Der Linksbote » Beim nächsten Mal ist das Geschrei wieder groß
Beim nächsten Mal ist das Geschrei wieder groß
Als im vergangenen Jahr gleich tonnenweise Gammelfleisch gefunden wurde, war das Geschrei groß es wurde sofortige Abhilfe versprochen, nie wieder sollte so etwas passieren.
Vor ein paar Wochen war es dann wieder soweit und das Gammelfleisch war da.
Gleiches Spiel, gleiches Muster, jeder schiebt die Schuld auf den anderen, aber alle versprechen sie Besserung. Mehr Kontrollen sollte es geben, versprochen werden die schon seit einem Jahr.
Doch was ist passiert? Nix, es gibt nicht mehr Kontrollen. Nur Nordrhein-Westfalen hat reagiert und will die Zahl seiner Kontrolleure verdoppeln und Bremen stellt einen einzigen zusätzlichen Kontrolleur ein. Alle anderen Bundesländer, lassen alles beim Alten, wie die Berliner Zeitung erfuhr.
Super sag ich da nur. Bald wird wieder verdorbenes Fleisch entdeckt und dann weisen die Bundesländer die Verantwortung weit von sich. Dabei bräuchten sie nur mehr Kontrolleure einstellen, aber das kostet ja Geld und was zählt da dann schon ein Menschenleben.


6 Kommentare
1. njus schrieb am 10th Oktober 2006 um 14:00 :
Es ist ja nicht ohne Grund, dass Döner, Chicken Nuggets und Hamburger aus Pressfleisch (Fachsprache Formfleisch) bestehen. Man muss nur im Supermarkt die Kilo-Preise für echtes Fleisch (> 6 Euro) und für Pressfleisch (~2,50-30 Euro z.b. tiefgefrorene Hamburger vergleichen). Allein durch den Preisvergleich sieht man ja, dass Pressfleisch weniger als 50% normales Fleisch enthält.
Viele Leute sollten einfach mal lernen den Unterschied zwischen echtem und Formfleisch zu schmecken, Formfleisch besteht im wesentlichen aus Resten. Offiziell muss das 50% Fleisch sein, nur wenn es denn so wäre könnte der Preis ja niemals niedriger als 50% liegen. Hier mal die Unterschiede
Kochschinken versus Imitat
=> http://www.laves.niedersachsen.de/master/C6314289_N7351364_L20_D0_I826.html
Eigentlich ein Fall für den Verbraucherschutz, denn der Kunde bekommt Fleisch angedreht das eigentlich keines ist, sondern im wesentlichen aus schlachtresten besteht die man zu fleisch-stückchen zusammenbaut.
2. dante schrieb am 10th Oktober 2006 um 18:52 :
Da kann ich njur nur zustimmen.
Vor einigen Wochen habe ich Kochschinken eines Billiganbieters — “NEIN” — eines günstigen Anbieters gekauft. Noch bevor ich den Geschmack des Produktes erschmecken konnte, hat mir die Konsistenz einen Brechreiz beschert -> Ausgespuckt. Dabei hatten die mal was besseres im Angebot.
So überleben wir Menschen nie!
Frust
dante
3. doerfler schrieb am 10th Oktober 2006 um 19:30 :
@njus: Formfleisch ist aber nicht Formfleisch. Es gibt auch noch gute Anbieter. Aber leider werden es immer weniger.
@dante: Viele kaufen ihn, denn er ist billiger.
4. xyzet schrieb am 11th Oktober 2006 um 08:47 :
im allgemeine hilft es ja schon für den eigengebrauch, etwas teueres fleisch zu kaufen, allerdings ist ja heutzutage nichtmal da mehr sichere qualität zu bekommen.
und @njus: döner ist auch nicht gleich döner aber wenn man einen laden sieht der diesen für 1 euro anbietet, dann sollte man eigentlich schon rein aus instinkt einen weiten bogen drum machen, wobei aber teurere döner nicht unbedingt besser sein müssen.
5. Mein Parteibuch&hellip schrieb am 24th Oktober 2006 um 02:19 :
Tips für Unternehmer zum Web 2.0 und PR-Agenturen…
Unternehmer wird in letzter Zeit des öfteren von PR-Agenturen empfohlen, sie mit der Kommunikation im Web 2.0, also beispielsweise dem Betreiben eines absatzfördernden Blogs, zu beauftragen. Bereits der Ansatz ist unehrlich und zum Scheitern verurte…..
6. Mein Parteibuch » T&hellip schrieb am 24th Oktober 2006 um 09:35 :
[…] Mir ist klar, dass ethisches Verhalten für 99,9% aller Unternehmen nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass sie ihr komplettes Geschäftsgebahren auf den Kopf stellen. Ich möchte Ihnen als Unternehmer trotzdem nahelegen, sich anständig zu verhalten. Hören Sie damit auf Kunden über den Tisch zu ziehen, Betriebsräte unter Druck zu setzen oder wie bei Volkswagen zu korrumpieren, Politiker zu schmieren, Menschen mit unerwünschten Telefonanrufen zu belästigen, Mitarbeiter zu mobben, schlechte Ware in den Markt zu drücken, illegale Preisabsprachen zu treffen, die Umwelt mehr als notwendig zu schädigen, lobhudelnde Medienbeiträge zu bestellen, dümmliche und verlogene Werbekampagnen zu fahren und Aktionäre abzuzocken. Erinnern Sie sich noch an so Dinge wie Unternehmensethik oder Unternehmenskultur, wo Sie im Studium immer nur halbherzig dabei waren, weil Sie gedacht haben, das würde nie wichtig werden? Nein? Wenn Sie die Grundregeln des menschlichen Anstandes schon nicht beherrschen, dann sollten Sie sich aber daran erinnern. […]
Gib deinen Kommentar ab