Der Linksbote » 2006 » April

Da ja das Wetter bei uns doch recht frühlingshaft war, bin ich einfach mal wieder in den Wald gegangen.

Ich wollte die Hünengräber bei Haldensleben besuchen und fotografieren, so das ihr sie auch einmal zu Gesicht bekommt.
Naja, wie das Leben so spielt bin ich natürlich den falschen Weg langgegangen und deshalb gibt es nur diesen einzigen Stein.

Aber dafür das ich den falschen Weg lang ging, wurde ich noch mit diesen Bild belohnt.

Weitere Impressionen auf der nächsten Seite. Den ganzen Beitrag lesen…

Damit auf meiner anderen Seite mal wieder etwas los, möchte ich nur mal kurz erwähnen, dass es dort exklusive Bilder zu bestaunen gibt. Für den Bembelkandidaten ist auch eines dabei. ;)

Also rasch vorbei geschaut.

Im Alter von 68 Jahren ist der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, am Sonntagmorgen verstorben.
Paul Spiegel hatte Anfang Februar einen Herzinfarkt erlitten und sich eine Lungenentzündung zugezogen. (siehe Netzeitung)

Er war immer ein Vermittler zwischen Juden und Nichtjuden und Paul Spiegel war ein Mahner. Paul Spiegel warnte bis zu letzt vor den Gefahren des Rechtsextremismus, der ja gerne kleingeredet wird.
Ich kann den Generalsekretär des Zentralrates, Stephan J. Kramer nur zustimmen, mit Paul Spiegel “verlieren wir einen bedeutenden Juden und Europäer. Paul Spiegel war ein Brückenbauer.”

Die WASG hat gestern in Ludwigshafen, die Weichen zur Fusion mit der Linkspartei.PDS gestellt.
Mit 186 zu 107 Stimmen beschloss der Parteitag, den Fusionsprozess fortzusetzen.
Der Alleingang der Berliner WASG wurde per Antrag abgelehnt.
Wahlantritte gegeneinander sind laut Beschluss nicht erlaubt. (siehe Netzeitung)

Über dieses Ergebnis ist auch der Fusionsbeauftragte der Linkspartei, Bodo Ramelow, sehr zufrieden. In einem Interview mit der Tagesschau erklärte er sich bereit auch weiterhin mit der Berliner WASG zu verhandeln. (siehe tagesschau)
Endlich gibt es auch mal positive Meldungen über die neue Linke und naja vielleicht wird es ja doch noch was.

Da er sich der Frühling für heute verabschiedet hat, gibt es hier ein Bild von gestern.

Und auf der nächsten Seite noch ein Bild, von der wenigen Tulpen, die uns die Mäuse übrig gelassen haben.

Den ganzen Beitrag lesen…

Gestern fand das erste Frauenfußballspiel im Iran statt.
Dabei traf die Frauenfußball-Nationalmannschaft auf eine Auswahl aus Berlin-Kreuzberg.
Das Spiel fand vor 600 weiblichen Fußballfans statt, Männern war der Zutritt ins Stadion verboten.
Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einen 2:2. (siehe Netzeitung)

So langsam zeigt es sich, dass der Iran sich öffnet. Zumal ab diesen Sommer auch wieder Frauen Fußballspiele der Männermanschaften in den Stadien verfolgen dürfen.

Gerade wegen der zögerlichen Öffnung ist es jetzt wichtig, dass der Westen dem Iran die Hand reicht, anstatt auf Krieg zu setzen. Nur über den Dialog ist es möglich, dass die bisher einflussreichen Ajatollahs an Macht verlieren.

Nicht mehr.

Tja, da habe ich mich wohl zu früh gefreut.

Achso, für die Harz-Region wurde für heute Nacht Schneefall angekündigt. Da kommen dann zum 1. Mai die Hexen statt auf dem Besen, mit dem Schlitten angebraust.

Genau das wird demnächst passieren. Deutschland schiebt eine Familie ab, dessen Familienvater eine sehr lange Haftstrafe droht und das in der Türkei.

Der Tagesspiegel berichtet heute über die in der Türkei übliche Praxis, dass Abgeschobene vorläufig festgenommen werden.
Wer dann wie Feyaz Aydin, in Verbindung mit der PKK gebracht wird, den drohen bis zu zehn Jahren Haft.

Feyaz Aydin ist der Vater von Hayriye Aydin, die noch im März von Bundespräsidenten Horst Köhler für ihre ehrenamtlichen Engagements ausgezeichnet wurde.

Ihre Eltern sowie ihre jüngsten Geschwister sollen aus Deutschland abgeschoben werden. Sobald die älteren Geschwister zusammen mit Hayriye ihre Schulausbildung beendet haben, sollen sie folgen.
In ein Land, welches sie nicht einmal kennen. Denn seit 17 Jahren lebt die Familie Aydin in Deutschland, ihre Kinder sind hier aufgewachsen, gehen hier zur Schule.
Doch nun sollen sie Deutschland verlassen.

Die Abschiebung allein ist schon beschämend genug, doch das reicht anscheinend nicht aus.
Denn jetzt behauptete der Vorsitzende des Petitionsausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Hillenberg (SPD), Feyaz Aydin hätte sich für die PKK engagiert. Eine Behauptung die er nicht beweisen kann, die aber weitreichende Folgen für den Familienvater hat. Denn wie anfangs gesagt, ihm droht nun eine lange Haftstrafe.
Die Grünen Fraktion fordert nun zu Recht den Rücktritt von Hillenberg.

Passend zum Thema gibt es im Tagesspiegel auch noch wirklich schönen Kommentar von Gerd Nowakowski.

Ganz langsam kommt sie hinter den Wolken hervorgekrochen.

Es zeigt sich mal wieder, dass die Linke in Deutschland, wahrlich die dümmste Linke der Welt.

Erst verabschiedet sich die SPD und nun scheint auch noch die Fusion von Linkspartei und WASG  zu scheitern.
Sie scheitert an den Eitelkeiten und an der Profilierungssucht einiger Politiker.

Gerade innerhalb der WASG haben es einige nicht verstanden, dass es gerade heute heisst Geschlossenheit zu zeigen.
Diese Mitglieder lehnen den Zusammenschluss mit der Linkspartei.PDS, die Gründe dafür sind bekannt.
Aber gleichzeitig arbeiten sie mit der DKP zusammen.
So wie jetzt in Berlin.

Die Linkspartei wird für die Berliner Regierungspolitik kritisiert, aber hat denn schon mal einer darüber nachgedacht wie es in Berlin ohne Linkspartei aussehen würde? Die Linkspartei wird auch aufgefordert in Mecklenburg die Regierungskoalition zu verlassen. Doch was dann? Ich kann nur sagen schaut nach Sachsen-Anhalt.
Die WASG sollte endlich anfangen ihre Hausaufgaben zu machen, damit sie endlich lernt wie Politik funktioniert.

Man kann sich zwar bequem im Oppositionsstuhl reinsetzen und alles kritisieren, was es zu kritisieren gibt, aber man kann kaum etwas mitgestalten. Der WASG ohne Linkspartei ist dies erst recht nicht möglich. Gut eine starke Opposition kann auch etwas bewirken, aber wie gesagt sie muss stark sein.

Das hat auch der parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der Linken, Ulrich Maurer erkannt und deshalb der WASG, vor ihren Bundesparteitag, die Leviten gelesen. Er fordert Maßnahmen gegen den Wahlantritt der Berliner WASG (siehe taz)
Denn ein Wahlantritt in Konkurrenz zur Linkspartei, gefährdet die Fusion der beiden Parteien.

Für einen solchen Fall, hat sich widerrum die Linkspartei gerüstet. Sie hält einen “Plan B” vor, wie die Mitteldeutsche Zeitung heute berichtet.
Falls die Fusion scheitert, sollen fusionswillige WASG-Mitglieder und Spitzenpolitiker zur Linkspartei wechseln.
Damit soll dann gerettet werden, was noch zu retten ist.

Wenn denn noch was zu retten ist, dass ganze Theater in der WASG schadet den Projekt einer gemeinsamen starken Linken. Der Übertritt eines Vorstandsmitglieder der WASG zur rechtsextremen NPD, tut ihr übriges.