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Das macht mich schon mehr wie wütend

Lange habe ich überlegt ob ich über etwas schreibe, was ich gestern bei uns in der Zeitung gelesen habe, es ist ein unglaublicher Vorgang, der mich wirklich zum kochen bringt und ich lieber nur den Artikel hier verlinke, als noch meinen Senf dazu zu geben, denn sonst schreibe ich etwas falsches, lest es einfach selber.

Hier geht zum Artikel in der Volksstimme.

4 Kommentare

  • 1. Verbindulix schrieb am 13th January 2008 um 17:28 :

    Das des eindeutig die Folgen der Reformierung des Gesundheitswesen.Außerdem glaube ich, daß das Versterben bestimmter Patienten einfach in so einen Klinikalltag voll mit einkalkuliert ist. An erster Stelle stehen dann natürlich besonders alte Menschen, oder welche, die unheilbar krank sind. Einzelfälle sind das auf jeden Fall nicht. Meine Schwägerin zB. ist unheilbar an Krebs erkrankt. Sie lebt in einem Hospiz, welches an ein Krankenhaus angeschlossen ist. Als sie einen für die Zufuhr von
    von Nahrung bestimmten Eingangsschlauch verlor, fand ich im ganzen Krankenhaus kein Ersatz. Der Bereitschaftsarzt machte ihr darauf hin auch noch Vorwürfe, sie hätte einfach besser aufpassen sollen.
    Er wird jetzt nichts tun können, und außerdem wollten sie bei so wieso nichts mehr unternehmen.

  • 2. doerfler schrieb am 14th January 2008 um 16:56 :

    @Verbindulix: Ich kann Dir da nur recht geben, dass alles ist eine der Folgen aus der völlig verqueren Gesundheitspolitik und den ganzen Verschlimmbesserungsmaßnahmen der letzten Jahre.
    Aber menschliches Fehlverhalten ist damit nicht erklärbar, erst recht nicht das Verhalten der Krankenhausleitung, dies muss sogar strafrechtliche Konsequenzen haben, da hier ein Erpressungsversuch vorliegt.

  • 3. Ingo Lenz schrieb am 16th January 2008 um 22:15 :

    Der Umgang mit den Alten, Kranken und Behinderten ist ein Spiegel der Gesellschaft in der wir leben. Es zählt nur noch jung, schön, gesund und leistungsfähig, alles Andere bleibt außen vor.
    Wenn wir unsere Gesellschaft retten wollen hilft nur noch ein radikaler Wechsel, ohne Rücksicht auf Verluste.
    PS:Schimpft nicht auf das Pflegepersonal, wir sollen überarbeitet und unterbezahlt auch noch freundlich bleiben und uns zweiteilen um jedem gerecht zu werden!

  • 4. doerfler schrieb am 17th January 2008 um 09:39 :

    @Ingo Lenz: Dieser Umgang ist in der Tat ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und ein erschreckendes zugleich.
    Ich tue mich auch sehr schwer dabei, dass Pflegepersonal zu kritisieren. Das teilweise nur noch eine, manchmal auch zwei Schwestern Nachts Dienst auf einer Station haben, ist etwas was diese Missstände in der Versorgung fördert. Sie können nicht gleichzeitig für alle Patienten da sein und es braucht nur etwas passieren und schon ist das Kind in den Brunnen gefallen und ich weiß auch, dass dadurch der Krankenstand innerhalb des Pflegepersonals stark angestiegen ist, da sie dieser Belastung nicht mehr standhalten können, was mehr als verständlich ist.
    Aber ich sage mir auch, dass dennoch versucht werden sollte einen gewissen Umgangston zu wahren, es ist nicht leicht, aber man sollte es versuchen.
    Was mich am Fall in Magdeburg besonders erregt ist der Umgang mit dem Enkel, der dies Missstände öffentlich gemacht hat. Ihm zu drohen, muss strafrechtliche Konsequenzen haben und das geschah ja durch die Krankenhausleitung und die ist nun wirklich nicht diesen Belastungen ausgesetzt.

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