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Großspenden an Regierungsparteien

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Der Energieriese Eon, sowie die Deutsche Bank haben der CDU und der SPD zusammen 450.000 Euro gespendet. Eon spendete der SPD 150.000 Euro und der CDU 100.000 und die CDU bekam von der Deutschen Bank noch einmal 200.000 Euro. (Deutscher Bundestag Drucksache 16/2440 pdf-format)
Merkwürdig mutet da eigentlich die Spende von Eon an, genau in Zeiten steigender Strompreise sowie schimpfender Bürger und Politiker, spendet der Konzern an die beide Regierungsparteien 250.000 Euro.

Beim Sozialticker bin ich über diese Meldung gestolpert und dort wird auch gleich noch einmal darauf hingewiesen, dass die Hartz-IV-Empfänger die überhöhten Strompreise aus der ihnen zustehenden Regelleistung bezahlen müssen. Dafür stehen ihm genau 20,74 Euro zur Verfügung. Festgelegt im neuen Optimierungsgesetz, welches just da beschlossen wurde, als die Spendengelder flossen. Kurz darauf gab es dann die Ankündigung der Strompreiserhöhung.

Wie ein Hartz-IV-Empfänger diese Preise überhaupt bezahlen kann, dass bleibt ein Rätsel. Aber wahrscheinlich reicht eine Kerze für ihm aus, damit kann er auch gleich sein Löffelchen Suppe mit warm machen.

9 Kommentare

  • 1. srbBLOGger schrieb am 1st September 2006 um 15:39 :

    Wir haben uns gestern mal (wieder) ausgerechnet, was wir zum Leben haben.

    Demnach bleiben uns für Lebensmittel, Strom, Kleidung, [IRONIE] Luxus [/IRONIE] und alles was sonst noch anfällt, für 3 Personen insgesamt 556 EURO!

    Achja, Hartz-IV-Empfänger habens ja so dicke…

  • 2. doerfler schrieb am 1st September 2006 um 15:50 :

    Im Grunde genommen spielt es ja nicht einmal eine Rolle ob Hartz-IV-Empfänger oder Niedriglohnbeschäftigter oder Rentner, sie alle haben kaum noch Geld zum Leben.
    Und 556 Euro pro Person, dass mehr wie krass.
    Eigentlich wurde vor ein paar Jahren eine unterste Einkommensgrenze in Deutschland eingeführt, praktisch vergleichbar mit der Armutsgrenze.
    Ich möchte sogar meinen die lag bei etwa 1200 DM pro Kopf, alles war darunter war konnte Unterstützung beantragen. Das wurde damals Grundsicherung genannt und sollte vor allen Rentnern zu Gute kommen.
    Nun 1200 DM ja fast 600 Euro und bei der Inflation müsste eigentlich die unterste Grenze bei 650 Euro im Monat liegen.
    Dann sind wir auch schon bei Armutsgrenze die per Definition für Deutschland zwischen 600 und 900 Euro liegt (da gibt es unterschiedliche Berechnungsmethoden).
    Das heißt also, ein Hartz-IV-Empfänger wird per Gesetz unter die Armutsgrenze geschoben und das soll völlig legal sein.
    Gleiches gilt auch für die Geringverdiener, bis heute wird ein Mindestlohn abgelehnt, der eigentlich nur dazu führen würde, dass die Menschen wirklich über der Armutsgrenze bleiben.
    Dann werden die Renten immer weiter nach unten gedrückt.
    Das ist alles nicht mehr auszuhalten und wer sich dann einmal unters Volk mischt (so heißt es doch immer) und ihnen zuhört, der wird merken, wie die Menschen kochen. Die sind wütend.

  • 3. srbBLOGger schrieb am 1st September 2006 um 16:00 :

    ähm, 556 EURO für 3 Personen, d.h. pro Person 185 EURO!!!!!!!

  • 4. doerfler schrieb am 1st September 2006 um 16:02 :

    Sorry, dass meinte ich doch. Ich war im Gedanken schon wieder beim der Armutsgrenze.

  • 5. srbBLOGger schrieb am 1st September 2006 um 16:08 :

    Was ich bei dieser ganzen Geschichte auch noch “Sch…..” finde ist die Tatsache, dass ich zwar per Gesetz mir der Luxus eines Autos nicht zusteht, ich tatsächlich aber aufgefordert werde, mir zwecks Mobilität eines anzulegen, damit ich leichter vermittelbar bin.

    Mit anderen Worten soll ich von den paar Kröten auch noch ein Fahrzeug unterhalten, ohne dass mir dabei geholfen wird!

    Wenn ich aber ein Fahrzeug abmelden muss, weil ich das Geld für nötige Reparaturen nicht habe und der Wagen deshalb auch nicht durch den TÜV kommt, wird mir Absicht unterstellt!
    Und zwar Absicht, weil ich mich den Arbeitsplatzangeboten verwehre!!!

    Dieser Staat ist krank, und zwar geistig!

  • 6. srbBLOGger schrieb am 1st September 2006 um 16:17 :

    Weiterhin muss ich JEDE Möglichkeit nutzen, um Stellenangebote zu finden!

    Was die Stellenangebote aus der Zeitung taugen, brauche ich ja keinem zu sagen (nämlich nichts) - also bleibt da nur noch das Internet.

    Wenn ich aber den ganzen Tag im Internet nach Arbeit suche, komme ich ohne eine Flatrate nicht mehr aus (Kosten!).

    Diese Kosten muss ich aber selbst tragen, “…da das Amt ja einen Internetzugang zur Verfügung stellt”.
    Laut Agentur muss ich aber von morgens 8 bis 18 Uhr mich mit dieser Suche beschäftigen, sodass in eigentlich dort ein Zelt aufschlagen müßte!
    (Da ich diese Vollblut-Hornochsen aber nicht auf dumme Ideen bringen möchte, erzähle ich jetzt mal nicht weiter)

    Ich könnte da noch stundenlang weitere Beispiele bringen, wie ich mich verhalten soll, was finanziell aber nicht mehr möglich ist!

  • 7. doerfler schrieb am 1st September 2006 um 16:33 :

    Die Liste ist wirklich sehr lang und von denjenigen die dieses Gesetz erstellt haben, ist sich keiner dem Schwachsinn bewusst, den er da beschlossen hat.

  • 8. Trixi schrieb am 2nd September 2006 um 17:41 :

    “Laut Agentur muss ich aber von morgens 8 bis 18 Uhr mich mit dieser Suche beschäftigen, sodass in eigentlich dort ein Zelt aufschlagen müßte!”

    … solche Dinge immer an den Sozialticker schicken, denn die machen vieles public und sind fast die einzigen im Netz, die noch real berichten.

  • 9. doerfler schrieb am 2nd September 2006 um 19:05 :

    Ohne sie und das Erwerbslosenforum, plus die wenigen Hilferufe in den Medien, würden wir doch überhaupt nicht erfahren, was eigentlich passiert.

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