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Arbeitsdienst gefordert

Der arbeitsmarkpolitische Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Stefan Müller (CSU), hat in der Bild-Zeitung einen Arbeitsdienst für Langzeitsarbeitslose gefordert.
Aber nicht zu einen freiwilligen Arbeitsdienst. Nein, zu einen Zwangsarbeitsdienst. Ein Stefan Müller sollte sich vielleicht einmal daran erinnern, wer einen Zwangsarbeitsdienst in Deutschland eingeführt hat.

Vielleicht sollte so langsam ein Staatsanwalt den Mut haben und gegen solche Politiker vorgehen. Denn solche Politiker zeigen, welch Geistes Kind sie sind und was sie von unseren Grundgesetz halten.

Wer Zwangsarbeitsdienst fordert und oder gegen Arbeitslose hetzt, der hat in der Politik nichts verloren, damit meine ich nicht nur Stefan Müller. Langsam wird es einfach nur noch unerträglich.

9 Kommentare

  • 1. bloggnjus schrieb am 14th June 2006 um 08:56 :

    Ich verstehe nich genau was der Unterschied zu bisher ist, sind die EE-Jobs freiwillig?
    Definitiv kann man sagen, dass Hartz-IV gescheitert ist, nein nicht weil es unsozial ist oer ungerecht, aber wenn man sich den ZEW-Konjunkturindex ansieht:
    http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_169060
    (Was ist der ZEW-Index: http://de.wikipedia.org/wiki/ZEW-Index)
    Der seit Jahresanfang quasi kollabiert ist, zeigt es wohl auch, dass die Wirtschaftsbosse nicht an eine Verbesserung der Lage durch Verschärfung glauben. Als Ankündig auf die Verschärfung von Hartz-IV ist er sogar nochmal von 50 auf 37,8 (Juni) eingebrochen. Also Hartz-IV und Wirtschaftsbelebung glaube ich nicht,

  • 2. doerfler schrieb am 14th June 2006 um 09:07 :

    @bloggnjus: Der Unterschied zu den Ein-Euro-Jobs und dem von Müller angeregten Arbeitsdienst liegt in der Entlohnung.
    Natürlich sind die EE-Jobs Zwangsarbeit, deshalb bezeichne ich sie auch immer wieder gerne als Sklavenarbeit. Aber für diese Arbeits gibt es immerhin noch einen kleinen Obolus.
    Beim Arbeitsdienst, ist das anscheinend nicht vorgesehen.
    Die Auswirkungen eines solchen Dienstes auf die freie Wirtschaft mag ich mir gar nicht ausdenken.
    EE-Jobs verdrängen heute bereits kleine Dienstleister, die preislich nicht mehr mithalten können, aber ihre Mitarbeiter anständig entlohnen möchten.
    Doch was passiert, wenn wir mit einmal zwei Millionen Menschen auf dem Markt haben, die keinerlei Entlohnung benötigen?
    Das ist das Aus, für viele dieser kleinen Dienstleister.
    Was aus der Konjunktur wird, darauf brauche ich glaube nicht eingehen.

  • 3. Wolf schrieb am 14th June 2006 um 09:54 :

    Naja, Ihr müßt das alles nicht immer so ernst nehmen. Es ist zur Zeit sehr warm in Bayern und die Krawatte sitzt auch ein wenig eng. Da kann es schon mal zu Ausfällen im Hirn (falls vorhanden) kommen.

  • 4. bloggnjus schrieb am 14th June 2006 um 10:02 :

    Da erinnere ich doch gerne mal an das IHK-Papier hier:
    http://www.augsburg.ihk.de/dokumente/news/N163642.pdf

    dort fordert die IHK das die Arbeitsagenturen ihr kostenfrei “Schnupperprkatikanten” für 6 monate überlassen, diese “Schnupperhasen” (goldiger ausdruck) könnten so leichter integriert werden. Arbeitslose dürfen natürlich nicht von den Gemeinden beschäftigt werden (klar die wirtschaft gehts aufs ganze) und die Beschäftigung in der Privatwirtschaft muss immer Vorrang haben.

    Finde ich irgendwie auch mal sehr unverschämt, denn der Staat zahlt das ALGII also hat er (meiner Ansicht nach zumindest) als einziger ein Recht an den Arbeitslosen. Sont könnte da jeder kommen, nach dem Motto:
    - 2 Arbeitslose zum Keller entrümpeln ab morgen, etc.
    Bitte warum sollen Firmen die Arbeit zum Nulltarif bekommen? Insbesondere solche die keine oder nur wenig Steuern zahlen. Unser Staat ist doch kein Selbstbedienungsladen. Ich habe auch schon mehr als genug Steuren gezahlt, bekomme ich jetzt einen Arbeitslosen der mir mal 2 Wochen lang beim Baden den Rücken schrubbt? Ein Anrecht hätte ich doch, oder muss ich dazu erst eine Firma gründen ? Eine Ich-AG oder eine Gmbh? Wer bekomt zuerst vemittelt? Ich hätte da seeeehr viele Geschäftsideen wenn man mir nur genug Leute zum Nulltarif überlässt.

    Alle unter 25 würde ich auf den Strich schicken (von der Kohle bekommen die natürlich nüscht), Männlein; Weiblein wäre mir auch egal, den Rest vermiete ich als Werbefläche, die dürfen dann mit Werbeplakaten durch die Fussgängerzone ziehen. Die Einnahmen gehen alle zu 100% an mich, nach 6 monaten schnupperpraktikum schmeiss ich sie wieder raus (das faule pack). Falls mir der nachschub gestrichen wird lamentier ich dann mal laut in der loalpresse, das mir jeder dahergelaufene Pole lieber als unsere faulen arbeitslosen. Na gut die Geschäftsidee???

  • 5. Wolf schrieb am 14th June 2006 um 10:13 :

    Wieso eigentlich kostenlos? Die bekommen doch sogar nocht Geld dafür wenn sie “Ein Euro Sklaven” beschäftigen. Zusätzlich zu der Arbeitsleistung der Betroffenen.

  • 6. doerfler schrieb am 14th June 2006 um 10:15 :

    @bloggnjus: Darauf läuft es bald hinaus. EE-Jobs auch für die Privatwirtschaft, dass wird kommen.
    Nur dann wird das bald ausgeweitet werden, wozu brauchen wir dann noch einen Mindestlohn von 7 oder 8 Euro? Ein Euro geht doch auch.
    Anscheinend soll nun mit aller Macht Deutschland zu einem Dritte Weltland gemacht werden.

  • 7. doerfler schrieb am 14th June 2006 um 10:22 :

    @Wolf: Joo, so das doppelte in etwa für den Arbeits- und Verwaltungsaufwand. Das Geld könnten sie sogar den Arbeitslosen überlassen.

  • 8. Wolf schrieb am 14th June 2006 um 11:02 :

    Nicht nur Arbeits- und Verwaltungsaufwand, sondern auch bare Münze fließt auf die Konten der Firmen die sich bereit erklären einen Platz zu schaffen.

  • 9. doerfler schrieb am 14th June 2006 um 11:46 :

    @Wolf: Ja, aber offiziell ist das Geld für diesen Aufwand. Die Firmen bzw. Organisationen, dürfen sogar das Geld an den Ein-Euro-Jobber weiterreichen. Aber wer macht das schon.
    Sie bekommen Monat für Monat 300 bis 400 Euro zusätzlich zum Ein-Euro-Gehalt und das behalten sie natürlich in voller Höhe für sich selbst.
    Gut der Arbeitslose hätte zwar nichts davon, wenn er das Geld bekommen würde, da es dann wieder von Hartz-IV abgezogen wird.
    Aber für die Anbieter der Jobs ist das ein lukratives Geschäft.

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