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Das ist erst der Anfang die zweite

Nachdem ich gestern bereits von doch recht erschreckenden Bildern bei einer Augenarztpraxiseröffnung in Ascherleben (Sachsen-Anhalt) berichtet habe, könnt ihr euch heute selber ein Bild davon machen, denn in der Volksstimme ist eines von der schon mehr als langen Schlange zu sehen. Die ersten standen bereits morgens um 5 Uhr vor der Praxis an um einen Termin zu ergattern. Um das Bild in groß sehen zu können, einfach auf das kleine klicken.

In ganz Sachsen-Anhalt sind mittlerweile 40 Facharztstellen unbesetzt, berichtet heute die Mitteldeutsche Zeitung und es kommen bald weitere hinzu, denn die Ärzte werden alle älter und finden keine Nachfolger. Denn wer heute hier Arzt werden möchte muss schon leicht sadomasochistisch veranlagt sein, denn sonst würde er es nicht einen Monat aushalten. Die Budgetierung sorgt dafür, dass kaum noch ein Arzt seine Patienten behandeln kann, nach einem Monat ist das Geld was für ein ganzes Quartal reichen muss weg und wer dann als Arzt seinem Eid nachkommt und die Patienten behandelt, steht mit einem Bein im Gefängnis, da er sein Budget überschritten hat und persönlich dafür haften muss. Was zuviel ausgegeben wurde, muss er zurückzahlen oder er arbeitet kostenlos und ist dann ebenfalls pleite. Bleibt ihm also nur eine Möglichkeit, er behandelt nur noch Privatpatienten und somit sehen Kassenpatienten alt aus. Nur wer Geld hat, wird in Zukunft hier medizinisch vernünftig versorgt werden.
Wie lange der Augenarzt in Aschersleben praktizieren wird, steht auch in den Sternen, er ist bereits 64 Jahre alt und befand sich schon im Ruhestand.

Man kann das alles kurz zusammen fassen, in Sachsen-Anhalt, aber auch in anderen Bundesländern, steht die medizinische Versorgung kurz vor dem Zusammenbruch und die Bundespolitik ignoriert dieses Problem, es wird einfach schön geredet.

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