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Ich muss im falschen Land leben

Laut Herbstgutachten der Forschungsinstitute kommt der Aufschwung nun bei den Deutschen an, so sollen sie mehr Geld in der Tasche haben und die Arbeitslosenzahlen sinken und sinken (da müssen wir bald aufpassen, denn dann sind wir im Minus, so rasant wie das geht), kurz um alles läuft besten in diesem Land und die Bundesregierung soll an ihren Kurs festhalten.
Nur da frage ich mich, warum immer mehr Menschen, immer weniger Geld zur Verfügung haben und warum die Kaufkraft so niedrig wie schon seit Jahren nicht mehr ist und warum die Armutszahlen nahezu explodieren.
Sicher, wir haben auf dem Papier heute weniger arbeitslos gemeldete Menschen und es arbeiten sogar ein paar mehr als noch vor ein paar Jahren, aber dann sollten wir uns auch die Realität anschauen. Die meisten die mittlerweile Arbeit gefunden haben, arbeiten im Niedriglohnbereich, sprich das Geld reicht vorne und hinten nicht und die bis heute keine Arbeit gefunden haben, werden mit einigen windigen Tricks aus der Statistik gestrichen, betrifft vor allen ältere Arbeitslose, deshalb auch das Beschäftigungswunder bei den Alten. Sie erreichen bald das Rentenalter und werden somit nicht mehr vermittelt und aus der Statistik gestrichen (dies geschieht freiwillig).
Wir sollten dann auch mal schauen, ob die Lohnsteigerungen die kommenden Preissteigerungen ausgleichen werden, denn dies wird nicht so sein und so werden auch 2008 die Menschen noch weniger Geld zum Leben haben und das ist die Realität. Dies gilt natürlich nicht für die Wirtschaftsforscher, die regelmäßig die Gutachten erstellen, sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, haben aber dadurch jeden Bezug zur Realität verloren.

1 Kommentar

  • 1. eule70 schrieb am 20th October 2007 um 01:53 :

    Dieses Aufschwung-Gequake ist eine einzige Unverschämtheit. Aufschwung für wen?

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