Der Linksbote » 2006 » June
Wenn es um die Frage der Flüchtlinge geht, die nach Europa einwandern wollen, kennt die Europäische Union nur eine Antwort. Keine Gnade zeigen und lieber den Tod von tausenden Menschen in den Kauf nehmen, anstatt ihnen zu helfen.
Corinna Milborn zeigt in ihren neuen Buch “Gestürmte Festung Europa” diesen wenig humanistischen Aspekt der europäischen Politik auf. Europa wird zu einer Festung ausgebaut und als Diktaturen bekannte Staaten werden dabei unterstützt, die Flüchtlinge nicht nach Europa kommen zu lassen.
Die Menschen die es dann doch schaffen, leben anschließend in der Illegalität. Um zu überleben, arbeiten sie meistens für Hungerlöhne in der Landwirtschaft und sorgen dafür, dass wir jeden Tag billiges und frisches Gemüse auf dem Tisch bekommen.
Corinna Milborn wirft den Regierungen ein Scheitern ihrer Integrationspolitik vor, sie haben jahrelang die Augen vor der Tatsache verschlossen, dass Europa ein Einwanderungsland ist, die Probleme die dann folgten wurden verdrängt oder es wird mit Abschiebungen reagiert. (siehe Netzeitung und festungeuropa.net)
Was für ein perfides Geschäft, die Politik sorgt dafür das Einwanderer in den Untergrund gehen müssen und die Wirtschaft kann diesen Fakt ausnutzen. Damit es aber nicht zu viele werden, die nach Europa kommen, wird die Außengrenze militärisch aufgerüstet. So wird im Vorfeld schon richtig auselektiert, wer hier arbeiten darf und wer nicht.
Nun kann man zwar sagen, die Europäische Union kann nur begrenzt Flüchtlinge aufnehmen, dass ist selbstverständlich auch richtig. Irgendwann ist kein Platz mehr da und die Finanzmittel sind auch aufgebraucht.
Aber wäre es da nicht sinnvoller, den Menschen in den Ländern zu helfen? Wären die Gelder die heute für den Aufbau der “Festung Europa” genutzt werden, nicht besser in den Heimatländern der Flüchtlinge angelegt?
Nein lieber unterstützen wir autoritäre und korrupte Regime, anstatt den Menschen vor Ort zu helfen. Denn verheißen diese Regime doch den uneingeschränkten Zugang zu den Rohstoffen, die wir so benötigen. Was interessiert da schon ein Menschenleben.
Da aber die Hilfe vor Ort, nicht über Nacht alle Probleme lösen wird, müssen wir uns nun einmal damit abfinden, dass wir ein Einwanderungsland sind. Wer das nicht tut, der nimmt den Tod tausender von Menschen billigend in Kauf.
Schaut Euch auch ruhig einmal das Blog von Corinna Milborn an, absolut lesenswert.
Am Sonnabend wollte die WASG von Sachsen-Anhalt ihren Landesparteitag durchführen. Auf diesen sollte ein neuer Vorstand gewählt werden.
Wie gesagt wollte und sollte.
Denn es kam nicht dazu.
Genau sieben Mitglieder fehlten zur Beschlussfähigkeit und das blieb auch so. Deshalb konnte die noch Landesvorsitzende Dolores Rente den Parteitag nicht eröffnen und verschob ihn auf den 8. Juli.
Aus den Parteitag wurde dann eine Informationsveranstaltung.
Über die Gründe vom Fernbleiben vieler Mitglieder (nur 40 von 147 waren gekommen) wurde anschließend gerätselt und die Ursache war auch rasch gefunden.
Anscheinend hatten hier einige Möchtegernpolitiker im Hintergrund ihre Hand im Spiel. Es war von Boykottaufrufen vor dem Parteitag die Rede. (siehe Volksstimme)
Jedenfalls sind die Kritiker des Zusammenschlusses von WASG und Linkspartei nun zufrieden. Das sie aber mit ihrer Aktion den letzten Rest von Glaubwürdigkeit der WASG genommen haben, scheint bei ihnen noch nicht angekommen zu sein.
Einmal mehr frage ich mich da, was wollen die eigentlich?
Wollen sie einen Politikwechsel bewirken oder geht es ihnen nur um Posten?
Und wenn es ihnen nur um die Posten geht, da frage ich mich auch, was sollen dann dort eigentlich machen?
Es ist nur noch peinlich was bei der WASG Sachsen-Anhalt abläuft.
Jetzt kommt noch ein kleiner Bericht und ein paar Bilder von meiner gestrigen Harzrundfahrt. Ich möchte Euch doch auf den Geschmack bringen, den Harz zu besuchen.
Wie schon gesagt es war ein Fahrt ins Blaue und ich ließ mich überraschen, wohin mein Auto so fuhr. ;)
Zuerst ging es Richtung Braunlage, ein paar Kilometer davor war dann der erste Halt angesagt und es ging dann zu Fuß weiter, bis dann der eingeschlagene Weg zu Ende war. Anschließend bestaunte ich noch den Blick auf den Wurmberg und den Brocken, dass ist das Bild von gestern und versuchte in der Warmen Bode Fische zu fotografieren. Das gelang mir aber nicht, also gibt es jetzt ein Foto ohne Fische, aber dafür mit klaren Wasser.

So und nun dürft ihr alle raten, in welche Gegend oder Region ich mich heute verirrt habe.
Also einer meiner treuen mir liebgewordenen Leser müsste es eigentlich sofort erkennen und für alle anderen dürfte es eigentlich auch nicht so schwer sein.
Ich habe das Bild auch extra ein ganz kleines bisschen größer gemacht.
Zu gewinnen gibt es zwar nichts, aber wer es als erster errät wird lobend von mir erwähnt.

Nachtrag:
Das ging ja richtig flott und Wolf hat gewonnen.
Es ist vielleicht doch nicht so einfach gewesen wie gedacht, da die beiden Berge etwas klein geraten sind und es ein ganz kleines bissche diesig ist, aber Wolf hat beide Berge erkannt. Ich gratuliere Dir.
Ich fahre heute weg, weiß nur noch nicht wohin.
Tja, hat nicht sollen sein. Sind halt die Schweizer weiter, die nun Weltmeister werden.
Deshalb wedelt nun ab heute ihre Fahne bei mir.
Ab September 2007 kann ich vielleicht wieder die Sonntagstalkshow bei der ARD schauen, denn Sabine Christiansen hört dann auf.
Günter Jauch soll ihr Nachfolger werden. (siehe Netzeitung)
Naja da wollen wir mal schauen, ob dieser Wechsel eine positive Auswirkung auf die Sendung hat.
Es war doch schon gar nicht mehr mit anzuschauen, es kann also nur besser werden.
Beim Bembelkandidaten bin ich drüber gestolpert und nun kann ich auch eine Flagge hissen.
Derzeit wedelt die Südkoreanische bei mir und die bleibt solange gehisst, wie auch die Mannschaft Südkoreas bei der WM mitspielt und ich hoffe es ist noch sehr lange.
Falls ihr euer Blog auch mit einen Fähnchen schmücken wollt, die findet ihr unter wm2006.popforge.de
Die US-Regierung lässt den weltweiten Bankverkehr überwachen. (siehe N.Y.Times und Netzeitung)
Erst lässt sie ihre eigenen Bürger bespitzeln und nun knackt die US-Regierung so ganz still und leise das Bankgeheimnis.
Merkwürdiges Verständnis von Demokratie und Rechtstaatlichkeit, wo sie doch genau diese Dinge in der Welt verbreiten wollen.
Alleine schon der Gedanke an diesen Traum lässt mich doch etwas frösteln und ich hoffe, dass dieser nie wahr werden wird.
Ich war zu Besuch im Bundeskanzleramt, dort empfing mich der Gerhard Schröder, er hatte dort noch ein kleines Büro. Er zeigte mir alles und erzählte mir so ein paar Dinge, die ich jetzt nicht erwähnen möchte. Es waren Tipps, wie man es in der Politik zu etwas bringt.
Anschließend wollte er mir noch seine ehemalige Kanzlerwohnung zeigen. Ich sah aber nur die Wohnstube, es war ein kleines gemütlich eingerichtetes Zimmerchen, Jugendstilart. Viele Gemälde hingen an den Wänden und auf dem Sofa und auf dem Sessel standen Kissen, mit Bibelsprüchen drauf, es war sehr konservativ und religiös eingerichtet. Gerhard nahm mich beiseite und sagte nur “Du weißt doch wie sie ist und dann erst ihre Kinder”. Ich nickte und schaute mich weiter um und entdeckte Spielzeug, so ein Barbiepferd oder was das war.
Dann wurde ich auch schon wach und konnte nicht mehr einschlafen.
Denn war es mir erst so richtig klar, nicht mehr unser aller Angie war Kanzlerin, sondern Mutterverdienstkreuzträgerin Ursula.

