Der Linksbote » 2006 » July
Der Krieg gegen den Libanon dauert nun schon zwei Wochen und ein Ende ist nicht Sicht, da weder die Hisbollah noch Israel zu einem Gewaltverzicht bereit sind.
Hisbollah-Chef Nasrallah, droht mit einer Verschärfung der Angriffe auf israelische Wohngebiete, während Israel es nicht mehr bei Drohungen beläst und seine Angriffe auf zivile Ziele im Libanon verstärkt hat und dabei mittlerweile auch Streubomben einsetzt.
Auch die Hisbollah will nun ihre Raketen mit Streumuniton ausstatten.
Tja, dass ist die Logik des Krieges, jeder neuen Gewaltwelle, folgt die des Gegners und die Leidtragenden sind die Zivilisten. (siehe Focus und Tagesschau)
Die Vernunft hat hier längst ausgespielt, deutlich wird dies auch an diesem Beispiel.
Die israelische Armee griff einen Beobachterposten der UN an und tötete dabei 4 UN-Beobachter. UN-Generalsekretär Kofi Annan sprach von einem absichtlichen Angriff. (siehe Süddeutsche Zeitung)
Ob absichtlich oder Unfall, diese Fälle werden sich häufen, es sind immer die Unbeteiligten die sterben müssen. Das sollte Israel klar sein, genauso wie der Hisbollah.
Aber anscheinend sind beide Seiten, dazu nicht mehr in der Lage. Längst gilt hier Auge um Auge, Zahn um Zahn. Egal wer da sterben muss.
Ihr habt es ja bereits bemerkt, ich halte meine selbstverordnete Ruhepause dann doch nicht so ein, wie gestern noch von mir gedacht.
Ich muss einfach ein bissel schreiben und mir fiel gerade eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit ein. Die passt zu meinem letzten Kommentar.
Mir fiel nämlich eine kleine Episode ein, die ich während eines Urlaubes erlebt habe, besser gesagt bei der Anreise.
Ich kann sie auch noch so gut erzählen, da mein Vater immer ein Urlaubstagebuch geführt hat, somit weiß ich sogar noch das Jahr.
Im Mai 1988 fuhren wir mit der Bahn in den Urlaub, Richtung Thüringen.
Los ging es frühmorgens bei uns am Bahnhof, der Zug kam pünktlich und wir fuhren damit nach Magdeburg, von da aus sollte es mit einem D-Zug Richtung Meiningen gehen. Der kam auch ganz pünktlich und da wir ja reserviert hatten, war für uns alle auch Platz, für mich am Fenster, dass musste sein. Ich kannte da nix als Kind.
Als wir dann in Halle ankamen, müssen wir irgendwie bemerkt haben, dass der Zug dort endet. Wir also raus und dann standen wir da und wir sollten auf einen Zug aus Berlin warten, der weiter nach Meiningen fährt. Uns wurde auch das Gleis gesagt, doch der Zug kam und kam nicht, als dann die Abfahrtzeit ran war, hieß es der Zug fährt von einem anderen Gleis und dann fuhr er auch schon ein. Wir alle hin, sind also schnell die Treppen runter und den Tunnel entlang und die Treppen wieder rauf. Der Bahnsteig war total überfüllt und alle Wagen bei uns waren nur 1. Klasse (so stehts im Buch), wir sind dann nach vorne gerannt und dann hieß es schon alles einsteigen und Türen schließen. In die nächste offene Tür, schob dann mein Vater die Koffer rein und uns hinterher, denn es musste wirklich geschoben werden, total überfüllt war der Zug. Hinter uns hat es dann noch ein Mann geschafft, dass weiß ich noch und da rollte der Zug auch schon an. Ein Teil der Fahrgäste blieb draußen stehen.
Als wir dann Weißenfels erreichten, blieben wir überdurchnittlich lange stehen und auf dem Nachbargleis hielt ein weiterer Zug, der dort endete und die Fahrgäste die weiter wollten, mussten bei uns mit rein, es wurde also noch enger.
Ich möchte dazu noch anmerken, dass mein Platz direkt vor der Toilettentür war.
In Erfurt wurde dann Zug der Zug etwas leerer (so stehts im Buch, muss ich also glauben).
Eine Stadt später wurden dann die letzten sechs Wagen abgehängt, somit wurde es also wieder voller.
Gegen Mittag erreichten wir dann Suhl und von dort sollte es mit dem Bus weitergehen.
Ich weiß nur noch das er voll war und auch jemand im Bus umgekippt war, gut mit umkippen war nicht viel, so voll war der Bus.
Nach acht Stunden Fahrt, hatten wir dann unseren Urlaubsort erreicht und mein Vater schrieb dazu nur, dass wir davon sechs Stunden gestanden hatten.
Ab August kann endlich ein Teil der Nichtraucher aufatmen, wenn sie mit dem Zug fahren.
In allen Zügen des Harz-Elbe-Expresses, gilt ab 1. August Rauchverbot.
Damit führt die Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, als eines der ersten Bahnunternehmen komplette Nichtraucherzüge ein.
Die Deutsche Bahn will demnächst diesem Beispiel folgen. (siehe Volksstimme)
Es wird auch Zeit, ich fahre zwar nun nicht sehr oft mit der Bahn, aber teilweise ist der Gestank doch unerträglich.
Außerdem stinkt unsereiner dann selber nach Rauch und das Zeug geht kaum aus den Sachen wieder raus.
Nur eine kleine Info, auch morgen wird es hier ruhiger zugehen.
Aber noch etwas ruhiger als heute.
Ich brauche erst wieder einen freien Kopf, ich muss da erst einmal eine sehr miese Nachricht sacken lassen.
Euch dann noch einen schönen Abend.
Ich möchte nur ein kleines Lebenszeichen von mir geben.
Also ich bin noch da, aber ich lasse es wieder sehr sehr ruhig heute angehen.
Aktuelle Temperatur hier drin 30 Grad und draußen in der Sonne sind es “angenehme” 43 Grad.
Die Bundesagentur für Arbeit wird in diesem Jahr einen Überschuss von 6 Milliarden Euro erreichen, wenn alles gut läuft sind es sogar 7 Milliarden.
Diese Zahlen bestätigte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. (siehe Financial Times Deutschland)
Ich wil diese Zahlen auch einmal so im Raum stehen lassen und durch folgende ergänzen.
Im letzten Jahr wurden durch Betrug bei Hartz-IV 36 Millionen Euro zu Unrecht bezogen. Wegen dieser Summe und weil sich Politiker von SPD, Grünen und Union 2004 bewusst verrechnet haben, soll bei Hartz-IV, also bei den Ärmsten der Armen, gekürzt werden, dadurch sollen 2 - 5 Mrd. Euro eingespart werden. Zusammengerechnet wären das dann sogar im besten Fall 12 Mrd. Euro.
Doch warum wird nicht ein Teil dieses Überschusses dafür verwendet, dass die Betroffen eine menschenwürdiges Leben führen können? Dann bräuchte nicht gekürzt werden, ja dann müsste sogar der Regelsatz erhöht werden. Dazu dann noch einen Mindestlohn einführen und 10 Millionen Menschen und mehr würde es auf einen Schlag besser gehen.
Oder ist das etwa nicht gewollt?
Denn die Schwalben fliegen tief und sind heute Abend so richtig munter.
Ihnen zu zuschauen macht wirklich Spaß, ich warte jetzt nur darauf, dass hier eine reinflattert.
Und hoffentlich trifft meine Vorhersage zu, wir brauchen den Regen. Auf den Äckern vertrocknet langsam alles, als ich gestern den Mais gesehen hatte, also da hatte ich mich richtig erschrocken. Auch die Rüben sehen dieses Jahr ganz schlimm aus.
Also da oben, zeige Dich gnädig und schicke ein paar Tropfen herunter.
Entgegen meiner gestrigen Ankündigung endgültig und komplett zu kapitulieren, habe ich mich gestern Nachmittag dann doch noch einmal auf einen kleinen Ausflug begeben.
Wir wollten uns den Schloßpark in Harbke anschauen, dieser ist Bestandteil der Gartenträume Sachsen-Anhalt.
Ich habe diesen Ausflug nicht bereut, dass ist ein wirklich riesiger Park, von dem ich vielleicht nur gut 1/3 gesehen habe.
Wirklich klasse ist der Schloßteich vor der Orangerie, soviele Libellen auf einen Haufen, habe ich noch nie gesehen. Dann noch die vielen beinahe handzahmen Enten, sogar ein Hecht war zu sehen, ich hätte da stundenlang am Teich stehen können. Ebenfalls bewundernswert sind die zahlreichen Bäume aus aller Welt.
Nur leider befindet sich das Schloß in einen naja etwas desolaten Zustand.
So nun aber noch ein paar Bilder vom Ausflug, wie eigentlich immer gibt es die auf der nächsten Seite. Den ganzen Beitrag lesen…
Ich kapituliere nun endgültig und hisse die weiße Fahne.
Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch allen, macht das Beste draus und denkt daran, immer schön viel trinken.
Die Linkszeitung feiert ihren einjährigen Geburtstag und ich hoffe da kommen noch viele viele Jahre dazu, auch wenn es wirklich schwierige Zeiten sind.
Ohne ihr, wäre manch Thema völlig untergegangen, denn sie hat immer wieder auf viele Probleme im Land hingwiesen, die sonst verschwiegen worden wären.
Auch ich habe dadurch den ein oder anderen Beitrag schreiben können. Dafür und für die kritische Berichterstattung gibt es ein großes Dankeschön und macht weiter so.

