Der Linksbote » 2006 » August

Wie jeden Montag berichtet die Volksstimme über Menschen in Not, meistens handelt es sich dabei um Hartz-IV-Empfänger.

So auch diesen Montag wieder. Beides sind aber keine Einzelfälle, sondern davon sind sehr viele Hartz-IV-Empfänger betroffen.

Der eine Fall war mir so noch nicht bekannt und tritt erst seit dem Optimierungsgesetz vom 1. August so auf. Denn seit dem 1. August bekommen Bedürftige unter 25 Jahren nur noch 276 Euro ALG-II, statt wie vorher 345 Euro.
Doch gerade die Regelsatzkürzung hat massive Auswirkungen auf Bedarfsgemeinschaften, wo die volljährigen Kinder noch im Haushalt wohnen. Sie bekommen seitdem weniger Unterstützung. Die Volksstimme berichtet von einer alleinstehenden Frau mit drei volljährigen Kindern, für diese Familie sind das miteinmal über 200 Euro, die sie nun weniger zur Verfügung hat. Und 200 Euro sind viel Geld. Vorher reichte das Geld gerade so und nun kommen sie möglicherweise in Existenznot.

Betroffen davon sind tausende Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften.

Im nächsten Fall geht es eigentlich um eine richtig zynische Auslegung von Hartz-IV. Wer krank wird und ins Krankenhaus muss, dem wird der Regelsatz gekürzt. Dem Betroffenden werden zwar weiterhin die Kosten für die Wohnung bezahlt, aber alles andere wird gekürzt, denn schließlich habe er ja Kost und Logie frei. Egal ob er da nun für das Krankenhaus 10 Euro am Tag zuzahlen muss.
Das heißt im Klartext, Hartz-IV-Empfänger werden dafür bestraft, dass sie krank geworden sind. Das sie trotz Krankenhausaufenthalt dennoch laufende Kosten haben, ja sie sogar weiterhin eine Familie ernähren müssen, dass interessiert die Mitarbeiter der Arge nicht. Besser gesagt, es darf sie nicht interessieren, denn Vater Staat hat die Abschaffung der Menschenwürde und damit einen gravierenden Verfassungsbruch beschlossen.

Wir haben das wirklich wunderschöne Sonntagswetter genutzt und sind noch einmal kurz ins Grüne gefahren. Uns verschlug es in den Landschaftspark Althaldensleben-Hundisburg.

Ich sage nur Wow, der Park der liegt eigentlich nur gute 10 Minuten Fahrtzeit von uns weg, aber dort war ich noch nie. Im Schloßpark von Hundisburg schon, aber in diesen Teil des Landschaftsparkes noch nie und ich muss sagen, da habe ich richtig etwas verpasst. Zum einen ist der Park einfach nur riesig und zum anderen gibt es dort soviele komische Bäume, in allen möglichen Wuchsformen und Sorten, dass ist einfach beeindruckend. Also wie manch Baum und Ast wachsen kann, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Dazu kommen dann noch viele mittlerweile sehr seltene Baumarten, oder welche die hier gar nicht wachsen.

Im Herbst, wenn nebelig ist, sieht das bestimmt richtig gruselig aus.

Ein paar Bilder habe ich für Euch auch noch gemacht.


Das erste ist der Parkteich, mit ein paar Kugeln drauf, die hat ein Künstler dort hingelegt, vom Weiten sieht das wirklich gut aus.

Die restlichen Bilder sind Impressionen aus dem Park.

Beim letzten Bild liegt kein Bildfehler vor, da habe ich einen Filter verwendet, damit es etwas romantischer aussieht.

Nachtrag: Der Text lässt sich nicht anders anordnen. (

Einen schönen, ruhigen und erholsamen Sonntag wünsche ich Euch.

Ja so etwas soll schon mal vorkommen. Damit ich dabei auch meine Ruhe habe, mache ich das eigentlich ganz gerne alleine und es schienen sogar heute alle auf mich gehört zu haben. Denn nach nur 20 Minuten Fahrt stand ich schon auf dem Parkplatz, dass ist Rekord und ganz ohne zu rasen.

Nach einer halben Stunde hatte ich auch schon alles was ich wollte und stand erneut auf dem Parkplatz, da mein Ticket aber noch nicht abgelaufen war, ging ich mir dann das größte Einkaufscenter bei uns im Land, anschauen. Drei Etagen Geschäft an Geschäft, ich frag mich wozu wir so etwas brauchen. Als ob wir eine Millionenstadt wären.

Wenn es denn wenigstens einen anständigen Buchladen dort geben würde, aber den gibt es nicht. Es gibt zwar gleich drei Buchhandlungen, aber in den einen kann ich nur mit Kundenkarte einkaufen, der zweite ist sehr klein und der dritte ist sehr groß aber total unübersichtlich. Da bekam ich dann doch etwas Wehmut.

Früher hatte ich in der Kreisstadt meinen Buchhändler. Da war es immer schön gemütlich, er hatte zwar nie die Bücher gehabt, die ich brauchte, aber das war egal. Diese wurden bestellt und einen Tag später waren sie da oder auch nicht. Denn wenn sie nicht da waren, so gab es sie nicht mehr. Ja, auch das ist vorgekommen. Das waren auch seine Geschäftsbedingungen die er mit mir abgeschlossen hatte. Anschließend gab es immer noch ein kleines Schwätzchen über Gott und die Welt und was alles so in der Stadt Blödes beschlossen wurde. Ich war dort wie zu Hause, mein Buchhändler hatte auch immer schöne alte Bücher. Auch die kaufte ich bei ihm und auch dort hatten wir beide unsere eigenen Geschäftsbedingungen. Einmal bescheiße ich ihn und ein anderes er mich. Das heißt, ich sagte was ich für das Buch geben will und er sagte mir was er dafür haben will, die beiden Preise schrieben wir auf einen Zettel und seiner galt. Dadurch habe ich dann für das eine Buch viel zu viel bezahlt und das andere gabs geschenkt. Und meistens waren das die, die auch das zehn bis teilweise das hundertfache Wert waren, umgekehrt habe ich natürlich auch mitunter viel zu viel bezahlt. Aber es blieb alles im Rahmen. Keiner von uns war hinterher pleite.

Ja und eines Tages da wurde meine Buchhändler tot im Laden gefunden. Er saß in seinem Sessel und war einfach so eingeschlafen.

Heute werden dort billige Klamotten verkauft.

Ich musste mir also einen neuen Buchhändler suchen. In Magdeburg gibt es auch noch einige und bei einem hatte ich vorher auch immer wieder vorbei geschaut. Denn dort gab es immer eine Bücherzeitung zum mitnehmen. Das war ein großer Buchhändler. Aber sehr schön eingerichtet und sehr übersichtlich. Alles in Themenbereichen unterteilt und ich brauchte nie lange suchen, sondern ich konnte genau in dem Gebiet stöbern wo ich gerade Geschmack drauf hatte. Dazu kam dann noch eine umfangreiche Fachabteilung.

Also kaufte ich von da an dort meine Bücher. Nur die, welche ich dort nicht bekam, die bestellte ich künftig per Internet. Ist ja kein Unterschied zu meinen ersten Buchhändler. Heute bestellt und zwei Tage später da.

Doch nun machte auch diese Buchhandlung zu und ein Teil des Bestandes, aber auch der Mitarbeiter, zog in dieses große Einkaufscenter.

Dort schaute ich wie bereits gesagt heute vorbei und es gefällt mir überhaupt nicht, vielleicht wird es ja noch besser wenn sie komplett umgebaut haben, aber derzeit wirkt das alles sehr lieblos. Keine Themenbereiche, alles bunt Gemischt. Es wird nur zwischen Belletristik und Fachliteratur unterschieden. Aber ich kann nicht mehr zwischen Romane, Krimis, Klassiker oder Thriller unterscheiden. Nur die sogenannten Bestseller liegen getrennt.

Also so macht das Bücherkaufen keinen Spaß und ich habe auch nix gekauft.

Im Kaufhaus, wo ich vorher war, da hatte das Einkaufen sogar halbwegs Spaß gemacht. Kaum ein Kunde, alles sehr leer und ich habe auf Anhieb gefunden was ich wollte, bzw. brauchte. So konnte ich mich in nur einer halben Stunde neu einkleiden.

Das früher auch ganz anders, immer voll und nie das da, was ich wollte.

Der Generalsekretär der CSU, Markus Söder, konnte es nicht lassen, und musste etwas Hochintelligentes zum Thema Hartz-IV sagen. Er hat die Lösung aller Probleme gefunden.

Einfach allen Hartz-IV-Empfängern den Urlaub streichen und schon haben sie alle wieder Arbeit.

Es gibt dabei nur ein kleines Problem und wenn sich Herr Söder vielleicht mit dem SGB-II auseinandergesetzt hätte, denn dort steht alles über Hartz-IV drin, dann hätte er auch gewusst, dass es keinen Urlaubsanspruch gibt. Aber dazu müsste er ja das Gesetzbuch von vorne bis hinten durchlesen und das bedeutet Arbeit. Aber Arbeit verträgt sich überhaupt nicht mit der Sorte Politiker a la Söder und Co. Da reagieren sie ganz allergisch drauf. (siehe Netzeitung)

Söder stellte aber nicht nur diese Forderung, sondern er stellte noch eine weitere. Es müssten mehr Anreize geschaffen werden, damit die Leute wieder arbeiten gehen. “Wer arbeitet, muss mehr haben als, der nicht arbeitet.”

Natürlich muss das so sein und deshalb fordern auch die Gewerkschaften und die Linkspartei seit Monaten die Einführung eines Mindestlohnes. Denn nur so lässt sich dieser Grundsatz gewährleisten. Aber wahrscheinlich nicht für Markus Söder, für ihn gilt Arbeitslose und ihre Familien bekommen ein kleines Almosen, was gerade so zum Überleben reicht und die Menschen im Niedriglohnbereich, bekommen einen Hungerlohn auf derzeitigen Hartz-IV-Niveau oder sogar noch darunter.

[gefunden via Curios Creatures, ähnlicher Artikel bei LonesomWolf’s Blog]

Da habe ich nun alle Bilder auf die neue Festplatte geschoben, aber wirklich alle, also auch die, die es nur noch auf CD gab. Dann wollte ich meine Bilderverwaltung entsprechend aktualisieren und nun sind 80 Prozent aller Tags in den Bildern weg. So ein Mist aber auch. Kann ich sie also alle neu katalogisieren. Sind ja nur gut 10.000 Bilder.

Es gibt Streit um die beinahe teuerste Grillparty der Welt.

Im Juli hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), US-Präsident George W. Bush zu einen Privatbesuch in ihren Wahlkreis eingeladen. Anschließend gab sie noch Trinwillershagen eine private Grillparty.

Auf die Kosten für den Besuch und die Grillparty blieb das Land Mecklenburg-Vorpommern bisher sitzen. Deshalb schrieb Ministerpräsident Harald Ringstorff ( SPD) einen Brief an das Bundeskanzleramt und bekam promt eine Antwort. Der Bund werde die Kosten nicht übernehmen. Die Summe von 14 Millionen Euro sei einfach zu hoch, zumal das Land für die Sicherheitskräfte aufkommen muss. (siehe Zeit)
Mecklenburg selbst ist bereit einen Teil der Kosten zu übernehmen, aber den Rest soll der Bund bezahlen, doch dieser weigerte sich. Gestern gab es dann aus Berlin die ersten Versöhnlichen Zeichen. Kanzleramtschef Thomas de Maizère kündigte an, doch einen Teil der Kosten zu übernehmen, auch wenn die geschätzten 14,6 Millionen Euro ihm nicht schlüssig sind. (siehe NDR)
Aber wahrscheinlich liegt das daran, dass er vor lauter Bodygard und anderen Sicherheitskräften die ganzen Scharfschützen nicht gesehen hat. Oder er hat vor lauter Scharfschützen die 12.000 Polizeibeamten nicht gesehen, die während des Besuches im Einsatz waren. All das will schließlich irgendwie bezahlt sein oder glaubt das Bundeskanzleramt etwa, im Osten gibts alles zum halben Preis?

Das muss man sich einmal vorstellen, da lädt die Bundeskanzlerin zum Privatvergnügen den US-Präsidenten ein, will aber nicht für die Kosten aufkommen. Die sollen andere übernehmen.

Kaum wurden die ersten Details zur Gesundheitsreform bekannt, schon hagelt es von allen Seiten Kritik.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rügt die Reform, da sie zu Lasten der privat Versicherten geht. Die privaten Krankenversicherungen bezeichnen die Reformvorschläge als Hirngespenste. Das Gesundheitsministerium sieht die Vorschläge als längst überholt an. (siehe N24)

Die Bundesärztekammer lehnen den Entwurf ebenso ab, wie die Kassenärztliche Vereinigung, da die Reform die privaten Krankenkassen zerstören würde. (siehe Deutsches Ärzteblatt)

Einzig AOK-Chef Hans Jürgen Ahrens sieht die durch die Reform die Gesundheitsversorgung gefährdet, denn diese würde zu Lasten der Kranken gehen. (siehe Mitteldeutsche Zeitung) Er glaubt, dass durch diese Reform der Weg in die Staatsmedizin bereitet wird. Der Staat wird alles reglementieren und dies führt zu noch höheren Kosten, die natürlich die Versicherten zu tragen haben. (Druckversion Volksstimme)

Überall ist ein Körnchen Wahrheit dabei. Die Kritik ist ohne Zweifel berechtigt, denn die Reform wird zu einer Verschlechterung der Gesundheitsversorgung und sie wird über kurz oder lang zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems führen. Zuerst gehen die privaten Krankenkassen krachen, was ja auch wegen des Solidaritätsprinzips so gewollt ist. Anschließend geraten aber auch die gesetzlichen Krankenkassen ins Schlingern, von der Ärzteschaft ganz zu Schweigen.

Natürlich muss die Frage gestellt werden, ob es sinnvoll ist so viele Krankenkassen zu haben. Mit viel weniger, würde sehr viel Geld eingespart werden. Aber deshalb muss ich sie nicht mutwillig ins Messer laufen lassen. Der Zusammenschluß geht nur über Fusionen, aber nicht durch Pleiten.

Die gesamte Reform lässt die wahren Kostentreiber im Gesundheitssystem völlig außer acht. Das ist zum einen die völlig übertriebene Bürokratie und zum anderen die Pharmaindustrie. Den ganzen Beitrag lesen…

Jetzt wo ich einen schicken Flachbildschirm mein eigen nenne, fand ich auch gleich passend dazu eine Seite mit vielen schönen Hintergrundbildern. Ich weiß gar nicht was ich da nehmen soll, die sind einfach zu schön. MyDeskcity.com ist zwar auf chinesisch oder so gehalten, aber die Bilder erkennt jeder und man braucht sich nur durchzuklicken.

[gefunden im Photoshop Weblog]

Langsam wird es eigentlich absurd. Da fasselt die Politik seit Tagen davon, dass Deutschland ins Visier von Terroristen geraten ist. Dabei soll es sich sogar um ein richtiges Terrornetzwerk a la Al Kaida handeln.

Doch merkwürdig dabei ist, dass die Täter glücklicherweise zu doof sind, um eine Bombe zu bauen, die jeder normal begabte Schüler hätte bauen können und dann lassen sie sich auch noch von der Polizei fassen. Doch damit nicht genug, der eine Täter stellt sich sogar noch freiwillig, obwohl er doch längst untergetaucht war. (siehe Netzeitung)

Es müsste doch eigentlich wirklich den letzten auffallen, dass an der Geschichte von Schäuble einiges nicht stimmt und das hier mit aller Macht der Überwachungsstaat durchgedrückt werden soll.

Panik machen und dann zeigen, dass die Politik handelt und die BürgerInnen in einer falschen Sicherheit wiegen, sie aber gleichzeitig alle unter Generalverdacht stellen. Denn schließlich ist ja jeder von uns ein potenzieller Terrorist. Unser Nachbar könnte einer sein und deshalb müssen wir auf ihn aufpassen. Bekommt er Besuch und dieser bleibt länger, so müssen wir es der Polizei melden. Und ist mein Nachbar ein Muslime, dann müssen wir es so oder so melden. Trägt er vielleicht noch Bart, heißt es aufgepasst und lieber gleich das SEK bestellt.

Das ist doch einfach nur noch krank.