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Tief durchatmen

Genau das musste ich eben und nicht nur einmal, als ich einen Artikel in Der Zeit. über die erste europäische Sammelabschiebung gelesen habe. Der ist nichts für schwache Nerven und zeigt wie unmenschlich das System der Abschiebung ist, hier werden Menschenrechte mit den Füßen getreten, Familien werden auseinander gerissen, junge Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, für die Deutschland das Heimatland ist, die sich nichts zu schulden kommen lassen haben, müssen mit einmal über Nacht das Land verlassen, in ein Land wo sie in bitterster Armut leben, wo sie lebensgefährlichen Krankheiten ausgesetzt sind, wo sie der täglichen Gewalt ausgeliefert sind und Angst um ihr Leben haben müssen. Dies alles wird dann auch noch von Wolfgang Schäuble und dem Hamburger Innensenator Udo Nagel gutheißen.
Ich kann nur sagen, lest euch den Artikel durch, er geht unter die Haut und er zeigt den neuen Alltag in der europäischen und deutschen Abschiebepraxis.

2 Kommentare

  • 1. eule70 schrieb am 16th January 2008 um 00:57 :

    Ich habs durchgelesen.
    Was denkt man sich eigentlich in Europa? Glaubt man, mit dieser Art Anstrengungen die Hunger-Migration aus Afrika auf Dauer aufhalten zu können? Wann wird man endlich begreifen, dass nur eine gründliche weltweite Güterumverteilung bewirken kann, dass die Menschen in ihrer Heimat bleiben, weil sie dort ihr Auskommen und Zukunftchancen haben?

  • 2. doerfler schrieb am 17th January 2008 um 09:32 :

    @eule70: Du sagst es, wir müssen endlich damit anfangen den Menschen dort unten zu helfen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie endlich in stabilen Staaten leben, Staaten die eine Zukunft haben, wirtschaftlich wie politisch und das ohne Krieg und Korruption. Aber lieber beuten wir sie aus und produzieren so noch sehr viele dieser Schicksale.
    Das schlimme dabei ist, es kann mal sehr böse enden. Wenn sich die der Großteil der Afrikaner auf den Weg Richtung Europa macht, dann können wir nur noch beten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir helfen und es zu einer Güterumverteilung kommt. Wir haben hier mehr als genug, dann können wir auch etwas abgeben.

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