Der Linksbote » 2006 » September
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung zum Dialog mit dem Iran aufgerufen.
Er warnte vor einer Aufteilung der Welt in zwei Blöcke, denn die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Kulturen sind einfach zu groß. (siehe Zeit)
Ich muss ihm deshalb wirklich mal loben, Steinmeier hat gezeigt, dass in ihm also doch ein Diplomat steckt. Denn um einen möglichen Kampf zwischen beiden Kulturen zu verhindern, ist der Dialog zwischen beiden, zwingend notwendig.
Auch wenn das den Hetzern bei uns und in der islamischen Welt nicht passt.
Der Dialog ist möglich, man muss ihn nur wollen und ich hoffe jedenfalls das die Worte vom Außenminister keine leeren waren.
Jetzt wird der ein oder andere stutzen und sich fragen, was heißt das.
Ganz einfach, dass heißt “Gutes Neues Jahr!”
Und genau dieses möchte ich heute allen jüdischen MitbürgerInnen wünschen und erst recht natürlich denjenigen, die hier mitlesen.
Die ganze Zeit glaube ich, mein Auto ist an und brummt unten auf dem Hof vor sich hin. Es hört sich jedenfalls so an.
Ich glaube so etwas zu hören ist nicht gut, oder?
Anscheinend habe ich mich in der letzten Woche zu früh gefreut.
In den USA haben sich die abtrünnigen Senatoren mit US-Präsident George W. Bush geeignet und nun kann Bush’s umstrittenes Anti-Terrorgesetz kommen. Danach wird es künftig erlaubt sein, unter Folter (härtere Verhörmethoden heißt es im Gesetz) entstandene Aussagen vor Gericht zu verwenden. Die Rechte der Gefangenen bleiben auch weiterhin eingeschränkt und dem CIA werden härtere Verhörmethoden erlaubt. Härtere Verhörmethoden, bedeutet eigentlich Folter.
Die Senatoren um den Republikaner Senator John McCain sind somit eingeknickt, wer weiß wieviel Druck auf ihnen ausgeübt wurde. Sie verkaufen es zwar nun als Einigung, angeblich sollen einige Punkte verändert wurden sein, aber welche, dass wurde nicht verraten. (siehe Tagesschau)
Somit heißt es also freie Fahrt für die Folter. Die Menschenrechte und die Genver Konvention können ruhig gebrochen werden. Aber wehe jemand anders, kratzt an ihnen.
Da setze ich mich hier so nichts ahnend hin und mit einmal hört es sich so an, als ob das Haus gleich zusammen bricht. Der Lärm wurde immer lauter, mir wurde es schon so richtig mulmig zumute, ich dachte schon da fährt gerade ein Panzer ins Haus.
Aber nein, es war nur ein Hubschraubergeschwader im Tiefflug. Aber sowas von tief, tiefer gehts schon gar nicht mehr.
Diese Frage stellt sich heute im Zusammenhang mit dem Entführungsfall Khaled el-Masri, die Süddeutsche Zeitung.
Was wäre passiert, wenn El-Masri, Meier heißen würde und nicht vom CIA, sondern von einen anderen Geheimdienst verschleppt worden wäre.
Dann wäre aber Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt worden, um ihn da wieder rauszuholen und wenn bekannt geworden wäre, dass der damalige Bundesinnenminister Otto Schily, von alle gewusst hat, aber die Ermittler nicht unterstützt, ja dann wäre sein Kopf gefordert worden.
Alles ist ja nur eine Frage nach dem was wäre wenn.
Doch so heißt Khaled el-Masri, Khaled el-Masri, ist Muslime und Staatsbürger zweiter Klasse, also kann er ruhig in eine Foltergefängnis gesteckt werden.
Ich stelle bei dieser Gelegenheit eine andere Frage, was wäre eigentlich passiert, wenn el-Masri US-Staatsbürger gewesen wäre und der BND hätte ihn entführt? Glaubt ihr, dass die USA tatenlos zugeschaut hätten?
Für sie spielt es keine Rolle ob jemand eingebürgert wurde oder nicht, sobald jemand den US-Pass besitzt, so ist er ein vollständiger Staatsbürger, der jede erdenkliche Unterstützung bekommen würde.
Für Deutschland ist so etwas unvorstellbar.
Da seine Fußballmannschaft zweimal hintereinander verloren hat, ließ in Rußland ein Trainer seine Spieler verprügeln.
Nun liegen der Kapitän, ein Torhüter und ein Stürmer des Drittliga-Teams Metallurg Lipezk, mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Der Trainer wurde mit sofortiger Wirkung entlassen. (siehe Netzeitung)
Ich habe es schon immer gesagt, Sport ist Mord und überhaupt nicht gesund.
Vor ein oder zwei Wochen, hatte ich doch in einen Kommentar erwähnt, dass ich im letzten Jahr dabei zuschauen durfte, wie ein Heißluftballon mitten auf dem Alten Markt in Magdeburg gelandet ist. Ich wollte eigentlich ein Bild davon zeigen.
Gerade als ich über einige Bilder von diesem Ereignis gestolpert bin, fiel mir dieses Versprechen wieder ein.
Somit gibt es jetzt ein Bild von der Landung, die wirklich eine Meisterleistung war.
Das Datum habe ich auch noch im Kopf, es war der 18.9. vielleicht sagt Euch dieser Tag noch etwas.
Heute erinnert der Weltkindertag daran, dass auch Kinder Rechte haben und das ihnen menschenwürdiges Leben ermöglicht werden muss.
Ja, wenn wir so etwas vernehmen, wo schauen wir hin? Natürlich, zu Recht in Länder der dritten Welt. Mehrere Hundertmillionen Kinder sind weltweit vom Hungertod bedroht, täglich sterben tausende Kinder an den Folgen von Hunger und Armut.
Kinderarbeit ist immer noch ein weitverbreitetes Phänomen und niemand ist gewillt diese abzuschaffen. Und wir tragen dafür eine Mitschuld. Die Industrienationen sind nicht gewillt die Armut wirklich zu bekämpfen, sie wollen auch nicht die Kinderarbeit bekämpfen. Alles bleibt trotz aller Appelle und Versprechungen beim Alten.
Aber wir dürfen an so einem Tag nicht nur in die Dritte Welt schauen, die Kinderarmut beginnt bereits vor unsere Haustür. 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland in Armut, mit der Einführung von Hartz-IV ist die Zahl der in Armut lebenden Kinder sprunghaft angestiegen.
Wenn wieder einmal über Kürzungen von Hartz-IV diskutiert wird, so wird außer acht gelassen, dass jede Kürzung diese Kinder trifft. Die Politik hat die Kinder vergessen.
Bundesweit werden deshalb heute 2,5 Millionen Fähnchen aufgehängt, um auf die Kinderarmut in Deutschland aufmerksam zu machen. (siehe Neue Osnabrücker Zeitung)
Die Politik muss endlich wach werden und handeln. Das in einem so reichen Land wie Deutschland, so viele Kinder in Armut leben müssen ist eine Schande.
Der Bembelkandidat erinnert ebenfalls an den heutigen Weltkindertag und macht auf die hohe Kinderarmut in Deutschland und ihre Folgen aufmerksam.
Jetzt neigt sich der September fast dem Ende zu und wir haben hier bei uns immer noch hochsommerliche Temperaturen. Ich weiß auch gar nicht mehr, wann es das letzte Mal geregnet hat, ist auch schon wieder einige Wochen her.

