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Mehr anstrengen

Mehr anstrengen sollen sich die Migranten in Deutschland und Frankreich, damit sie in beiden Ländern integriert werden können, dass ist die Hauptforderung von Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel. (siehe Frankfurter Rundschau)
Im Klartext, es wird nie eine Integration geben, denn Deutschland wie auch Frankreich verschließen sich immer mehr den hier lebenden Einwanderern, schlimmer noch, beide Staaten verhalten sich immer unmenschlicher gegenüber ihnen.
Sarkozy forderte Einwandererkinder dazu auf für ihre Integration zu kämpfen, sie müssten den Ort achten, an dem sie leben. Doch wie soll das gehen, wenn sie selber nicht geachtet werden und keinerlei Zukunftsperspektiven haben? Merkel und Sarkozy sollten sich vielleicht einmal den Vortrag der französischen Politikwissenschaftlerin Catherine Wihtol de Wenden anhören. Am vergangenen Freitag sprach sie in der Martin-Luther Universität in Halle/S. über die Immigration. (siehe Volksstimme) Migrantenkinder in Frankreich werden von der Polizei schikaniert und bei der Arbeitssuche diskriminiert, dies ist das Fazit des Vortrages. Sie wollen Franzosen sein, aber die französische Gesellschaft hindert sie daran, dass sie dann kriminell werden oder den fundamentalistischen Extremisten in die Hände fallen, dass sollte dann eigentlich niemanden mehr verwundern.
In Deutschland sieht es eigentlich nicht anders aus. Die Vorurteile sind groß und sie können sich anstrengen soviel sie wollen, sie werden niemals Bestandteil der Gesellschaft werden und genau dies wissen die Kinder. Das haben auch einige Schüler des Berliner Romain-Rolland Gymnasiums unter Beweis gestellt, in dem sie Angela Merkel und Nicolas Sarkozy sehr unbequeme Fragen gestellt haben, die beide aber nicht mehr alle hören konnten oder wollten und beantwortet wurden die Fragen auch nicht. Angela Merkel konnte nur noch peinlich gerührt zugeben, dass es derzeit nicht einmal einen CDU-Abgeordneten mit türkischen Hintergrund gibt, nachdem sie von der Berliner Schülerin Tawga Kadir, gefragt wurde, warum es im Kabinett keinen Einwanderer als Minister gebe. Tawga Kadir fragte nach dem Grund, bekam aber keine Antwort auf diese Frage. (siehe taz)
Nachdem Nicolas Sarkozy erneut von den Migranten größere Anstrengungen gefordert hatte, merkte Tawga Kadir an, dass auch das Aufnahmeland etwas tun müsse.
Anschließend verließen Merkel und Sarkozy die Schule.

1 Kommentar

  • 1. Verbindulix schrieb am 14th November 2007 um 11:14 :

    Da gilt es doch nur die versteckte Botschaft von S.und M.(also SM)zu entschlüsseln,die da lautet:seid doch froh daß ihr hier sein dürft.Ordnet euch unter ob arm oder reich, immer schön genügsam
    bleiben und seid verdammt nochmal glücklich darüber über das wir euch anzubieten haben.

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