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Halbherzige Trennung

Gestern Abend wurde eine Lösung im Streit um die Privatisierung der Bahn vorgestellt.
Der Knackpunkt bisher war die Frage, ob die Bahn zusammen mit dem Netz privatisiert werden soll, oder ob es eine Trennung geben wird.
Eine Trennung hätte das Ende der Monopolstellung der Bahn bedeutet, denn dann hätten auch die privaten Konkurrenzunternehmen einen ungehinderten Zugang zum Schienennetz.
Klar das sich dagegen Bahnchef Hartmut Mehdorn, aber auch der Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) gewehrt haben.

Tja, und wie sieht nun die Einigung zwischen den Befürwortern einer Trennung aus?

Die Bahn soll ohne ihr Netz an die Börse gehen, dass heißt eigentlich es wird getrennt. Denn das Schienennetz bleibt in Bundesbesitz.
Doch jetzt kommt das große Aber, die Bahn wird auch weiterhin dieses Netz betreiben und verwalten.
Das heißt, sie entscheidet auch weiterhin wer darauf fahren darf und wer nicht und sie entscheidet auch weiterhin welche Strecken stillgelegt werden und welche nicht. (siehe N24)
Damit bleibt also alles beim Alten. Auf dem Papier zwar getrennt, aber eigentlich auch wieder nicht.

Klasse.

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