Der Linksbote » 2007 » March

Heute früh ist er bei uns gelandet, unser Storch. Hoffentlich klappt es dieses Jahr mit Storchennachwuchs.

pict0073.jpg

Vier Jahre nach Beginn des Irak-Krieges nimmt der Druck auf US-Präsident George W. Bush weiter zu.
Wenn es auch nur ein symbolischer Erfolg ist, so ist es dennoch ein Zeichen gegen die Kriegspolitik von George W. Bush, die tausenden von Menschen das Leben gekostet hat und noch kosten wird.
Im US-Senat sind die Republikaner mit ihren Antrag gescheitert, dass Datum des Truppenabzuges aus dem Irak in einem Gesetzentwurf zur Bewilligung weiterer Kriegsgelder streichen zu lassen.
Somit kann in dieser Woche über einen Antrag abgestimmt werden, der dem US-Präsidenten nur dann mehr Geld geben wird, wenn er 2008 die Soldaten aus dem Irak abzieht.
Doch leider wird es so sein, dass selbst wenn dieser Antrag durchkommen sollte, sich Bush darüber hinweg setzen wird und seinen Krieg im Irak fortsetzt und somit immer mehr Menschen sterben werden.
Gestern sind wieder über 70 Menschen bei Anschlägen im Irak gestorben, diese Toten hat Bush zu verantworten. Es ist endlich an der Zeit, dass die EU den Mut hat, Bush zu sagen, dass es vorbei ist.
Bush hat den Krieg verloren, er hat ein zweites Vietnam geschaffen, er hat ein ganzes Land zerstört und dem Irak und seinen Menschen jegliche Zukunft genommen. Im Irak herrscht Anarchie und er wird zerbrechen und das alles nur weil die Gier nach Öl zu groß war und jegliche Moral und Humanität vergessen ließ.

[Quellen: stern, derstandard, Linkzeitung]

Es müsste sich eigentlich nun beim allerletzten Haustürvertreter rumgesprochen, dass sie hier keine Geschäfte machen können.
Nur bei dem Knirps gestern war das anscheinend nicht der Fall, sowas aufdringliches aber auch. Den hat nicht mal ausgereicht, dass ich gesagt habe, ich habe keinen Bedarf und er meinte ich wisse doch gar nicht worum es geht (wedelt dabei aber mit ner kleinen Karte eines Telefonunternehmens vor meiner Nase rum). Da sagte ich noch mal kein Bedarf, ich bleibe beim Rosa Riesen, und der wieder, ich weiß doch gar nicht was er will, ich kann doch dort bleiben und blablabla. Ich sagte es ihm ein drittes Mal, dass es mich nicht interessiert was er von mir will, da lief er vor Wut richtig rot an und labberte einfach weiter, dann sagte ich ihm, dass ich eine Flatrate habe und da haut der Typ raus, warum ich ihm das nicht gleich sage. Ich sagte nur, wenn ich sage kein Bedarf und kein Interesse, sollte es ausreichen und knallte ihm die Tür vor der Nase zu und dann stand er da und hat wie ein kleiner Spatz geschimpft. Gut es war halt windig und da knallt die Hoftür etwas, aber stand ja weit genug weg.

Gestern war ich auch mal wieder draußen, was schon häufiger vorkommt, aber ich habe euch zwei Bilder mitgebracht, was in letzter nicht so häufig vorkam.
Ich wünsche euch einen schönen sonnigen Tag in die neue Woche.

pict0010.jpg

pict0101.jpg

Wie schon gesagt, es ist Sonntag und deshalb gibt es auch wieder ein Bild.

pict0198.jpg

Und schon wieder ist Sonntag und ja ich weiß, in den letzten beiden Tagen, war ich wieder etwas leise, aber die Zeit, die fehlt einfach und dann klauen die heute noch eine Stunde, also wenn ich mal Bundeskanzler werde, dann wird das mit Zeit umstellen sofort abgeschafft.

Passiert ist ja eh nicht viel, da geht die kurze Pause schon mal und außerdem will ich mich ja nicht mehr so doll aufregen, dass ist nicht gut für den Blutdruck und somit nicht gut für das Gelingen der Gesundheitsreform. Und warum soll ich mich darüber aufregen, wenn Franz Müntefering (SPD), Oskar Lafontaine vorwirft, er habe die Sozialdemokratie verraten. Ich dachte ja immer, Lafontaine hat, wenn er was verraten hat, die SPD verraten, aber die Sozialdemokratie haben andere verraten. Unter Lafontaine wurden keine Hartz-Gesetze beschlossen und Arbeitslose als Sozialschmarotzer beschimpft. Lafontaine hat den Sozialschwachen im Land auch nicht die Menschenwürde genommen. Das Grundgesetz wurde auch von anderen gebrochen. Aber wie schon mal gesagt, dass muss ein Franz Müntefering auch alles nicht wissen, dass war ja noch vor seiner Zeit als Minister, gut da war er Parteivorsitzender und Lafontaine saß bei sich zu Hause und niemand hat mit ihm geredet, aber das ist ja egal.
Doch es bleibt nicht nur bei diesem Vorwurf, Müntefering setzt heute so richtig zum KO-Schlag gegen die Linkspartei an. Er will “Mini-Löhne” verbieten, sie sind sittenwidrig und verstoßen gegen die Menschenwürde. Wow, dass sitzt. Das ist schon beinahe ein unerlaubter Tiefschlag, wenn er denn getroffen hätte. Sittenwidrige Minilöhne, wer hat denn dieses Modell eigentlich eingeführt und immer weiter ausgebaut? Wer hat denn immer die Einführung eines Mindestlohnes abgelehnt?
Mal schauen was die nächste Woche so bringen wird, da beginnt dann bestimmt das Aufmöbeln der Kanalisation.

Schnee, Schneeregen, Regen und keine Sonne, also wer da keine Depressionen bekommt, der tut mir richtig leid.

20 Millionen Rentner werden jetzt feiern und jubeln, sie bekommen ab 1. Juli mehr Rente.
Unser Sozialminister Franz Müntefering (SPD) hat sich da richtig in Unkosten gestürzt, dafür werden ihm die Rentner auf alle Ewigkeit dankbar sein. Satte 0,54 % gibt es mehr, dass sind bei einer Rente von 1000 Euro, also 5 Euro mehr im Monat.
Wow, damit wird der Einzelhandel einen nie dagewesenen Aufschwung erleben.
Dumm nur das es keine richtige Rentenerhöhung ist, denn auch nach dem 1. Juli werden die RentnerInnen weniger Geld in der Tasche haben, denn die Preissteigerung ist dank Union und SPD weitaus höher, als diese Renten”erhöhung”.
Aber das wird Franz Müntefering ja nicht wissen, muss er auch nicht, denn sonst wäre er ja nicht Minister.

[Quelle: Süddeutsche Zeitung]

Heute wäre ich doch bald gegen ein Polizeiauto gefahren, so schön frontal rein.
Aber die hätten Schuld gehabt, der Gegenverkehr fuhr recht langsam und mit mein einmal bremsten meine Vordermänner oder Frauen stark ab und ich natürlich auch und wollte dann kurz nach links ausscheren um zu schauen was los ist und dann habe ich es gerade noch so wieder zurück geschafft, da ich mit einmal ein Polizeiauto mit Blaulicht auf mich zukommen sah. Dann habe ich erst einmal kräftig geschimpft, dass sie wenigstens ihre Sirene anmachen sollten, was sie dann auch taten, als sie an mir vorbei waren und die Straße leer war.
Hätten sie mal vorher machen sollen.

In den letzten Tagen versuchte die SPD mal wieder ihr Image aufzubessern, dass sie dabei nichts aus den Fehlern der verganenen Zeit gelernt hat, dass beweist sie prompt.
Da tönten der SPD-Vorsitzende Kurt Beck und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), noch vor ein paar Tagen, dass man das geplanten Raketenabwehrsystem der USA in Europa ablehne. Steinmeier befürchtete ein Wettrüsten und die Spaltung Europas.
Kurt Beck hatte das Thema, endlich könnte sich die SPD wieder als Friedenspartei profilieren, doch nur wenige Tage später beweist der Außenminister, dass die alles wie immer nur leere Worte waren und die SPD wie schon zu Gerhard Schröders Zeiten mitnichten eine Friedenspartei ist.
Auf seiner USA-Reise, äußerte er Verständnis für das Raketensystem, er sieht noch Gesprächsbedarf, aber man müsse halt die Pläne der USA respektieren. Vor ein paar Tagen hat sich das noch ganz anders angehört.
Aber überraschen tut mich das nicht mehr.

[Quellen: Süddeutsche Zeitung, Focus, Zeit]