Der Linksbote » 2006 » March

Dann wird es natürlich nicht gemacht.

Ich habe doch gestern nicht aus lauter Langeweile gesagt, dass ich heute einkaufen gehe, ich habe extra drum gebeten, dass in dieser Zeit niemand anders einkaufen gehen darf. Aber wird auf mich gehört? Nein. Den ganzen Beitrag lesen…

“Bei diesem Kennzeichen stehen die Gerechtigkeit und der Ausgleich im Vordergrund. Objektivität, Fairness und ungetrübtes Urteilsvermögen sind hier bedeutende Merkmale. Recht und Rechtssprechung sind ein weiteres Thema. Die Kompromißfähigkeit ist überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Die diesem Kfz-Kennzeichen zugeordnete Symbolik der Gerechtigkeit hebt folgerichtig eine harmonische Vereinigung von gegensätzlichen Kräften hervor. Ferner geht es darum, Phantasie von Wirklichkeit zu trennen sowie um die Repräsentation von Eigenverantwortung und Gewissensangelegenheiten. Harmoniestreben und Wahrhaftigkeit, verbunden mit einer ausgeprägten Vermittlerfunktion, sind eine weitere wesentliche Signalwirkung bei diesem Kennzeichen.”

Joar, das passt zu meinen Wägelchen und ich finde auch, dass ich dort sehr gut beschrieben wurde. Gerechtigkeit, Kompromißbereitschaft und Harmonie, ja doch, mit diesen Urteil kann ich leben. Wenn man dann noch bedenkt, dass ich mir das Kennzeichen nicht einmal selbst ausgesucht habe, sondern mein Autohändler hat dies getan, da müssen dann bestimmt die Götter ihre Hände im Spiel gehabt haben.
Achso und hier könnt ihr erfahren, was Euer Kennzeichen über Euch so alles verrät.

[gefunden bei Martina]

Aber mich stört dennoch etwas daran.

Im September 1944 wurden zwei 14-jährige Jugendliche, also eigentlich noch Kinder, in Aachen durchs Wehrmachtsangehörige festgenommen und kurz darauf wegen des Vorwurfs der Plünderung zum Tode verurteilt und erschossen.
Angehörige der Beiden, bemühten sich vor einigen Jahren um eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Damit sollten die beiden Kinder posthum rehabilitiert werden.
Diesen Ersuchen gab das Oberlandesgericht Köln nicht statt. Es verwies darauf das 1998 alle NS-Unrechtsurteile aufgehoben wurden und somit kein Wiederaufnahmeverfahren möglich ist.

Am 8. März bestätigt das Bundesverfassungsgericht die Rechtmäßigkeit dieses Urteil. Es sei nicht verfassungsrechtlich bedenklich. (siehe Bundesverfassungsgericht)
Nun gut das mag ja wirklich in der Sache richtig sein, die Urteile wurden alle aufgehoben und brauchen deshalb nicht mehr verhandelt werden.

Doch was könnte mit der Wiederaufnahme einzelner Verfahren erreicht werden? Damit würde doch Unmenschlichkeit des Nazi-Regimes ganz offen gezeigt werden. Sie gerät doch immer mehr in Vergessenheit, wir verdrängen unsere eigene Geschichte. Sollte diese doch uns eigentlich mahnen, so etwas darf sich nicht wiederholen.

Moralisch gesehen, wäre es durchaus richtig gewesen, diesen Ersuchen stattzugeben.

Zwei Sätze stören mich aber auch noch bei der Begründung des Urteiles.

Das Wiederaufnahmeverfahren geht von im Grundsatz rechtsstaatlichen Verhältnissen aus, unter denen im Einzelfall fehlerhafte Verfahrensergebnisse auch nach Rechtskrafteintritt korrigiert werden können. In Fällen der vorliegenden Art geht es dagegen um ein systembedingtes reines Willkürverfahren, das aber bei Anwendung der Vorschriften über die Wiederaufnahme des Verfahrens als Grundlage für die Durchführung einer nachträglichen Beweisaufnahme dienen würde. Damit käme diesem Verfahren ein Stellenwert zu, den es nicht verdient. Darüber hinaus ist das herkömmliche Wiederaufnahmeverfahren zumindest unzulänglich, die sich aus der Existenz nationalsozialistischer Unrechtsurteile stellenden Probleme zu lösen. So müsste ein Wiederaufnahmegrund vorliegen, was jedenfalls in Bezug auf die Beibringung neuer Tatsachen oder Beweismittel allein schon wegen der lange zurückliegenden Zeit unwahrscheinlich ist.

Das Verfahren bekommt einen Stellenwert, den es nicht verdient hat. Irgendwie ziemlich dumm ausgedrückt. Zwei Kinder werden zum Tode verurteilt und ermordet. Wieso hat eine Rehablitierung dieser beider Kinder keinen Stellenwert verdient? Oder habe ich da irgendwas verkehrt gelesen, kann ja sein.

Wieso müssen eigentlich neue Beweismittel vorgelegt werden, welchen die beiden Jungen entlassten würden? Hallo!? Da wurden zwei Kinder ermordet. Ja und bei mir entsteht der Eindruck wenn ich das lese, naja sie könnten ja doch was gemacht haben.

Kann man sie nicht einfach rehabilitieren und sagen das war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Das war weder rechtsstaatlich, noch waren die Urteile durch irgendwas gerechtfertigt.
Auch die Begründung eine Rehabilitierung sei nicht möglich, da es einfach zu viele Unrechtsurteile gab, die ist mir zu dünn.
Und dann muss sich einfach mal vorstellen, dass die Unrechtsurteile bis 1998 bestand hatten und kein Opfer der Nazidiktatur soll rehabilitiert werden, weil es zu viele sind.

Ich kann ja verstehen, dass bei der Menge der Verfahren, nicht alle neu aufgerollt werden können und die Menschen posthum freigesprochen werden, aber ein paar Verfahren wären doch sicherlich möglich.
Ja und eine Rehabilitierung aller Opfer sollte doch wohl auch möglich sein.

Unser Storch.

Seit Jahren kommt er entweder am 1. April oder am 31. März zurück.
Nun heißt es warten, bis der Partner kommt (ich weiss nie ob das nun ein Männlein oder Weiblein ist, welches zuerst ankommt) und hoffe ich mal, dass es im diesen Jahr mit den Nachwuchs klappt. Letztes Jahr, war ja nicht so doll.

Was war das gestern für eine Aufregung, nach dem die Berliner Rütli-Hauptschule, scheinbar vor der Gewalt kapituliert hat.

Das Entsetzen danach war groß, meistens war es aber nur ein geheucheltes Entsetzen, welches da an den Tag gelegt wurde. Da sich ja Berlin langsam auf den Wahlkampf vorbereitet, versuchen sich nun die einzelnen Politiker zu profilieren. Ganz schick ist es ja die Schuld einzig und allein auf die Muslime zu schieben. Genauso schick ist es, auf Gewalt mit Gewalt zu reagieren. Der Berliner Spitzenkandidat der CDU, Friedbert Pflüger, fordert gleich einmal eine sogenannte Task-Force wie sie auch bei der Terrorbekämpfung zum Einsatz kommt. (siehe Netzeitung) Wählerstimmen gerettet, jetzt den starken Mann spielen und Null-Toleranz zeigen, erst recht gegen Ausländer, dass kommt an.

Doch sind damit die Problem gelöst? Den ganzen Beitrag lesen…

Der Wilhelm meint hier, dass ich zum Einkaufen bei uns nur um die Ecke gehen brauch. Ich antworte deshalb einfach mal in einen extra posting.
Schön wäre es ja, wenn ich zum Einkaufen nur um die Ecke bräuchte, da würde sich sogar das ganze Dorf drüber freuen.

Früher gab es bei uns noch den Konsum und einen Tante Emma-Laden. Noch viel früher, als vor meiner Zeit, hatten wir sogar zwei Bäcker im Dorf. Ja und eine Dorfkneipe hatten wir auch mal.
Nach der Wende schloss irgendwann der Konsum, der Tante Emma-Laden hielt sehr lange durch, bis der Besitzer leider verstarb und von da an gab es bei uns keine Einkaufsmöglichkeiten mehr.
Es kommt zwar zweimal die Woche das Brotauto, dass halt praktischerweise bei uns vor der Tür, aber das Brot in der Stadt kostet nur die Hälfte und ist genauso gut. Dann kommen noch einige Wagen mit Tiefkühlkost ins Dorf, aber Supermarkt ist billiger. Ein Fleischerwagen hält auch noch bei uns, aber der hält mitten im Dorf und ob die Sachen gerade im Sommer noch frisch, na ich weiß nicht. Dann wenn es wieder wärmer wird, kommt noch ein Gemüseauto und einmal im Monat das Apfelauto. Ab und an kommen uns dann noch fliegende Äpfel- Kartoffelhändler besuchen. Die haben zwar gute Ware, aber um die kaufen zu können, muss im Lotto gewonnen haben.
Einmal die Woche fährt ein rollender Einkaufswagen durchs Dorf, aber wie gesagt er fährt und ehe man da mitbekommt, dass der da ist, ist er schon wieder weg. Alle zwei Wochen kommt das Fischauto, mit frischen Fisch, nur leider direkt zur Mittagszeit und da wieder siehe Fleischerwagen. Dann kommt einmal die Woche das Blumenauto und ein Auto mit Sachen vom Bauern kommt auch noch, bzw. ich weiß gar nicht ob letzteres wirklich kommt, denn der Fahrer wohnt im Dorf.
Ja und seit wenigen Wochen können wir beim Nachbarn frische Brötchen kaufen.

Und das wars dann auch schon mit den Einkaufsmöglichkeiten bei uns.

Somit fahren wir oder auch mal ich zum Einkaufen in die Stadt, die ja glücklichweise nicht weit entfernt ist. Eigentlich haben wir sogar zwei Städte zur Auswahl. Entweder ich fahre die 10 in unsere Kreisstadt (Haldensleben) oder 20 Minuten nach Magdeburg.

Ja und wenn wir dann mal frische Wurst oder Fleisch wollen, dann fahren wir eben ins Nachbardorf, denn dort gibt es noch einen Fleischer oder ein paar Kilometer weiter aufs Gut, in den Bioladen. Ein paar Dörfer weiter ist auch noch ein Fleischer und der hat Mittwochs Hausschlachtetag und da fahren wir dann auch hin und wieder mal vorbei. Dann gibt es da alles ganz preiswert.
Tja, was sagt uns das?
Ohne Auto geht nichts. Wir können zwar auch die Bahn nehmen und in die Stadt fahren (das machen vor allen die, welche kein Auto haben), aber das heißt dann aber auch Beutelschleppen. Und so ein Wocheneinkauf bedeutet viele Beutel.
Und wenn man dann noch extra-Wünsche hat, dann muss man sowieso nach Magdeburg fahren.

Was sagt uns das noch? Doerfler muss immer zum Einkaufen in die Stadt.

Also Leute,  bleibt morgen alle schön zu Hause. Ihr dürft erst raus, sobald ich meine Einkäufe beendet habe.
Wollte ich nur mal gesagt haben.

Langsam ist aber gut.

Irgendwie bekomme ich dabei so langsam ein ungutes Gefühl. Gerade was den Harz angeht, Schneeschmelze und dann der viele Regen.

Und an der Elbe, Saale, Mulde und was es noch so alles gibt, steigt das Wasser auch immer weiter. Jetzt steht es so wie es eigentlich fast jedes Jahr steht, aber es kommt ja noch Nachschub. Also ich weiß nicht.

Völlig überraschend gibt es richtig viel Unruhe in den Reihen der CDU-Landtagsfraktion. Geht nun schon der Kampf um die Nachfolge von Wolfgang Böhmer los. Denn die meisten glauben nicht, dass Böhmer noch weitere fünf Jahre Ministerpräsident ist.
Einer der möglichen Nachfolgekandidaten, sollte eigentlich nach der Wahl Böhmer höchstselbst aus dem Rennen genommen werden. Der Fraktionschef Jürgen Scharf sollte nach Landtagschef werden. Doch dieser weigerte sich gestern und trat erneut bei der Wahl zum Fraktionsvorsitz an. Um Streit zu vermeiden, verzichtete Holger Stahlknecht wiederum auf sein Kandidatur, somit wurde Scharf gestern zum Fraktionschef wieder gewählt. Aber mit was für einen Ergebnis, nur 26 der 40 Abgeordneten stimmten für ihn. (siehe Volkstimme)
Somit hat Scharf aber noch geringe Chancen in zwei oder drei Jahren Ministerpräsident zu werden. Dennoch wird das eine interessante Zeit werden, ich bin mir ziemlich sicher, dass es innerhalb noch sehr viel Streit geben wird. Ob das für eine stabile Regierung ideal ist, möchte ich aber bezweifeln.

Die FDP in Sachsen-Anhalt hat nun einige Tage nach der Wahl mitbekommen, dass sie kein Wahlsieger ist. Hat es etwas gedauert, aber immerhin.  Verantwortlich für die Niederlage werden Cornelia Pieper (weniger verwunderlich) und Karl-Heinz Paqué gemacht. Sie sollen die Verantwortung für die Niederlage übernehmen. (siehe Mitteldeutsche Zeitung)

Ja und die Linkspartei nimmt die SPD nicht mehr ernst. Sie sieht sich als einzige Altnernative zur CDU. Für Wulf Gallert ist die SPD “nur noch die Schwungmasse in diesen Spiel”. (siehe Mitteldeutsche Zeitung)

Und was macht die SPD? Die schweigt und freut sich lieber über die Ministerposten, die die CDU ihr zukommen lässt.

Nach langer langer Zeit, habe ich endlich mal wieder was zuberichten.

Heute fuhr ich so durch die Stadt.
Ich war auf einer Hauptstraße und da kam dann irgendwann eine Fußgängerampel und die war Rot, was sie meistens ist, wenn ich da langfahre.
So und direkt hinter dieser Ampel, gibt es eine kleine Kreuzung, rechts befindet sich eine kleine Nebenstraße und linkerhand ebenfalls, diese ist aber eine Einbahnstraße, bei der man nur reinfahren darf. Aber in der rechten Straße darf ich rein und rausfahren, aber sie hat keine Ampel.
Naja jedenfalls kam, als ich grün bekam, von rechts ein großer Mercedes angerauscht und da wusste ich bereits, dass der mir die Vorfahrt nimmt. Also bremste ich ab, aber was ich nicht wusste, der Depp wollte in die Einbahnstraße rein, also die Straßenseite wechseln. Somit nahm er mir die Vorfahrt und blieb dann vor mir stehen, da ja die Ampel nun grün war und entsprechend viele Autos angefahren kamen. Ja und da stand er nun, wäre er noch 10 cm weiter gefahren, dann hätte er sogar noch den Straßenbahnverkehr lahmgelegt. So hat er aber “nur” dafür gesorgt, dass ich nicht weiterkam.
Es hätte nicht mal viel gefällt und er wäre in die Bahn gefahren, also da konnte er gerade nicht.
Bei der nächsten Ampel wurde mir dann erneut die Vorfahrt genommen, der Fahrer wusste nicht, dass jemand der geradeaus fährt Vorfahrt hat.
Als ich dann irgendwann aus der Stadt raus war und auch die Autobahn hintermir gelassen hatte, da befand ich mich dann in mitten ein großen LKW-Kolone. Also irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass trotz Sperrung immer mehr LKWs bei uns langfahren. Vor mir fuhren vier LkWs und hinter mir drei und ich ganz alleine dazwischen.
Als ich dann freie Sicht hatte konnte ich weitere fünf LKWs entdecken. Und das waren bestimmt nicht nur Anlieger.