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Sowas tut weh

Da bald in einigen Bundesländern Landtagswahlen sind und auch die Bundestagswahl nicht mehr in so weiter Ferne ist, haben eine Politiker der Union nun den Wahlkampf eröffnet, doch statt auf Sachthemen, setzen sie auf billige Polemik gepaart mit eine Prise Hetze gegen Ausländer und Muslime.

Nach dem brutalen Überfall auf einen Rentner in München, wurden wie es nicht anders zu erwarten war, die Muslime verunglimpft, sie sollten einen Gewaltverzicht erklären, frei nach dem Motto jeder Muslime ist gewalttätig. Wer dazu nicht bereit ist, der sollte nach dem Willen von Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) und seines Niedersächsischen Amtskollegen Uwe Schünemann, abgeschoben werden. (siehe Welt)
Damit waren beide in den Medien und ihr Ego befriedigt, doch leider hat sich nun Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), genötigt gefühlt, auch mal wieder in der Presse aufzutauchen, dort war er ja schon eine Weile nicht mehr. Für ihm sind es nun aber nicht mehr nur die Muslime, die so böse sind, nein, sondern einfach mal fast alle Ausländer. Es gibt einfach zu viele von ihnen, also von den Kriminellen unter ihnen. Damit hat er nun ein Wahlkampfthema für die Landtagswahl am 27. Januar. Es ist ja nicht das erste Mal, dass er damit einen Wahlkampf führt und somit Themen der rechtsextremen Parteien besetzt.

Doch was wird er gegen die Kriminellen unter den Deutschen unternehmen? Fast zeitgleich mit dem Mord an dem Rentner, wurde in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) eine junge Frau krankenhausreif geprügelt. Den Tätern (stadtbekannte Neonazis) hat anscheinend das Aussehen der Frau nicht gepasst.
In Aachen wurde gestern eine Frau von einem Mann vor einen Zug gestoßen, sie wurde vom Zug erfasst und getötet.
In Dresden wurden zwei Studenten aus dem Sudan vor einer Diskothek verprügelt und verletzt, ein Deutscher der ihnen zu Hilfe eilte, wurde ebenfalls verletzt.
In Göttingen wurde an Heiligabend eine Obdachlose Frau ermordet, der mutmaßliche Täter ist der Polizei gut bekannt und hat ein langes Vorstrafenregister.
Wenn ich wollte könnte ich jetzt eine fast unendlich lange Liste mit Gewalttaten erstellen. Doch hat sich irgendein Politiker bisher genötigt gefühlt, alle Deutschen zu Kriminellen zu erklären (mal von Schäuble abgesehen) und von allen Bundesbürgern einen Gewaltverzicht gefordert?

In Deutschland haben wir die gleichen Probleme, die jedes Land auf der Welt hat, es gibt immer Menschen, die kriminell werden. Doch der größte Teil der Menschen wird es nicht, sie halten sich an die allgemein gültigen Wertevorstellungen und dies gilt für alle Menschen auf der Erde und jeder Mensch mit einem Gewissen und einer moralischen Wertevorstellung, möchte keinen anderen Menschen weh tun. Das Problem ist aber, diese Werte werden immer weiter aufgeweicht und es wäre die Aufgabe der Politik dem entgegen zu wirken, doch dies geht nicht mit einer Hetze gegen Ausländer und Andersgläubige. Die Politiker sollten lieber als Vorbild voranschreiten. Denn mit so einer Hetze verstoßen sie ebenfalls gegen alle Regeln des Anstandes und beweisen, dass sie keinerlei Moral besitzen. Was mich schon sehr verwundert, betonen sie doch immer so sehr den christlichen Gedanken, doch wenn es darum geht Christen zu sein, vergessen sie, dass sie es sind.
Ein Zusammenleben geht nur gemeinsam, also miteinander, aber nicht gegeneinander.

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