Der Linksbote » 2007 » February
es ist kalt und ich friere, dass wollte ich jetzt nur mal sagen, damit es auch jeder weiß, falls es jemanden gibt, der es noch nicht gewusst hat.
Ach und weil ich gerade mal was schreibe, so muss ich doch mal kurz meckern, ich finde es nicht mehr nett, wenn immer das aus dem Angebot genommen wird, was ich gerne esse. Das ist einfach doof.
Doch leider wird er nicht von Dauer sein. Zwar hat der Bundesgerichthof in Karlsruhe heute entschieden, dass die heimliche Online-Fahndung, also das heimliche ausschnüffeln privater Computer, unzulässig ist, aber Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird mit Sicherheit nun ein Gesetz auf dem Weg bringen, was die Online-Bespitzelung von Bürgern ermöglicht. (siehe Netzeitung)
Heute wurden also noch einmal die Bürgerrechte gestärkt, doch morgen werden sie weiter abgebaut, bis wir wirklichen einen totalen Überwachungsstaat haben.
Der Bundestag hat heute die Gesundheitsreform beschlossen. (siehe Zeit)
Tja, für die Zukunft heißt das nun, nur nicht krank werden und schön viel Geld beiseite legen, denn sonst kann sich niemand mehr die Krankenkassenbeiträge leisten und mittelfristig sind die Krankenkassen dann eh alle Pleite und wir haben hier das Gesundheitssystem der USA.
Na, dann gute Nacht.
Da ich ja schon öfters über den Kongo berichtet habe und ich gerade einen Kommentar bzw. Appell von Jimmy Kenga bekommen habe und ich befürchte, dass dieser einfach so hier untergeht, gibt es in ein extra-Posting dazu.
Tja und man muss da wirklich befürchten, dass im Kongo auf lange Zeit kein Frieden herrschen wird, denn das war ja nie das Ziel des Militäreinsatzes der Europäer dort unten. Um Demokratie und Frieden ging es eigentlich nie.
APPEL an
die Freunde Afrikas
die Freunde der DR Kongo
die BundestagsabgeordnetenRD Kongo: Rückwarts statt vorwärts
Reaktionäre Kleiderordnung in die Mottenkiste!Nach der Wahlfarce von 2006 hat das neu gewählte Parlament im Kongo anscheinend nichts Dringenderes und Wichtigeres zu tun als einen Beschluss zu ergreifen, der weiblichen Abgeordneten in Hosen in dem von den Männern dominierten kongolesischen Parlament
(458 Männer / 42 Frauen) das Rederecht abspricht.Weibliche Abgeordnete, die Hosen tragen, sind also nicht würdig, in einem von EU-Geldern finanzierten Parlament zu reden. Da müsste doch eigentlich ein Aufschrei des Protests durch die EU gehen, und ganz besonders durch Deutschland – schließlich trägt die deutsche Bundeskanzlerin zumindest in der Öffentlichkeit nichts anderes!
Wo leben wir eigentlich? In Kongo-Kinshasa haben die Menschen auf der Straße kein Verständnis für solche diskriminierende Beschlüsse. Nicht allzu lang haben die Zairer / Kongolesen unter den willkürlichen Kleidungsverboten der Diktatur Mobutu leiden müssen. Von 1971 im Zuge der Politik der Authentizität der Einheitspartei MPR bis 1990 waren es den Frauen verboten, Hose und Röcke zu tragen, und Männer keine Krawatten.
Dank des Kampfs der demokratischen Kräfte Zaire/Kongo unter dem Leaderchip der Partei UDPS wurden solche diskriminierenden Beschlüsse 1990 aufgehoben. Während der Nationalkonferenz CNS 1990 erkämpften sich die kongolesischen Männer und Frauen ihre Grundrechte zurück. Das Tragen von Krawatten wurde daraufhin sogar zum Markenzeichen der Oppositionellen, und Frauen in Hosen demonstrierten ihre Freiheit und Selbstbewusstsein in der Öffentlichkeit.
Jetzt ist sofortige Solidarität gefragt: Freunde und Freundinnen Afrikas und insbesondere die weiblichen Bundestagsabgeordneten sollten diesen diskriminierenden Beschluss des neuen Parlaments in Kinshasa aufs Schärfste verurteilen. Denn: wehret den Anfängen - erst sind die weiblichen Abgeordneten der Nationalversammlung im Visier, dann werden die weiblichen Beamtinnen dran sein. Später wird den Studentinnen und Schülerinnen das Hosentragen ebenfall verboten werden.
Die amateurhafte Politik des neuen Kongo unter der Führung ehemaliger bewaffneter Rebellen wird noch für manche böse Überraschung gut sein!
Jimmy Kenga
Koordinator
Initiative AFRIKA 2000, Wuppertal
—————————————-Presse-Echos:
Aber wohl erst ab nächster Woche.
Vor ein paar Tagen klage ich noch über Langeweile und nun? Nun rennt die Zeit regelrecht davon, dass ich seit zwei Tagen gar nicht mehr so richtig in eure Blogs geschaut habe. Also keine Bange, wird alles nachgeholt, aber wohl erst nächste Woche, ich bitte um Nachsicht. Aber fehlen tut ihr mir dennoch und ich habe ein richtig schlechtes Gewissen.

