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Das fällt ihm aber reichlich spät ein

So langsam bemerkt auch US-Präsident George W. Bush, dass die Vollstreckung der Todesurteile gegen Saddam Hussein und seiner Gefolgsleute falsch war und ist.
In einem Interview meinte er, dass sie wie Rachemorde gewirkt haben. Bush hält die Todesstrafe zwar weiterhin für richtig und glaubt immer noch daran, dass es ein fairer Prozess war, aber er spätestens seit dem gestrigen Tag mit über 70 Toten, weiß auch Bush, dass die Hinrichtung ein Fehler war. So richtig will er das zwar nicht eingestehen, denn das hieße ja, dass er einen Fehler zugeben müsste, also reicht er die Verantwortung an seine Marionette in Bagdad weiter. Bush rückt vom irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki ab und teilte ihm sein Missfallen über den Ablauf der Hinrichtungen mit.
Einen weiteren Menschenverachtenden Mord könnte Bush dagegen noch verhindern. Denn die lebenslange Haftstrafe die gegen den ehemaligen irakischen Vizepräsidenten Ramadan verhängt wurde, ist aufgehoben worden und auch er soll hingerichtet werden.

Mal schauen, was sich die Iraker diesmal einfallen lassen, rädern wäre noch im Angebot. Das Vierteilen hat ja letztes Mal nicht so richtig geklappt.

Und dann soll niemand glauben, dass es sich nicht um Rache handelt.
Ich muss wirklich mal auf den Kalender schauen, welches Jahr wir überhaupt haben, manchmal denke ich, wir leben im finstersten Mittelalter.

[Quellen: Financial Times Deutschland, Reuters]

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