Der Linksbote » 2006 » September

Auch dieses Wochenende gibt es nur einen kurzen Eintrag, obwohl es eigentlich soviele Themen gibt, aber ohne freien Kopf geht es nicht.

Aber ein Bild habe ich für euch, passend zu meiner Stimmung, die derzeit auf dem Tiefpunkt ist, ist es etwas düster.

Vielleicht gelingt es euch aber zu erraten, um was es sich dabei handelt. Kleiner Tipp, dass was ihr sehr ist nur ein kleiner Ausschnitt.

Also machts gut.

Nun ist es passiert, die Schreibblockade ist da, mein Kopf ist zu, ich kriege irgendwie keinen richtigen Gedanken zusammen, da mir zu viele andere durch den Kopf schwirren. Irgendwie gehts mir überhaupt nicht.
Euch dann einen schönen Tag. Tschau

Eine gute soll man doch jeden Tag tun und das habe ich heute gemacht.

Ich fuhr so heute die Autobahn entlang und als dann die Abfahrt kam und ich mich in selbiger befand, fuhr mein Vordermann mit einmal zickzack, aber sowas von zickzack, ich war schon richtig sauer.
Am Ende der Ausfahrt kommt dann eine Ampel und er wusste nicht so recht wo er hin sollte, links rum oder rechts rum. Dann entschied er sich für rechts und bremste scharf ab und blieb stehen, ich war dementsprechend geladen und fluchte, dann sprang der Fahrer aus dem Auto und fragte ganz nett, wo die nächste Tankstelle ist.
Ich antworte ihm und er fragte noch wie weit das sei, als er auch das wusste, setzte er sich wieder in sein Auto und die Ampel sprang auf grün.

Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass er vermutlich nach einigen Kilometern Fahrt recht nervös werden würde, denn ich glaubte sein Tank war schon ziemlich leer und außerdem war mir auch so, dass er vermutlich die Einfahrt zur Tankstelle verpassen würde, denn die befindet sich auf der anderen Straßenseite einer vierspurigen Straße und hat eine extra Abbiegespur. Also wurde ich noch netter und überholte ihn und geleitete den Fahrer bis zur Tankstelle. Kurz vorher wechselte ich die Spur, bremste ab und winkte einige Male und dann wechselte er auch die Spur und fand die Einfahrt, er bedankte sich noch und ich fühlte mich gleich besser.
Gibt bestimmt ein paar Karma-Punkte zusätzlich, falls ich daran glauben sollte, was ich nicht tue, aber sicher ist sicher.

Ich benutze nun schon seit Ewigkeiten SpamKarma und dort gibt es doch den Punkt “freigegebene Kommentare” und alle bis auf einen sind grün und einer ist rosa. Was bedeutet das jetzt?
Das hatte ich noch nie, zumal es auch noch mein eigener Kommentar ist.
Es ist Kommentar 5310.

Eigentlich sind Sozialwohnungen nur für sozial Bedürftige vorgesehen, doch in Berlin scheint diese Regelung nicht direkt zu gelten. So wohnt der Bürgermeister von Berlin-Mitte, Joachim Zeller (CDU), in einer sanierten Altbau-Wohnung, die einmal eine Sozialwohnung war.
Da aber die Wohnungsbaugenossenschaft, für die Wohnung in bester Lage (nähe Haekesche Höfe) keinen Mieter fand, wurde der Passus aufgehoben und der Bürgermeister konnte mit seiner Familie dort einziehen. Die Miete wurde aber noch geringfügig angehoben.
Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, da wohnt ein hauptamtlicher Bürgermeister (7400 Euro im Monat) für knapp über 600 Euro Kaltmiete in einer ehemaligen Sozialwohnung, für die sich angeblich keine sozialschwache Familie gefunden hat.
Achso, trotz der Mietpreisanhebung, liegt die Miete gut 50 Prozent unter den gängigen Mietpreisen.

[Quelle: BZ]

Heute stelle ich mich mal wieder ganz doof.

Da wird in Berlin so eine komische Oper abgesetzt,  jedenfalls hätten sie mir ein Million bieten können und ich wäre dort nicht reingegangen, aber Kunst ist ja ein dehnbarer Begriff. Naja jedenfalls wurde da diese Oper aus Angst vor islamistischen Protesten abgesetzt .

Das Geschrei hinterher war und ist groß, zu recht muss ich sagen, Kunst ist Kunst und ist genauso wie die Meinungsfreiheit ein hohes Gut und darf durch niemanden beeinflusst werden.

Aber dennoch werfen sich mir bei dieser ganzen Aufregung einige Fragen auf.

Es ist von Kapitulation vor den Islamisten die Rede, die künstleriche Freiheit sei in Gefahr und so weiter. Doch nun frage ich mich, welche Politik betreiben eigentlich die, die jetzt am lautesten Schreien?
Warum brechen Politiker wie Wolfgang Schäuble (CDU) das Grundgesetz?
Sie schränken doch die Freiheitsrechte aller Bürger ein, sie schaffen doch diesen Überwachungsstaat, der vor alles Angst hat. Sie haben doch diese ganze Terrorgefahr hochgeputscht. Das ist in meinen Augen eine Kapitulation.
Ja warum regen diese Politiker sich dann so auf?

Was ist schwerwiegender, aus Angst vor dem Terrorismus eine Oper abzusetzen oder den Rechtsstaat, sowie die Meinungs- und Pressefreiheit abzuschaffen?

Ich finde da gibt es keinen Unterschied, aber dennoch wird er gemacht. Oper absetzen, oh wie schlimm. Rechtsstaat abschaffen und die Verfassung brechen, ach was solls.
Das ist doch einfach nur verlogen.


Vorhin hatte ich meinen Friseurtermin, also fuhr ich dort hin.

Parkplatz gesucht und noch eine Lücke gefunden, ich gehe zum Automaten und werfen das Geld rein und warte und nix passiert. Ich warte weiter und immer noch nix, irgendwann macht es dann klick, es wäre wohl besser, wenn ich das grüne Knöpfchen drücken würde.
Ja und dann kam sogar ein kleines Scheinchen dort raus, was auch gut war, denn die Politesen waren auch schon im Anmarsch.

Ich brauche wohl auch nicht zu sagen, dass mir heute mal wieder mehrfach beinahe die Vorfahrt genommen wurde und zwei es Autos auf mich abgesehen hatten, als sie aus einer Seitenstraße rauskamen.

Achso, der Friseurbesuch war natürlich auch wieder klasse. Das ist immer sehr erholsam, nur leider viel zu kurz.

Der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), Thomas Straubhaar, fordert in der Zeit ein Grundeinkommen für jeden und bedingslos.

Im Gegenzug könnten damit alle weiteren Sozialleistungen wegfallen und der gesamte Verwaltungsapparat des Sozialsystems wäre somit überflüssig und dadurch würden natürlich einige Geldmittel freigesetzt werden.
Finanziert werden soll das ganze durch die Anhebung der Mehrwertsteuer auf 25 bis 30 Prozent.
Das hört sich natürlich erst einmal viel an, aber durch das Modell des HWWI würden die Lohnnebenkosten wegfallen und auch die Löhne selber steigen und somit hätten die, die Arbeit haben mehr Geld in der Tasche und die, die keine haben, wären aber durch den Staat abgesichert und bräuchten keine Angst haben, in die Armutsfalle zu geraten.

Nun werden natürlich auch wieder die Kritiker losschimpfen und sagen, dann braucht doch niemand mehr zu arbeiten. Ganz im Gegenteil, das Grundeinkommen (egal wer es fordert) liegt doch nun wirklich an der Grenze des Existenzminimums, also große Sprünge sind damit auch nicht möglich. Aber es ermöglicht ein Leben in Würde, was ja heute bei Hartz-IV und den Minilöhnen nicht der Fall ist.
Wer dann mehr möchte und wer will das nicht, der wird dann auch arbeiten wollen und wenn die Menschen wieder mehr Geld in der Tasche haben, dann können sie sich auch mehr leisten und die Wirtschaft springt somit auch an.

Die Zeit mutmaßt aber zu recht, dieses Modell wird genauso wie die ganzen Forderungen nach einem Grundeinkommen in der Versenkung verschwinden.

Denn in einer Zeit wo die Gier der Konzerne und Unternehmen alles Leben bestimmt, ist kein Platz für ein Grundeinkommen oder einen Mindestlohn, denn dann wären die Menschen ja nicht mehr erpressbar, was sie heute sind.
Sowas kann natürlich nicht im Sinne der Wirtschaft sein, also schaufelt sie sich lieber ihr eigenes Grab, denn was interessiert den Managern die Welt von morgen.

Einmal laut S*** rufen und schon gehts mir wieder besser.

Aber dem ist nicht so, also wird es wohl morgen wieder eine Schreibblockade geben.
Eigentlich ist sie ja schon da.

Gute Nacht.