Der Linksbote » 2006 » December

Nun ist es an der Zeit Ciao zu sagen, 2006 ist fast vorbei und verabschiede mich mit dem letzten Wochenendbild für 2006.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und das Eure Wünsche in Erfüllung gehen werden.

In zwei Tagen lesen wir uns in alter Frische wieder, bis dahin alles Gute und morgen einen schönen Silvesterabend.

Da ich gestern keine richtige Lust hatte, war ich heute früh noch schnell einkaufen und bereitete mich eigentlich schon auf einen sehr langen Vormittag vor. Aber nix mit voll.

Langsam mache ich mir echt Sorgen, Weihnachten schon leer, jetzt schon wieder so leer, dass ist doch eigentlich nicht mehr normal, wenn mit einmal alle normal werden und nicht in Panik ausbrechen, nur weil ein Feiertag vor der Tür steht.

Ebenfalls sehr positiv fand ich die Tatsache, dass keiner von den Kunden die mit mir im Laden waren, Silvesterraketen in ihren Wagen hatten.

Mit einem Mord, beginnt also die Demokratie im Irak.
Was für ein Wahnsinn.

US-Präsident George W. Bush unterstrich noch einmal sein völlig beklopptes Welt- und Menschenbild. Die Hinrichtung sei ein Meilenstein auf dem Weg zu einem demokratischen Irak. (siehe Netzeitung) Also einfach genügend Menschen hinrichten und schon ist die Demokratie da, klasse.
Er und die irakische Regierung, haben mit dem heutigen Tag, die Tür zu einem demokratischen Irak zu geschlagen.
Ich kann eine Demokratie nicht mit einer Menschenrechtsverletzung beginnen.
Die irakische Regierung und die Justiz haben bewiesen, dass sie nicht besser sind wie Saddam Hussein, sie haben sein Werk fortgesetzt, im Irak hat sich nix geändert.

Wenn die EU und auch die UN, jetzt etwas Mut hätten, dann würden sie dem Irak und damit den USA jegliche Unterstützung beim Wiederaufbau verweigern und zwar solange, bis dort wirklich angefangen wird eine Demokratie aufzubauen und zwar eine, wo auch die Menschenrechte geachtet werden.

Die Sonne kommt raus, dann werde ich wohl mal wieder aufstehen müssen.

Die irakische Regierung verspielt sich derzeit jegliche Chance auf einen friedlichen Wiederaufbau des Iraks.

Wer glaubt ein Unrecht durch ein anderes Unrecht vergelten zu können, der irrt.

Im Irak wurden jahrzehntelang durch Saddam Hussein die Menschenrechte mit Füssen getreten, doch die Vollstreckung des Todesurteils ist nix anderes. Auch hier werden die Menschenrechte mit Füssen getreten, doch nicht nur das. Wie kann ich einen freien Irak aufbauen, in dem es eine Demokratie gibt und rechtsstaatliches System nach westlichen Vorbild, wenn ich die Grundregeln der Rechtsstaatlichkeit missachte? Hussein hatte kein faires Verfahren, es war ein reiner Schauprozess.
Das ist der irakischen Regierung bekannt und deshalb jetzt diese Eile bei der Vollstreckung des Urteils. Sie weiß, dass der internationale Druck mit jeden Tag wächst und sie in kürze nicht mehr anders kann, als das Urteil aufzuheben. Was ja dann nicht mehr möglich ist.
Die Chance auf einen Neuanfang, so es denn überhaupt noch einen gab, ist damit verspielt. In den nächsten Jahren wird es keinen Frieden im Irak geben, soviel ist schon mal sicher.

[Quellen: Netzeitung, Spiegel Online]

Da ich irgendwie recht müde bin und es draußen schon dunkel wird, werde ich mich wohl wieder in mein Bettchen legen.

Jedenfalls laut Wetterbericht im Radio, für einen Tag.

Kurz nach 10 Uhr fiel der erste Schnee, gegen Mittag gab es eine kleine Pause und nun schneit es schon wieder, aber es bleibt nichts liegen. Was solls, man kann halt nicht alles haben.

Wie sieht es bei Euch derzeit aus?

Deshalb wird es Zeit für einen kleinen Jahresrückblick.
Es war eigentlich schon ein ganz schön aufregendes Jahr.

Ich wagte gleich zu Jahresbeginn den Sprung in die “Selbstständigkeit” und der Linksbote war geboren.
Hier und da wurde noch etwas gebastelt, nach dem dritten Designwechsel stand das Aussehen auch fest. Den ganzen Beitrag lesen…

Laut einer forsa-Umfrage besitzt nur noch ein kleine Minderheit der Bevölkerung Vertrauen zur Politik, bundesweit sind es 18 Prozent.

Laut dieser Umfrage glauben 82 Prozent, dass das Volk in Deutschland nichts mehr zu sagen hat, in Ostdeutschland sind es sogar 90 Prozent. Das Wahlen einen Politikwechsel bewirken können, glaubt nur noch 5 Prozent der Befragten.
Die Politikverdrossenheit, teilweise sogar Verachtung, hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht und das kann sehr schnell gefährlich werden.
Ein idealer Nährboden somit für die Rechten Rattenfänger.
Die Demokratie steht auf sehr wackligen Beinen, wenn man denn heute überhaupt noch von Demokratie sprechen darf.
Genau das bringt eigentlich die Forsa-Umfrage ans Tageslicht, es ist ja nicht mehr nur ein Gefühl, sondern es ist eine Tatsache. Den ganzen Beitrag lesen…

kalt ist es heute bei uns. Zum ersten Mal in diesem Winter, sah es winterlich aus. Weiße Bäume und Gräser am Straßenrand, einfach schön. Nur etwas wärmer hätte es sein können.