Der Linksbote » Hartz-IV macht arm

Hartz-IV macht arm

Es wurde immer geleugnet, doch seit gestern kann es jeder schwarz auf weiss lesen, Hartz-IV bedeutet wie einer der Slogans der Linkspartei es sagt, “Armut per Gesetz”.

Eine Studie des DIW belegt, dass zwei Drittel der Leistungsempfänger unterhalb der Armutsgrenze leben, vor der Reform war es noch die Hälfte. Besonders betroffen sind die Ostdeutschen, hier ist die Armutsquote sehr hoch. Standen vor der Hartz-IV Reform einer Person in Ostdeutschland noch 10.390 Euro pro Jahr zu, so waren es nach der Reform, nur noch 8.840 Euro.
Ebenfalls stark betroffen sind die ehemaligen Sozialhilfeempfänger, sie wurden nicht wie vorher immer behauptet, besser gestellt, im Durchschnitt ist ihr Einkommen von 9.240 Euro auf 7.170 Euro gesunken. (siehe taz)
Man kann also sagen, durch Hartz-IV hat die große Mehrheit rund 2000 Euro weniger im Jahr zur Verfügung.

Doch trotz aller Kritik an diesen Gesetz, haben Gerhard Schröder, Franz Müntefering und Wolfgang Clement (alle SPD) und die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) immer bestritten, dass es den Menschen schlechter geht, sie leugnen bis heute das sie unterhalb der Armutsgrenze leben müssen. Schlimmer noch die heute Bundesregierung, bestehend aus Union und SPD verschlimmert mit jeden Tag die Situation dieser Menschen, sie hat ihnen die Menschenwürde genommen und kürzt immer weiter, anstatt wie versprochen die Regelsätze zu erhöhen. Aber damit niemand mitbekommt wie unsozial Union und SPD sind, wird nun über die hohen Managergehälter diskutiert. Denn wenn es dort wirklich gelingt eine Obergrenze festzulegen, dann kann ja gesagt werden, dass die dort oben zum Verzicht bereit sind, also müssen es die da unten erst recht sein und auf weitere Euro verzichten. Nur es ist ein Unterschied, ob jemand statt 10 Millionen 5 Millionen im Jahr hat, oder ob einer statt 10.000 Euro am Ende nur noch 8000 Euro oder noch weniger hat.
Anstatt jetzt über die hohen Gehälter der Topmanager zu diskutieren, sollten wir endlich nach unten schauen. Dort ist Handlungsbedarf und danach kann meinetwegen nach oben geschaut werden.

3 Kommentare

  • 1. Verbindulix schrieb am 13th December 2007 um 13:55 :

    Da hilft eigentlich nur das Geld gleich ganz abzuschaffen.Das sage ich schon seit Jahren und wurde deshalb immer wieder belächelt.Jeder Beamte in diesem Land schwört Schaden von Deutschland abzuwenden,aber was ihm am meisten schadet wird beibehalten, also auch das Geld.Haben die eigendlich auch über die berichtet die trotz Arbeit arm sind . Da kommen noch ein paar dazu da kannst du Gift drauf nehmen.

  • 2. Zwangsprinzip Arbeit - L&hellip schrieb am 1st February 2008 um 21:55 :

    […] Zwangsprinzip Arbeit - Löhne kommen unter die Räder Veröffentlicht in Februar 1, 2008 von dirkgrund Die Debatte um den Mindestlohn nimmt gar skurrile Züge an. Was wird da in diesem Zusammenhang nicht alles behauptet, herbeigewünscht und palavert.Keiner soll unter die Armutsgrenze fallen, wenn er “ schaffe geht “. Alg II ist nicht der Subventionstopf der Unternehmer… usw.Alles richtig und alles falsch! Richtig sind die Argumentations- strecken, die die Armutslöhne angreifen, sie als absurd bezeichnen. Richtig ist auch die Tatsache, daß das immer wieder gebrauchte Argument, daß sich die Löhne an der Produktivität zu orientieren haben, falsch interpretiert werden: Denn wie erkläre ich folgende Absurdität der Öffentlichkeit, daß die Produktivität eines Fensterputzers 1985 größer war, als 2007 ? Sind die Fenster, die heute zu Niedrigstlöhnen blank geputzt werden, 2007 nicht so sauber? Sind der Haarschnitt und die Haare von 1985 anders, als heute? […]

  • 3. Radio Utopie&hellip schrieb am 1st February 2008 um 22:10 :

    Zwangsprinzip Arbeit - Löhne kommen unter die Räder…

    Die Debatte um den Mindestlohn nimmt gar skurrile Züge an. Was wird da in diesem Zusammenhang nicht alles behauptet, herbeigewünscht und palavert.Keiner soll unter die Armutsgrenze fallen, wenn er “ schaffe geht “. Alg II ist nicht der…

Gib deinen Kommentar ab

XHTML: Du kannst folgende Tags für deinen Kommentar nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>