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Per Videoüberwachung nach Kundin gesucht

Eigentlich ist diese Meldung richtig passend zur Karnevalszeit, weil sie einfach zu unglaublich klingt.
Die Stuttgarter Volksbank in Degerloch hat mit Hilfe der Videoüberwachung nach einer Kundin gefahndet, deren Tochter den Innenraum der Bank verschmutzt hat.
Die dreijährige Tochter war zuvor, von der Mutter unbemerkt, in einen Hundehaufen getreten, als die Mutter dies in der Bank bemerkte, hatte sie sofort die Tochter nach draußen gebracht, um den Schuh zu reinigen und in der Hektik, da sie noch einen Arzttermin hatte, vergessen am Schalter bescheid zu sagen.  (siehe Stuttgarter Nachrichten)
Die Bank bemerkte die Verschmutzung und leitete anscheinend eine interne Großfahndung ein. Sie kontrollierte die Bilder der Videoüberwachung um den Verschmutzer festzustellen und nachdem dies geschehen war, suchte sie die Daten der Frau heraus, um ihr eine Rechnung über 52,96 Euro zusenden zu können.  Die Volksbank hatte zum reinigen einen Handwerker gerufen, der eine Stunde gebraucht haben soll um alles zu reinigen.
Das muss aber ein sehr großer Haufen gewesen.

Mittlerweile überprüft die Aufsichtsbehörde für Datenschutz im Stuttgarter Innenministerium den Fall, denn für die Datenschützer stellt sich die Frage ob die Bank überhaupt berechtigt war auf die Videobänder zurückzugreifen, da diese nur zur Aufklärung einer Straftat kontrolliert werden dürfen und das unbeabsichtigte hereinbringen von Hundehäufchen durch Kleinkinder gehört mit Sicherheit nicht dazu.

2 Kommentare

  • 1. ela schrieb am 6th February 2008 um 11:52 :

    rest witzlos das ganze, ich bin sicher das da am Tag jede Menge Dreck in der Bank landet.
    Außerdem sieht man dann mal wie “toll ” die Cams genutzt werden

  • 2. doerfler schrieb am 6th February 2008 um 12:57 :

    @ela: Jeder Raum, wo Besucherverkehr ist wird nun mal verschmutzt und wenn es so ist, wie es in der Zeitung steht, dann waren nur der normale Boden verschmutzt und das lässt sich leicht abwischen, da braucht kein Handwerker eine Stunde lang sitzen.
    Ja und Du sagst es, da sieht man mal wofür die ganzen Kameras verwendet werden und die Banken sind da kein Einzelfall. Die Kameras sind da um eine Straftat aufzuklären, doch wenn sie sogar schon in einer Bank missbraucht werden, wie soll es dann erst im öffentlichen Raum sein?

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