann doch irgendwie nicht wahr sein.
Zum Glück konnte die Volksstimme der Familie helfen und sie bekommt den Buggy bezahlt.
Aber ich frage mich wirklich wo wir eigentlich leben. Tag für Tag wird vom christlichen Glauben und den Wertevorstellungen geredet und das sie so wichtig sind und man möchte ihn sogar per Verfassung in Europa festschreiben. Doch wenn es darum geht nach diesen Werten zu leben, dann ist Geld wichtiger. Geld ist wichtiger als die Würde eines Menschen, dass ist die Realität in diesem Land.

Ich frage mich auch wie oft es eigentlich schon den Vorschlag mit der Leine gegeben hat.
Und ich frage mich wie viele Menschen sich auch weiterhin Hilfe bei den Anwälten und den Medien holen müssen, weil den Versicherungen der Profit wichtiger als alles andere ist, dies gilt auch für die Krankenversicherungen, nur hier wird es von der Politik so verordnet.

Ab und zu fahre ich bei uns auf der B 189 entlang, sie verläuft von Magdeburg aus Richtung Norden, quer durch die Altmark und bietet eine gute Verbindung nach Schwerin und auch zur Ostsee.
Irgendwann kamen einige Politiker auf die Idee, dass dort eine Autobahn langführen müsse, da diese Straße sehr stark befahren ist und durch eine Autobahn die Region einen wirtschaftlichen Aufschwung erhalten würde. Kosten würden das den Steuerzahler einige Milliarden Euro. Den ganzen Beitrag lesen…

Seit einiger Zeit ist die Sportwelt in Magdeburg nicht mehr das was sie einmal war und immer mehr erhärtet sich bei mir der Verdacht das mit aller Macht versucht wird den Sport in Magdeburg kaputt zu machen. Wer daran Interesse hat keine Ahnung, aber für mich sieht es so aus.

Jahrelang galt Magdeburg als Hochburg des Leistungssport, im Handball sehr erfolgreich, erfolgreiche Leichtathleten, Schwimmer, Ruderer, Kanufahrer usw. Magdeburg ist Sitz eines Olympiastützpunktes und dies hat man wie eigentlich kaum eine weitere Stadt in Deutschland genutzt und aktiv eine gute Nachwuchsarbeit betrieben. Doch dann kam die dubiose Affäre um Leichtathletiktrainer Thomas Springstein, er wurde wegen Doping an Minderjährigen verurteilt, dies war ein harter Schlag für den Sport und den Olympiastützpunkt. Doch dabei blieb es nicht, im Frühjahr 2007 ging es weiter mit einmal stand der Macher des Ganzen in der Schusslinie. Der Leiter des Stützpunktes und Manager der Handballer, Bernd-Uwe Hildebrandt war mit einmal zum Buhmann für alle geworden. Ihm wurde Untreue, Steuerhinterziehung, Betrug, Bestechlichkeit, einfach alles mögliche vorgeworfen. Das Ende vom Lied kam ganz schnell, er trat von allen Posten zurück. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass bis heute die Staatsanwaltschaft ihm nichts der ihm vorgeworfenen Taten nachweisen konnte und mit jeder nicht nachweisbaren Tat, wurde ihm etwas neues vorgeworfen. Ganz eifrig war dabei das neue Präsidium des SCM, seit einem Jahr im Amt und von Anfang auf Konfrontationskurs mit Hildebrandt. Zweites Ende vom Lied, kurz nach dem Hildebrandt weg war, begann der Ausverkauf des SCM, heute dümpelt man im Mittelfeld der Liga.
Aber nicht nur beim SCM stand er in der Schusslinie, denn schließlich war Hildebrandt auch noch Leiter des Olympiastützpunktes, also wurde auch dort frühzeitig nach Fehlern gesucht und es wurden auch sofort welche gefunden, die alle samt im Nachhinein haltlos waren. Auch deshalb war die Klage von Hildebrandt erfolgreich und die Kündigung seines Vertragsverhältnisses wurde vom Arbeitsgericht in der letzten Woche für nicht rechtens erklärt. Der Richter beanstandete sehr wohl die Praxis von Hildebrandt, die durchaus kritikwürdig ist, sah darin aber keinen Kündigungsgrund.

Ja und was muss ich heute früh in der Zeitung lesen? Schon hat man etwas neues gefunden was ihm vorgeworfen wird, vielleicht sogar mal etwas womit man Erfolg haben könnte, denn wer suchet der findet. Bernd-Uwe Hildebrandt hat in Magdeburg den Reitclub Herrenkrug e.V. aufgebaut und dorthin sind sehr hohe Summen an Fördermitteln geflossen und da wird es dann dubios, denn die Gemeinnützigkeit des Vereins wird in Frage gestellt, denn dieser wirbt für einen kommerziellen Zuchthof, der wie es der Zufall so wie, die gleich Adresse wie Hildebrandt hat. Dies beanstandet der Rechnungshof. (siehe Volksstimme)
Wo sich mir aber die Frage stellt, ob es Vereinen nicht mehr erlaubt ist nach Sponsoren zu suchen und in vielen Vereinen sind auch Unternehmer Mitglieder, die dann dort für sich werben, so auch auf Internetseiten. Dann wird auch ganz vergessen das ja irgendwo die Pferde herkommen müssen, denn ein Reitverein ohne Pferde ist kein Reitverein und wenn sie der Vorsitzende stellt und gleichzeitig damit Werbung für seine Zucht macht, so mag das zwar moralisch nicht ganz korrekt sein, aber es ist keine Straftat.
Jedenfalls ist es schon sehr merkwürdig welch Aktionismus hier betrieben wird, kaum scheitert man mit der einen Sache, schon wird etwas neues hervorgeholt, ich frage mich nur warum?

Im neuen Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) passiert gerade etwas, was für andere Landkreise als warnendes Beispiel gelten sollte, jedenfalls für die Landkreise die immer noch im Besitz eines Krankenhauses sind.
Der alte Bördekreis besaß zum Beispiel ein Kreiskrankenhaus und dieses sollte privatisiert werden. Vorher wurde es aber noch für mehr als 20 Millionen Euro modernisiert. Ohne großen Widerstand wurde es anschließend für 1,5 Millionen Euro (!!!) an die Medigreif-Unternehmensruppe veräußert und dies ohne einen Schutz für die Mitarbeiter zu vereinbaren. Medigreif hat dieses Krankenhaus in Neindorf quasi geschenkt bekommen und jetzt sagt das Unternehmen, damit der Betrieb wirtschaftlich gesichert ist, müssen Mitarbeiter entlassen werden. Somit erhielten 53 MitarbeiterInnen ihre Kündigung. Die meisten sind davon Frauen ab 45 Jahre, welche Perspektive für die Zukunft sie haben ist klar, Hartz-IV wartet auf sie. (siehe Volksstimme)
Angeblich soll auch der Versorgungsauftrag gesichert sein, wie dies mit 53 Leuten weniger geschehen soll, ist mir ein Rätsel, da anscheinend bereits jetzt das Personal kaum ausreicht.
Nach dieser Ankündigung der Massenentlassung geht im zweiten Kreiskrankenhaus die Sorge um, dass es auch dort zu Massenentlassungen kommen wird. Der ehemalige Ohrekreis hatte vor kurzen sein Ohrekreisklinikikum an die Sana-Gruppe verkauft. Dabei gab es aber erheblichen Widerstand von einer Bürgerinitiative und der Linkspartei, dadurch konnte wenigstens ein Kündigungsschutz bis 2010 vereinbart werden. Doch was kommt nach 2010?
Denn bereits bei den Verhandlungen wollte Sana die Beschäftigungsgarantie nur bei einem gleichzeitigen Gehaltsverzicht zustimmen, somit dürfte eigentlich allen klar sein, dass ab 2010 massiv Mitarbeiter abgebaut werden. Zu Lasten der Patienten, der Gesundheitsversorgung und zu Lasten der Mitarbeiter.
Vielleicht sollte man doch einmal darüber nachdenken was wichtiger ist, Geld oder Menschenleben. Das Gesundheitssystem gehört nicht in die Hände von Privaten, die damit nur Geld verdienen wollen, es ist ein Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und gehört somit in die öffentliche Hand.

und diesen Sommer nicht übers Wetter schimpfen.
In den ersten Tagen dieser Woche habe ich tapfer durchgehalten, doch nun kann ich nicht mehr. Drei Grad weniger drinnen wie draußen, wären mir ganz lieb.
29 Grad hier bei seit einer Woche sind mir und meinen PC zuviel.

Soviel, dass ich mich nicht einmal über den Arzt aufregen konnte der seine Patienten im Stich gelassen hat, obwohl ich ihn durchaus verstehen kann. Denn wer in diesem Land Arzt wird, der muss ein Fan von SM sein. Die Praxisschliessung in Möckern (Sachsen-Anhalt) war erst der Anfang, da werden bald noch mehr kommen, doch die Bundesgesundheitsministerin, die Bundeskanzlerin, die Chefs der Krankenkassen und der Pharmalobby werden darüber nur lachen, sie sind abgesichert und können unser Gesundheitssystem weiter ausbluten und sterben lassen.