Der Linksbote » 2006 » October

Das nenne ich gut erzogen, nur einmal hat es bei uns geklingelt und nur zwei Kinder standen für der Tür, der Rest lag also schon im Bett und hat geschlafen.
Mit den beiden Klinglern von gestern, macht das drei und das sind damit schon drei weniger als letztes Jahr.

Für mich neigt sich dieser Feiertag nun auch dem Ende zu und ich bin jetzt auch ganz lieb und brav (was ich ja immer bin) und sage gute Nacht. yawn
Morgen geht das dann wie gewohnt hier weiter.

Ja, dass bin ich und zwar im halbwegs positiven Sinn. Ich schaute gerade einfach die ganzen Suchbegriff mit den auf meine Seite zugegriffen wird und ich muss sagen, doch das ist alles sehr konservativ geprägt. Nach Schweinkram wird ganz selten gesucht.
Sehr beruhigend finde ich.
Ganz vorn auf gleicher Augenhöhe befinden sich drei Suchanfragen, die Killerspinne, das Kampfhundegesetz und die Desktopbilder. Also alles ganz harmlos. Recht häufig wird auch nach politischen Sachen gesucht. Auch normal. Aber dann kommts.
Ich liste einfach auf.

“mein autokennzeichen” - Also das wirst du bei mir nicht finden.
“frau soll dem manne dienen” - Jepp.
“wann garten umgraben” - am besten gar nicht
“ich war wandern” - ah ja, bin ich auch öfters
“isser” - oder issers nicht
“junge alleinerziehende Mutter” - sucht?
“Am Anfang bedeckte Gott die Erde mit Broccoli” - und dann schenkte er den Menschen Hirn
“wie mache ich Ziegenkäse” - also zuerst einmal brauchst du eine Ziege, Ziegenbock geht auch, aber Ziege ist besser
“Tomatensorte Harz IV” - hä???
“wie funktioniert eine wassermühle” - mit wasser
“einfach unglaublich” - finde ich auch
“dumm gelaufen” - ja

Einen Versuch unternehme ich noch und dann fliegt der Fuchs 2.0 wieder runter.

Gerade installiere ich den Mist zum 8. Mal neu und sobald ich meine Lesezeichen reinkopiere (die ich brauche, da es sehr viele sind), fängt FF an zu flackern und nix geht mehr und alle Einstellungen vergisst er und startet jedes mal bei null. Ist doch nicht normal.

Auch so bin ich heute irgendwie, ach ich weiß auch nicht.

In Bayern, der Hochburg des Verbraucherschutzes lol , wurde erneut Gammelfleisch gefunden.
Im Landkreis Regen wurden verdorbene Hähnchenfilets und Schweinehaxen gefunden, deren Haltbarkeitsdatum um teilweise fünf Jahre überschritten war.
Doch das Zeug wurde nicht gefunden, da endlich einmal eine richtige Kontrolle stattfand. Nein, erst durch einen anonymen Hinweis, konnte das Fleisch entdeckt werden. (siehe Handelsblatt)

Anscheinend lernen sie es einfach nicht mehr. Morgen oder übermorgen wird dann wieder der schwarze Peter Richtung Berlin geschoben.

Einen Tag früher als sonst, rennen dieses Jahr die Kinder bei uns durch die Gegend und wollen Süßfutter abholen, der Schule wegen. Mittwoch fängt die Schule wieder an und da müssen sie ausgeschlafen sein. Sehr löbliche Einstellung.

Aber ich möchte wetten, morgen klingeln sie doch wieder.

Genauso lebt ein großer Teil der Menschen auf der Erde, Umweltschutz ist ihnen ein Fremdwort. Gerade bei den großen Industrienationen ist er regelrecht verpönt.
Während in Europa so langsam ein Umdenken einsetzt, weigert sich die US-Regierung bis heute das Kyoto-Protokoll zu unterschreiben.

Was passieren wird, wenn nicht bald umgedacht und ein Wandel in der Umweltpolitik vollzogen wird, legt ein Bericht der britischen Ökonoms Nicholas Stern dar. Im Auftrag der britischen Regierung erstellte er eine Studie über den Klimawandel.
Dieser wird uns demnach sehr teuer kommen, ich will es kurz machen, die Weltwirtschaft würde zusammenbrechen. Die Klimaveränderung wird das Wirtschaftswachstum um 5 bis 20 Prozent einbrechen lassen und bis 3,68 Trillionen Pfund kosten (ich weiß gar nicht wieviele Nullen da jetzt drin sind). Dieser Einbruch ist laut Stern vergleichbar mit der Weltwirtschaftskrise von 1930. (siehe Süddeutsche Zeitung)
Die Hauptverursacher des Klimawandels sind bekannt und sie sollen zu einer Verringerung der Emissionen bewegt werden.

Aber in den USA und auch in China wird dieser Bericht auf taube Ohren stoßen, denn schließlich bricht ja nicht heute die Wirtschaft zusammen, sondern erst morgen und solange kann noch fleißig Geld gescheffelt werden.

Nach meinem Bankbesuch, dachte ich mir fährst du noch schnell etwas einkaufen, ich war schließlich schon so lange nicht mehr.
Hätte ich es mal lieber gelassen.

Es ist doch nur ein Feiertag und der ist schon morgen und Leute ihr könnt mir doch nicht erzählen, dass ihr zu Hause nix mehr zu essen habt und diese Mengen morgen essen wollt.
Alle Kassen voll und die Wagen auch, Durchschnittsumme pro Wagen etwa 120 Euro und das auf einem Montag.

hätte ich ja heute nochmal ausschlafen können.

Aber nein, ich muss mir ausgerechnet für den heutigen Tag einen Termin in meiner Bank, die ja nicht mehr vorhanden ist, vereinbaren.

Alle bleiben heute zu Hause, doch ich muss jetzt raus, obwohl es doch so kalt ist, aber was tut man nicht alles, nur damit man etwas sparen kann. Eine Tankfüllung sparen sie, hat mir die Tante versprochen.

Jetzt habe ich herausgefunden was den gestrigen Lärm verursacht haben könnte.
In Indien haben sie getrommelt, war zwar schon Sonnabend, aber ehe die Schallwellen hierher kommen, dauert es eine Weile.

Tja, jedenfalls stand heute nix in der Zeitung und im Fernsehen war gestern auch nix zu sehen, somit vermute ich mal das die Bundeswehr gestern eine geheime Übung abgehalten hat, auf einen Platz der offiziell nicht mehr genutzt wird. Also kann es nur geheim gewesen sein, aber nun nicht mehr, denn ich habe es ausgeplaudert. Mal schauen was nun passiert.

Eben mal eine kleine Regenpause genutzt und den Kopf vor die Tür gesteckt und was vernehmen da meine Lauscher? Maschinengewehrfeuer.
Und es wurde sogar zurückgeschossen und kurz danach ging’s wieder los. Richtige Schußwechsel, die immer noch andauern.

Also wenn es hier mit einmal sehr ruhig wird, so wisst ihr warum.

Richtig aufregend ist das.

Nachtrag: Jetzt ist Ruhe, es wurde noch ein paarmal geschossen, dann waren vier richtig heftige Einschläge oder Explosionen zu hören, aber sowas von heftig und nun ist Ruhe.

Also vom Gefechtszentrum kam das nicht, dafür war das zu laut.