Der Linksbote » 2006 » August
Bald ist es wieder soweit und wir alle müssen los und Weihnachtsgeschenke kaufen. Es sind nur noch vier Monate. Bei mir im Radio lief eben gerade sogar schon das erste Weihnachtslied.
Aber das liegt wohl daran, dass sie unbedingt heute an Weihnachten erinnern müssen. Das geht schon den ganzen Tag so. Als ob das nicht noch vier Monate Zeit hätte.
Seit Monaten befinden sich Union und SPD im Umfragetief. Beide Parteien dümpeln um die 30 Prozent dahin und sind dabei ihren Status als Volksparteien zu verlieren. (siehe Stern)
Doch Schuld daran sind sie selber, wer eine so katastrophale Regierungspolitik abliefert, der braucht sich nicht wundern, wenn ihnen die Wähler davon laufen. Eine Politik gegen die Menschen ist immer schlecht, aber genau diese Politik verfolgen Union und SPD.
Die Liste der Unzumutbarkeiten und Reformen ohne Sinn und Verstand ist lang und der Wähler sieht nur eines, ihm geht es immer schlechter.
Doch aus den Umfragen lernen, tun weder Merkel, Beck, Müntefering, Pofalla oder Kauder.
Vorhin, als ich mit dem Auto unterwegs war, da stand da so eine kleine zierliche Person am Straßenrand und hatte ein Schild in der Hand, direkt vor dem Gesicht.
Die Person hatte auch sehr lange Haare, nur halt das Schild direkt vor Gesicht, jedenfalls bis zur Nase. Sah jedenfalls sehr weiblich aus.
Als ich dran vorbei war, sah ich das sie einen Bart hatte.
Irgendeiner wird bestimmt noch angehalten haben.
Ab 2008 werden laut Handelsblatt die Krankenkassen bestraft, welche wirtschaftlich sehr sparsam arbeiten und dadurch sogar Überschüsse erzielen.
2008 wird es ja den sogenannten Gesundheitsfond geben, in den alle Krankenkassen einzahlen und das Geld aus diesem Fond wird dann an die Krankenkassen verteilt. Vorgesehen war ein Zuschuss pro Krankenkasse von 95 Prozent. Nun werden in der Anfangsphase ersteinmal 100 Prozent aller Ausgaben übernommen.
Das heißt also, dass eine Krankenkasse die wirklich nur Schulden macht, mit einmal alle Kosten erstattet bekommt und die Krankenkasse die Überschüsse erwirtschaftet, kommt für die Schulden der anderen Kasse auf. Solidaritätsprinzip nennt man das, ist ja eigentlich nicht schlecht. So etwas wurde ja schließlich von vielen gefordert.
Aber irgendwie bekomme ich da ein Denkproblem und zwar eines für die Zeit nach der Anfangsphase. Ich zahle also 100 Prozent ein und bekomme 95 Prozent wieder und muss davon dann alle Kosten begleichen. Ist doch irgendwie unlogisch.
Dadurch sollen die Kassen zum Sparen angeregt werden. Aber erst einmal gehen alle Einnahmen der Kassen weg und dann bekommen sie nur einen Teil davon wieder und zwar immer 95 Prozent der Ausgaben. Doch wie soll da die Kassen sparen, wenn sie immer nur 95 Prozent der Ausgaben zurückbekommen, können sie doch nie einen Überschuss erwirtschaften.
Oder habe ich da irgendetwas verkehrt verstanden. Ich bitte um Aufklärung.
Erstmals widerspricht ein Experte die abstrusen Theorien von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), BKA und der Bundesstaatsanwaltschaft, dass die Ende Juli geplanten Anschläge das Werk eines Terrornetzwerkes gewesen seien.
Für Alexander S. Kekulé sind die Bahnbomben das Werk von Dilletanten. Die Bomben hätten seiner Ansicht nach nicht für zig Tote gesorgt und die Zügen wären auch nicht entgleist, wie von der Polizei behauptet wird.
Er vermutet im Tagesspiegel, dass als Sprengstoff ganz normales Propangas verwendet wurde und das hätte nur eine Stichflamme gegeben. Ohne Zweifel für die sich in der Nähe befindene Menschen mit fatalen Folgen, aber es wäre nicht zum Massenmord gekommen, wie vor wenigen Tagen noch überall rausposaunt.
Einmal mehr stellt sich die Frage, was eigentlich mit dieser Panik bezweckt werden soll.
Die Antwort ist ganz einfach, mit aller Macht soll aus Deutschland, aber auch aus der EU, ein Überwachungsstaat gemacht werden. Der Weg zu einem totalitären Überwachungsstaates ist nur noch ein kurzer.
Aber nicht nur das, wir nähern uns mit der Hetze gegen Muslime langsam längst vergessenen Zeiten.
Vor einigen Jahren heiratete eine Frau aus Sachsen-Anhalt einen Niederländer und zog mit ihm in die Niederlande. Sie bekamen dort zwei Kinder.
Doch 2004 ließ sich die Frau von ihren Mann scheiden und beide bekamen für die Kinder zu gleichen Teilen das Sorgerecht zugesprochen.
Im letzten Jahr wurden dann bei der siebenjährigen Tochter Anzeichen eines sexuellen Mißbrauches festgestellt. Für die Mutter war klar, dass konnte nur der Vater sein. Doch Behörden nahmen sie und die Aussagen Tochter nicht ernst.
Die Mutter verweigerte dem Vater die Kinder, wegen des Verdacht auf Mißbrauch. Aber sie hatte dabei nicht mit den Behörden gerechnet. Denn diese reagierten nun und sprachen dem Vater das vollständige Sorgerrecht zu, trotz des wirklich schwerwiegenden Verdachtes.
Die Frau handelte und zog nach Deutschland, denn dorthin konnte ihr Mann sie nicht folgen, da er hier ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Aber die niederländischen Behörden machten Druck auf die deutschen und nun wird die Mutter ihre beiden Kinder ihren Vater ausliefern müssen. Anschließend muss sie dann in den Niederlanden weiter um das Sorgerecht kämpfen, obwohl sie dazu finanziell nicht mehr in der Lage ist. (siehe Volksstimme)
Ich verstehe einfach nicht, wieso die Behörden die Mutter so alleine lassen. Zum einem in Sorgerechtstreit, aber auch wegen dieses ungeheuerlichen Verdachtes gegen den Vater. Also da müssten sie sich doch mit den niederländischen Behörden in Kontakt setzen und schauen was möglich ist.
Ich kann aber auch die niederländischen Behörden nicht verstehen, wenn bei uns so ein Verdacht aufkommt, wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, aber dort geschieht nix. Ganz im Gegenteil, die Kinder werden auch noch der Person übergeben, die verdächtigt wird. Ist doch nicht mehr normal.
In der kommenden Woche habe ich etwas vor.
Und zwar möchte ich mir die Europaratsausstellung “Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation” anschauen.
Genauer gesagt, den Teil davon der in Magdeburg stattfindet.
Der zweite Teil der Ausstellung findet in Berlin statt.
Jedenfalls gibt es im Museum viel zu bestaunen, dass wertvollste Buch Europas, der Codex Manesse, zum Beispiel oder den Onyx von Schaffhausen. Dann gibt es noch den Goldenen Barbarossakopf und viele weitere wertvolle Exponate, die in diesen Tagen streng bewacht in Magdeburg eintreffen.
Und die möchte ich mir schon gerne einmal anschauen.
Da die Ausstellung am Montag eröffnet wird und ich eigentlich nur am Dienstag kann, werde ich bestimmt sehr lange anstehen müssen. Also drückt mir dann schon mal die Daumen das dem nicht so ist.
Entgegen aller vorherigen Ankündigungen habe ich mich dann doch nicht für einen neuen Puter entschieden.
Sondern ich habe es anders gemacht. Mein PC bekam mehr Arbeitsspeicher und ich habe ihn Softwaremäßig wieder auf Fordermann gebracht, dann spendierte ich ihn noch eine zusätzliche Festplatte, so daß ich endlich meine ganzen Bilder wieder unterbringen kann. Die müsste eigentlich eine Weile reichen.
Ja und heute gab es dann noch einen schicken Flachbildschirm und endlich kann ich wieder richtig was sehen. Ich habe ja kaum noch etwas erkennen können.
Zusammengerechnet ergibt das dann den Preis eines neuen PC, nur ohne Monitor.
Ich muss mich zwar erst einmal ein bissel dran gewöhnen, aber das wird schon. Damit bin ich nun auch nicht mehr mit der altmodischen 800×600 Auflösung unterwegs. Ich war wohl einer der letzten der diese noch genutzt hat.
Achso und laufen tut meine Puterine nun auch wieder und wie. Richtig flott, so schnell kann ich gar nicht gucken.
Im Kongo ist es zu den ersten Ausseinandersetzungen zwischen den UN-Truppen und Soldaten von Präsident Joseph Kabila gekommen.
Ein Gruppe von Botschaftern besuchte die Residenz vom Gegenkandidaten Bemba und anschließend wurde das Haus von Regierungssoldaten beschossen. (siehe Tagesschau)
Das wird wohl noch nicht der erste Zwischenfall gewesen sein. Denn in der Hauptstadt Kongos, Kinshasa gerät die Lage wohl so langsam außer Kontrolle.
Ich hoffe ja nur, dass die Soldaten, darunter ja auch viele deutsche wieder heile nach Hause. Dieser Einsatz ist eigentlich ein reines Himmelfahrtskommando und wird im Kongo für keinen Frieden sorgen.
Christoph Daum wird Assistenztrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft.
Er wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung neben Bundestrainer Willi Breuer auf der Bank Platz nehmen und das auch noch unentgeltlich. (siehe Focus)
Er ist damit neben Rudi Völler und Reiner Calmund, die beide WM-Botschafter sind, der promintenteste Gast der WM und sorgt dafür, dass diese Sportler etwas in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Denn wer hat eigentlich bis gestern überhaupt gewusst, dass ab kommenden Dienstag erneut die Fußball-Welt in Deutschland zu Gast sein wird? Doch die wenigsten.
Die Fußball-WM für Menschen mit Behinderung findet sogar ganz in meiner Nähe statt, einige Vorrundenspiele werden in der Altmark ausgetragen.

