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Für einen Adventssonntag habe ich heute eigentlich viel erlebt und unternommen.

Weil ab heute die Elbe-Saale Bahn unser Streckennetz betreibt, gab es ein quasi Eröffnungsangebot. Für 1 Euro durfte jeder mit der Bahn fahren, der Preis galt für die Hin- und Rückfahrt und sorgte somit natürlich für volle Züge.
Ich ließ mir so etwas natürlich nicht entgehen und fuhr ebenfalls mit der Bahn und zwar nach Magdeburg zum Weihnachtsmarkt.

Also nachdem ich ja gestern den Markt in Quedlinburg gesehen habe, muss ich einfach sagen, ich bin irgendwie maßlos enttäuscht. Er mag zwar schön aussehen, aber für mich hat der Markt kein Niveau. Eine Essensbude nebeneinander, dazwischen Losbuden und dann Buden mit irgendwelchen Schrapel.
Das ist jetzt mein dritter Weihnachtsmarkt, den ich besucht habe und es ist der schlechteste von allen.
In Quedlinburg gab es auch sehr viel zu Essen, vor allen soviel leckere Sachen und alles verschieden und teilweise handgemacht. Aber hier überall Grünkohl, Bratwurst oder Leber. Der ganze Markt roch nur nach Leber. Dazwischen dann Buden mit Tünef. Also wenn der Markt nicht weihnachtlich geschmückt gewesen wäre, dann hätte ich gedacht, es ist Rummel oder so.
Außerdem war es viel zu eng, nach dem Motto es müssen so viele Buden wie nur möglich untergebracht werden. Das hat wirklich keinen Flair und ist in meinen Augen nur billig und irgendwie nach dem Motto wir wollen nur dein Geld und weiter nix. Das wollen zwar die anderen Märkte auch, aber da wird wenigstens was geboten. Und zwar für alle Sinne die der Mensch hat.
Da ja heute bei uns verkaufsoffener Sonntag ist, habe ich auch noch in einige Geschäfte reingeschaut und ich musste mich wieder aufregen und habe erst einmal eine Verkäuferin in Gange gebracht. Die hatten dort wunderschönes Konfekt, in einer genauso schönen Verpackung, verschiedene Sorten und natürlich auch zu einem sehr “schönem” Preis. Aber für diesen Preis kann ich eigentlich Konfekt erwarten, welches in einem einwandfreien Zustand ist, da möchte ich keine Verpackungen haben, die offen sind, oder wo die Pralinen scheinbar durch die Gegend gekullert sind. Das habe ich sofort bemängelt und gefragt ob sie damit Fußball gespielt haben. Die Antwort, dass bekommen wir schon so geliefert. Also wenn ich das so geliefert bekommen würde, da würde ich die Annahme verweigern. Ende vom Lied sie nahm dann die schlimmste Schachtel vom Regal und verschwand damit. Ich verschwand natürlich auch, denn sowas will ich nicht kaufen.

Was mir dagegen gefallen hat, dass war der Bahnhof, eine Kapelle begrüßte im Tunnel die Gäste, oben war ein kleines Weihnachtsdorf aufgebaut, mit Weihnachtsmann und so. Ein Frauenchor sang Weihnachtslieder. Da muss ich mal die Bahn loben, sie haben sich im Gegensatz zur Stadt richtig viel Mühe gegeben.

Gestern war ich in Quedlinburg auf dem Weihnachtsmarkt und ich kann nur sagen, man muss einfach mal dort gewesen sein.

Also falls ihr nächstes Adventswochenende noch nicht wisst, was ihr unternehmen wollt, dann schaut einfach dort vorbei. Richtig beschreiben lässt er sich, es war einfach nur klasse. Zumal an diesem Wochenende und ich glaube auch am nächsten der “Advent in den Höfen” stattfindet und der ist einfach nur unbeschreiblich schön. Über 20 Hinterhöfe sind festlich geschmückt und dort stehen kleine Buden und Verkaufsstände, an jeder gibt es was leckeres zu Essen und zu bestaunen. Der einzige Nachteil, dass Angebot ist so riesig und so schön, dass man gar nicht weiß was man mitnehmen soll. Unter Platzangst oder ähnlichen solltet ihr natürlich nicht leiden, denn es war voll. So viele Menschen habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, teilweise war es nur noch ein nach vorne Geschiebe.

Auf dem Weg zurück zu meinem Auto bin ich noch über einen Teeladen gestolpert und da ich gerne Tee trinke, musste ich dort natürlich reinschauen, aber bereits als ich in der Tür stand, vergass ich was ich dort eigentlich wollte, denn für mich eröffnete sich das Paradies. Zotterschokolade in allen Variationen, ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte. Mit einem Beutel voller Schokolade und einem Schokoladenbuch verließ ich dann wieder den Laden. Ich bekomme die einfach bei uns nicht und durch Zufall stolpere ich über sie, obwohl ich schon zu Hause so ein Gefühl hatte, dass ich sie bekommen werde. Der Ladenchef war zwar nun glücklich, dass er einiges verdient hat, aber traurig darüber das sein Vorrat nun dahin war. Er sagte mir nämlich noch, dass er selber kaum noch Schokolade bekommt und nun war es deutlich zu sehen.

Was ich noch sagen kann, falls einer von Euch auf dem Weihnachtsmarkt vorbeischauen möchte, fahrt früh los. Ich war bereits kurz nach zehn da und nur wenige Minuten später war dieser Parkplatz voll. Es sollen zwar ausreichend Parkplätze vorhanden sein, aber das kann sich dann doch schon zu einem kleinen Gedulds- und Suchspiel entwickeln.

So und nun noch zwei Bilder.

Das ist der Eingang zu einem der Höfe.

Und hier eine kleine Hinterhofgasse.

Ich war vorhin noch mal draußen an der frischen Luft und das tat wirklich gut, kann ich nur empfehlen.

Da ihr aber vielleicht nicht alle einen Wald vor der Haustür habt, habe ich ein Bild mitgebracht (und jetzt will ich wieder hören, dass ist sehr nett/lieb von dir).

So ganz alleine durch dem Wald zu wandern, dass kann wirklich erholsam sein, denn so sieht und hört man wenigstens einiges, was einigen anderen Zeitgenossen, die ebenfalls auf Wanderschaft sind, entgeht. Laut erzählend und so einparfümiert, dass es für 100 Leute reicht, dass verjagt selbst die Käfer. Mir kam im Wald eine kleine Gruppe entgegen, also die hatte ich schon aus zwei Kilometer Entfernung gehört und etwas später auch gerochen und im Wald verstummten sofort alle Vögel.

Nun aber das Bild, ein kleines bisschen habe ich es aber heute wieder bearbeitet, damit es noch etwas besser wirkt.

So mit etwas Verspätung kann ich also meinen Bericht vom gestrigen Wandertag inkl. Bilder nachliefern.

Gestern fuhr ich in den Wörlitzer Park, für alle die noch nie etwas von diesem Park gehört haben, dass ist ungefähr Park Sanssouci und der Spreewald zusammen, nur etwas kleiner. Also viel Park und viel Wasser. Den ganzen Beitrag lesen…

Tja, die Pause wurde dann doch etwas länger als geplant.
Da ging mir doch gestern meine Maus kaputt und dann saß ich da. :cry:

Zwei Tage musstet ihr euch gedulden, aber nun ist es soweit, ich werde euch ganz kurz berichten, wo ich an einem sehr frühen Morgen in dieser Woche war.

Und zwar bin ich am Mittwoch zu einer Zeit, wo sich der ein oder andere vielleicht gerade ins Bett legt, aufgestanden und in den Drömling gefahren. Der Drömling ist die nördlichste Region meines Landkreises und seit ein paar Jahren Naturpark und stellenweise absolutes Naturschutzgebiet, wo der Mensch nix zu suchen hat.

Dadurch ist es gelungen, dass sich ehemals heimische Tiere wieder ansiedeln konnten, darunter Biber, Fischotter, Sumpfschildkröten, Schreiadler und Schwarzstörche. Aber nicht nur diese Tiere leben sondern auch noch viele andere teilweise sehr seltene Tiere und Pflanzen.

Der gesamte Drömling ist eigentlich eine sehr feuchte Landschaft, ehemaliges Sumpf und Moorgebiet und im Laufe der Jahrhunderte vom Menschen bewohnbar gemacht. Das ging aber nur durch einige hundert kleinerer Kanäle. Diese sind heute noch vorhanden und zum Lebensraum dieser seltenen Tier- und Pflanzenarten geworden. Dann fließt durch den Drömling auch noch die Ohre und die Aller.

Ja und die Ohre (die nebenbei gesagt auch bei uns langfließt) habe ich besucht.

Aber genug der langen Vorrede, ich fuhr also schön früh morgens los. So langsam stiegen bereits die Nebelschwaden auf, es sah also schon bei uns sehr malerisch aus. Nach einer guten Stunde Fahrtzeit erreichte ich dann mein Ziel, ich musste dann zwar noch ein Weile suchen wo ein Weg ist, aber auch der war dann doch recht bald gefunden. Nur dann stand ich vor dem nächsten Problem, wohin mit meinem Auto, denn der Weg war ziemlich eng und die Einfahrt noch enger. Nach einigen Rangierversuchen, hatte ich es dann in eine Position gebracht, wo noch jemand durchkommen sollte, so er es denn muss. Ich stieg aus mein Auto aus und auf der anderen Uferseite flog ein Eisvogel vorbei. Also der Tag begann schon mal gut. Aber wie gesagt er flog vorbei, also nix mit Foto. Den ganzen Beitrag lesen…

Um Euch etwas zu foltern, gibt es schon einmal eine Vorschau zum Wochenende. Denn dann wird es wieder einen Ausflugsbericht inkl. Bilderchen geben.

Das Bild ist gestern früh enstanden.

Wo ich war und was ich alles gesehen habe und nicht gesehen habe, dass erfahrt ihr aber erst in zwei Tagen.

Ich weiß, manchmal kann ich auch richtig gemein sein. ;)

Wie von mir angekündigt, habe ich heute ein sonst für die Öffentlichkeit geschlossenes Bauwerk besucht. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Rittergut. Später war es dann ein Gutshof und zum Schluß Volksgut und nach der Wende dem Verfall preisgegeben. Bis dann vor ein paar Jahren eine engagierte junge Familie den Mut hatte, dieses Gut wieder aufzubauen und zu ihrer neuen Heimat werden zu lassen.

Sie haben sich dort ein schönes großes Wohnhaus gebaut und mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Es nimmt so langsam Gestalt an.

Für mich war dieser Besuch eine Reise in eine Zeit zurück, die ich nur vom Erzählen her kannte. Ich stand heute zum zweiten Mal überhaupt, in der Wohnstube, in der Küche und in der Schlafstube meiner Großeltern. Jedenfalls, was davon übrig geblieben ist, denn mittlerweile wurde viel umgebaut.

Fotos habe ich viele gemacht, aber dieses Mal gibt es keines zu sehen. Zumal auf den meisten Verwandte und Bekannte drauf sind und ein paar Sachen müssen dann doch nicht unbedingt frei zugänglich gezeigt werden.

Es war jedenfalls ein schöner Tag, mit vielen Erinnerungen, die ich eigentlich immer habe, wenn ich in diesem Dorf bin. Denn als Kind war ich schon ab und an dort gewesen. Meine Großeltern haben zwar nicht mehr im Dorf gewohnt, aber ein paar Verwandte schon.

Tagsüber war es einfach herrlich. Ich streifte überall herum, am schönsten fand ich es immer wenn mein Opa mit dabei war und er mir die Geschichten von früher erzählte. Oder wenn wir als Kinder überall rumtollten und spielten, da gab es keine Grenzen nix, wir rannten in den Wald, über denn Acker oder spielten einfach nur so auf dem Hof. Besuchten die Hühner, die Schweine usw. es war einfach wunderschön. Nur nachts wurde es für mich unheimlich, ab und an kam es dann doch mal vor, dass wir über Nacht blieben und wenn ich alleine war es einfach grusselig, zu zweit ging es ja noch, da machten wir uns dann zwar gegenseitig Angst, aber es ging. Aber alleine in einem dunklen Zimmer, in riesigen Betten. Und wenn dann jemand die Treppe hochkam, dass dann knarschte immer so, dass war richtig unheimlich.

Aber zurück in die Gegenwart, es war ein wirklich schöner Tag, der Himmel lachte, es gab Kaffee und lecker Kuchen, es war eine nette Abwechslung.

Wie versprochen wird der Hase, welcher mir im Wald über den Weg lief, jetzt nachgereicht.

Heute früh bin ich gleich nach dem Frühstück in den Wald gefahren. Solltet ihr auch mal machen, kann ich nur empfehlen. Die Luft ist noch schön klar und alles ist so ruhig.

Nur die Bewohner des Waldes sind zu hören und ab und zu raschelt hier und da ein Blatt im Wind.

Ich wanderte also durch so einen Wald, dass ich der erste war, dass konnte ich auch dadurch feststellen, dass ich immer wieder in die Netze von Spinnen lief. Die haben quer über den Weg ihre Fäden gezogen, fürchterlich sag ich. Du rennst da rein und hast alles am Kopf, dann versuchst du das abzumachen und es nimmt keine Ende. Aber davon ließ ich mich nicht aufhalten. Den ganzen Beitrag lesen…