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Endlich wurde mal durchgegriffen
Das die Zustände in deutschen Alten- und Pflegeheimen nicht immer die besten sind, dass ist lange bekannt und in Sachsen-Anhalt hat endlich einmal das zuständige Landesverwaltungsamt durchgegriffen und die Schließung eines städtischen Pflegeheimes im Magdeburg zum Jahresende verfügt.
Nach mehrmaligen Prüfungen kam das Landesverwaltungsamt zu einem schockierenden Ergebnis und hat dies der Stadt bereits Mitte November mitgeteilt, mit der Bitte um eine Stellungnahme bis zum 19. Dezember. Da aber von der Stadtverwaltung niemand reagiert hat und sich anscheinend auch nichts an den Zuständen im Heim geändert hat und das Wohl der Insassen wichtiger ist, hat nun das Landesverwaltungsamt eine kurzfristige Schließung verfügt. Für den Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) ist dies völlig unverständlich, für ihn ist dies ein überfallartiges Vorgehen. Die Stadt konnte ja gar nicht reagieren und sich ein eigenes Bild von den Zuständen machen.
Zweieinhalb Jahre hat das Landesverwaltungsamt diese Zustände bemängelt und die Stadt hatte nie reagiert und jetzt tut sie so, als ob sie das alles vorher nicht gewusst hat, viel schlimmer noch, sie hält es für unzumutbar das die Pflegebedürftigen noch vor Weihnachten umziehen müssen und ist deshalb vor Gericht gezogen. Heute wird das Verwaltungsgericht entscheiden, ob die Schließung rechtens ist.
Da frage ich mich doch, ob die Stadtverwaltung überhaupt mal nachdenkt, es ist in ihren Augen unzumutbar, dass die Insassen so kurzfristig umziehen müssen, aber es ist anscheinend zumutbar gewesen, dass sie unter schlimmsten Bedingungen leben mussten.
Das Landesverwaltungsamt hatte starken Uringeruch in den Zimmern festgestellt, Kot verschmierte Toiletten und Windeln in Papierkörben, dazu kommen Mitarbeiter die nach eigenen Aussagen völlig überlastet sind. Doch für die Stadt gab es da keinerlei Handlungsbedarf, den gibt es erst jetzt, aber auch nur um die Schließung abzuwenden.
(Quellen: Volkstimme und Volkstimme)


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