Der Linksbote » 2007 » February

So hartnäckig war ja noch nie eine Erkältung bei mir, sie verschwindet nur sehr langsam, aber heute habe ich mich das erste Mal aus dem Haus getraut und war sogar mit dem Auto unterwegs und musste dabei feststellen, dass irgendwie immer mehr Fahrer Schwierigkeiten haben, die Fahrbahn zu finden, die LKW-Spuren im Acker werden immer mehr und größer, also wenn das so weitergeht, braucht dort nicht gepflügt zu werden.

Ich denke mal, morgen kann ich schon mehr schreiben.

Ich glaube das Wochenendbild muss auch dieses Wochenende ausfallen, denn ich werde wohl mein Bett hüten müssen. no
Was deshalb heißt, dass ihr mich nun wieder so richtig bemitleiden könnt.

Eigentlich können die Großstädte in Sachsen-Anhalt ihre Türen schließen und sich jetzt selber begraben. Dank der wunderbaren Finanzpolitik der Landesregierung und des mittlerweile nicht mehr tragbaren Verhaltens des Landesverwaltungsamtes.
Das Landesverwaltungsamt zwingt alle Städte zum Sparen, wer dies nicht tut, der hat ein Problem und jede Menge Ärger am Hals.
Dem Chef des Landesverwaltungsamtes Thomas Leimbach (CDU) interessiert es dabei nicht, dass die Städte nicht einmal mehr handlungsfähig sind und es interessiert ihm auch nicht, dass dieser von ihm verordnete Sparzwang weitere Einnahmeverluste bedeutet und auch die Zahl der Arbeitslosen ansteigen wird, Sparen um jeden Preis, lautet die Devise.
Deshalb legte er der Landeshauptstadt Magdeburg am 6. Februar einen Spar-Katalog vor, die Stadt muss bis zum 30. Juni 20 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt einsparen, tut sie es nicht, muss sie mit harten Sanktionen rechnen.
Gestern hat schließlich Magdeburgs OB Lutz Trümper (SPD) reagiert und die möglichen Sparmaßnahmen der Öffentlichkeit vorgestellt: Mitarbeiter entlassen, alle Freibäder schließen, Parkgebühren verdoppeln, Fahrpreise im ÖPNV erhöhen und die Grundsteuer erhöhen. Dazu kommt dann noch das auch die Sanierung der Kindertagesstätten und von Schulen aufs Eis gelegt wird, aber auch die Förderung von Arbeitsmaßnahmen wird darunter leiden.
Damit ist die Stadt mit Sicherheit nicht mehr handlungsfähig und auch nicht mehr lebenswert. Die Stadtoberhäupter wissen heute schon, dass der nächste Brief bald kommen wird, denn die Landesregierung wird den Kommunen in den kommenden Jahren den Geldhahn fast ganz zudrehen.
Aber zum Einsparen wird dann eh nicht mehr viel da sein, da Städte wie Magdeburg oder Halle, dann tot sind.

Was mich nur gerne interessieren würde, ob es einen Zusammenhang zwischen der Dienstaufsichtsbeschwerde von OB Trümper gegen das Landesverwaltungsamt und der Sparaufforderung gibt.
Lutz Trümper hatte am 31. Januar gegen Thomas Leimbach und zwei Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Die Mitarbeiter hatten das Rathaus besucht und wollten den Oberbürgermeister sprechen und verlangten in einem sehr rauen Ton die Herausgabe von Akten, der OB befand sich währenddessen auf einer Holocaust-Gedenkveranstaltung. Thomas Leimbach verteidigte das Vorgehen seiner Mitarbeiter und meinte nur, dass es auch in Zukunft weitere Beschwerden geben wird, denn seine Mitarbeiter “sind keine Conférenciers”. (siehe Volksstimme)
[Quellen: Volksstimme, Mitteldeutsche Zeitung]

Ich werde gleich wahnsinnig, ich suche einen Briefumschlag, der sich scheinbar in Luft aufgelöst hat. Den suche ich seit einer Stunde, obwohl ich ihn 5 Minuten vorher noch in der Hand hatte. Ja und nun ist er weg und ich weiß nicht wo er sein könnte und so tüddelig werde ich doch wohl noch nicht sein, dass ich damit sonstwohin gerannt sein könnte.

Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, ich bin nicht vor Wut explodiert, es ist mir auch nichts passiert, mir geht also gut. Ab Mittwoch bin ich dann auch wieder richtig da, mir fehlt zur Zeit halt nur die Zeit und irgendwie auch die Überwindung und die Lust, die Zeit die ich habe, dann zum Bloggen zu nutzen.

Außerdem passiert ja eh nichts Weltbewegendes, worüber ich mich aufregen müsste. Also bleibe ich gelassen und ruhig, wenn die Union zeigen möchte das sie immer Zeit von 100 Jahren lebt und alle Frauen an den Herd schicken, ich bleibe auch ruhig wenn ein Rauchverbot in Autos gefordert wird und wenn US-Präsident Bush meint mit seiner unmenschlichen Kriegspolitik die Demokratie in den Irak bringen zu können.

Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie bin ich derzeit leicht auf die Palme zu bringen, sei es von der Autofahrerin, die an der Ampel auf der rechten Abbiegespur andere Autos überholt, um dann gerade noch rechtzeitig vorm Blumenbeet wieder einzuscheren, oder von den zu hoch gestapelten Konserven im Supermarkt, an die ich nicht heranreiche, oder…, irgendwas war es noch, fällt mir bestimmt wieder ein.

Da ich keine große Lust zum Schreiben habe und mir eh nichts einfällt, habe ich eine kleine Spielerei für Euch.
Einfach hier klicken.
Ich wünsche viel Spaß dabei.

Ich frage mich echt, was manche Leute in ihren Fahrzeugen haben. Heute bin ich an einem Auto vorbei gegangen und da krähte mit einmal ein Hahn, aber ganz laut und es kam direkt aus dem Auto, nur ein Hahn war nicht zu sehen. =O

Nun ist es schon so weit, dass Otto-Normalbürger Polizist spielen muss.

So geschehen in einem kleinen Dorf in Sachsen-Anhalt. In Ostingersleben brachen Unbekannte in das Gerätehaus der Feuerwehr ein und hatten Geld gestohlen, sowie Türen und Fenster beschädigt.

Dieser Einbruch wurde sofort der Polizei gemeldet, doch der Diensthabende Beamte wollte keinen Streifenwagen in das Dorf schicken, er gab der Frau des Vize-Bürgermeisters, die 110 gewählt hatte, den Rat, den Einbruch selber aufzunehmen und es dann der Polizei zu schicken. Ja richtig gelesen, die Opfer sollten alle Beweise sichern, fotografieren und alles dann der Polizei schicken. Ist einfach unfassbar. (siehe Volksstimme)

Der Überfall war am vergangenen Donnerstag, nach einer Beschwerde wurde schließlich am Montag (!!!) ein Kripobeamter zum Tatort geschickt, welcher auch noch ein paar Spuren fand.

So und nun kommt natürlich Bewegung in den Fall und wer hat Schuld, natürlich der Beamte am Telefon, was natürlich richtig ist, er hätte sagen müssen, dass nichts angerührt werden darf und irgendwann ein Wagen vorbeikommt.

Das ist das Problem, Sachsen-Anhalts Polizei kann einfach nicht mehr für die Sicherheit der Menschen Sorgen. Sie möchte es gerne, aber ihr sind die Hände gebunden, dank unserer Landesregierung und ihren super Sparplänen. Es werden Reviere geschlossen, es werden Stellen abgebaut, die Beamten schieben Überstunden vor sich hin, sie sind schlecht motiviert, sie werden schlecht bezahlt und sie werden von der Landesregierung wie der letzte Dreck behandelt. Ich habe wundere mich wirklich, dass es bisher noch nicht zu so einem Vorfall kam.

Da sagt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, wenn auch ein kleines bisschen versteckt die Wahrheit und schon hagelt es für die Wahrheit heftige Kritik.
Dabei ist es doch längst bekannt, dass die deutschen Autobauer geschlafen haben, sie bauen kaum umweltfreundliche und spritsparende Fahrzeuge und wenn, dann nur zu überzogenen Preisen und in nicht Alltagstauglichen Varianten. Beim Ruspartikelfilter hatten sie sich bereits querstellt, beim Benzinsparen tun sie es auch, also bleibt halt nur die Lösung, es muss nach Alternativen gesucht werden und die Japaner da die Nase vorn haben, dann kann man es auch ruhig sagen, vielleicht wachen ja dann hier einige auf.
Aber es ist so wie immer, der Überbringer schlechter Nachrichten wir geköpft.
Na ja, so können wir natürlich auch Umweltpolitik betreiben, anderen billigen Populismus vorwerfen und selber darauf zurück greifen. Mit tun nur unsere Kinder leid, denn mit ihrer Zukunft spielen die Politiker aus den Reihen von Union und SPD und der FDP. Doch wie heißt es so schön, nach mir die Sintflut.

[Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung]