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Die Unbarmherzigkeit der europäischen Flüchtlingspolitik

Wenn es um die Frage der Flüchtlinge geht, die nach Europa einwandern wollen, kennt die Europäische Union nur eine Antwort. Keine Gnade zeigen und lieber den Tod von tausenden Menschen in den Kauf nehmen, anstatt ihnen zu helfen.

Corinna Milborn zeigt in ihren neuen Buch “Gestürmte Festung Europa” diesen wenig humanistischen Aspekt der europäischen Politik auf. Europa wird zu einer Festung ausgebaut und als Diktaturen bekannte Staaten werden dabei unterstützt, die Flüchtlinge nicht nach Europa kommen zu lassen.
Die Menschen die es dann doch schaffen, leben anschließend in der Illegalität. Um zu überleben, arbeiten sie meistens für Hungerlöhne in der Landwirtschaft und sorgen dafür, dass wir jeden Tag billiges und frisches Gemüse auf dem Tisch bekommen.
Corinna Milborn wirft den Regierungen ein Scheitern ihrer Integrationspolitik vor, sie haben jahrelang die Augen vor der Tatsache verschlossen, dass Europa ein Einwanderungsland ist, die Probleme die dann folgten wurden verdrängt oder es wird mit Abschiebungen reagiert. (siehe Netzeitung und festungeuropa.net)

Was für ein perfides Geschäft, die Politik sorgt dafür das Einwanderer in den Untergrund gehen müssen und die Wirtschaft kann diesen Fakt ausnutzen. Damit es aber nicht zu viele werden, die nach Europa kommen, wird die Außengrenze militärisch aufgerüstet. So wird im Vorfeld schon richtig auselektiert, wer hier arbeiten darf und wer nicht.

Nun kann man zwar sagen, die Europäische Union kann nur begrenzt Flüchtlinge aufnehmen, dass ist selbstverständlich auch richtig. Irgendwann ist kein Platz mehr da und die Finanzmittel sind auch aufgebraucht.

Aber wäre es da nicht sinnvoller, den Menschen in den Ländern zu helfen? Wären die Gelder die heute für den Aufbau der “Festung Europa” genutzt werden, nicht besser in den Heimatländern der Flüchtlinge angelegt?

Nein lieber unterstützen wir autoritäre und korrupte Regime, anstatt den Menschen vor Ort zu helfen. Denn verheißen diese Regime doch den uneingeschränkten Zugang zu den Rohstoffen, die wir so benötigen. Was interessiert da schon ein Menschenleben.

Da aber die Hilfe vor Ort, nicht über Nacht alle Probleme lösen wird, müssen wir uns nun einmal damit abfinden, dass wir ein Einwanderungsland sind. Wer das nicht tut, der nimmt den Tod tausender von Menschen billigend in Kauf.

Schaut Euch auch ruhig einmal das Blog von Corinna Milborn an, absolut lesenswert.

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